Kontext
Die Straße von Hormuz wird von etwa 20% des weltweiten LNG und 25% des Ölhandels passiert. Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel 'Operation Epic Fury', bei der Irans Oberster Führer getötet wurde. Iran blockierte daraufhin die Straße, der Tankerverkehr brach um 70% ein. Die Ölpreise erreichten im März einen Höchststand von 126 Dollar pro Barrel. Der 2026 Iran-Krieg veränderte die globale Energiesicherheit.
Angebotsschock
Die Dallas Fed bezeichnet die Störung als drei- bis fünfmal größer als die Ölkrise von 1973. Bei einer vierteljährlichen Schließung könnte das globale BIP im zweiten Quartal 2026 um 2,9 Prozentpunkte sinken. Die EIA meldete Förderausfälle von 7,5 Mio. b/d im März. Brent-Rohöl wird im zweiten Quartal voraussichtlich 115 Dollar pro Barrel erreichen.
Düngemittel und Metalle
Die Region liefert 13% des globalen Stickstoffs und 9% der Phosphatdünger. Die Schifffahrt ist um über 95% eingebrochen. Die Weltbank prognostiziert einen Anstieg der Düngemittelpreise um 31%; 45 Millionen Menschen droht zusätzliche Hungersnot. Kupfer stieg auf über 13.000 Dollar pro Tonne, Aluminium auf Vierjahreshoch. Die Basismetall-Versorgungskrise 2026 bedroht die Energiewende.
Entwicklungsländer
Die Weltbank warnt vor einer Inflation von 5,1% in Entwicklungsländern und einem Wachstum von nur 3,6%. IWF-Prognosen zufolge könnte das globale Wachstum auf 2,5% fallen. 'Krieg ist Entwicklung in umgekehrter Richtung', so Weltbank-Direktor Kose.
Energiewende
Die Krise beschleunigt die Energiewende. Die IEA erwartet einen Rückgang der Ölnachfrage um 420.000 bpd im Jahr 2026. Saubere Alternativen werden wettbewerbsfähiger. In den USA stiegen die Benzinpreise um 40%, die EV-Verkäufe nehmen zu. Der Energiewende-Beschleunigung 2026 gewinnt an Fahrt.
Experten
IEA-Chef Birol spricht von der 'größten Energiekrise der Geschichte'. 39% der Manager erwarten eine Wiedereröffnung bis August 2026, 48% halten künftige Störungen für wahrscheinlich.
Häufig gestellte Fragen
Was verursachte die Schließung?
Der US-israelische Luftangriff am 28. Februar 2026 und die anschließende Blockade durch Irans Revolutionsgarde.
Wie viel Öl fehlt?
7,5-9,1 Mio. b/d, fast 20% der globalen Versorgung.
Wie hoch stiegen die Preise?
Brent erreichte 126 Dollar pro Barrel; Prognose für 2026: 86 Dollar Durchschnitt.
Auswirkungen auf Ernährung?
45 Millionen zusätzliche Hungernde durch 31% teurere Düngemittel, besonders in Afrika und Asien.
Energiewende?
Die Krise beschleunigt die Abkehr vom Öl; saubere Energien boomen.
Fazit
Die Weltbank sieht Risiken für höhere Preise bis 115 Dollar. Die Dallas Fed erwartet langfristige BIP-Verluste. Die Krise zwingt Regierungen zur Diversifizierung und beschleunigt die Energiewende. Die globale Energiesicherheitsstrategie 2026 wird neu definiert.
Quellen
- Weltbank, April 2026
- Dallas Fed, März 2026
- UNCTAD
- EIA
- IEA
- WFP
Follow Discussion