Rekordbelohnung für Berliner Stromsaboteure
Deutschland hat eine beispiellose Belohnung von 1 Million Euro für Hinweise angekündigt, die zur Festnahme der Täter hinter dem verheerenden Angriff auf das Stromnetz führen, der Teile Berlins Anfang Januar 2026 fast eine Woche lang in Dunkelheit hüllte. Diese Rekordbelohnung gehört zu den höchsten, die jemals in Deutschland für Fälle von inländischem Terrorismus ausgesetzt wurden, und unterstreicht die Schwere dessen, was die Behörden als den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnen.
Der Anschlag und die Folgen
In den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 zündeten Unbekannte eine Kabelbrücke im Südwesten Berlins an, wodurch Hochspannungskabel schwer beschädigt wurden und etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom blieben. Die linksradikale Gruppe Vulkangruppe bekannte sich schnell zu dem Anschlag, den sie als Angriff gegen den "Energiehunger" beschrieb, der zum Klimawandel beitrage. Die Gruppe gab auch an, die Entwicklung künstlicher Intelligenz stoppen zu wollen.
Der Stromausfall dauerte bis zum 7. Januar an, wodurch die Bewohner unter winterlichen Bedingungen ohne Elektrizität und Heizung waren. Krankenhäuser mussten Notstromaggregate nutzen, Schulen schlossen ihre Türen und das tägliche Leben kam in den betroffenen Vierteln zum Erliegen. 'So etwas haben wir seit dem Krieg nicht mehr erlebt,' sagte ein älterer Bewohner in einem Interview mit lokalen Medien.
Regierungsreaktion und Sicherheitsmaßnahmen
Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt kündigte die Belohnung zusammen mit einem umfassenden Sicherheitskonzept gegen Linksextremismus an. 'Wir intensivieren unsere Anstrengungen im Kampf gegen Linksextremismus. Wir schlagen zurück,' erklärte Dobrindt auf einer Pressekonferenz. 'Wir haben viel Erfolg bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus und islamistischem Terrorismus erzielt, aber die Aufmerksamkeit war unzureichend auf den Linksextremismus gerichtet, eine Strömung, die ein starkes Comeback feiert.'
Der Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar, mit Plakaten an ÖV-Haltestellen in ganz Berlin, die Zeugen auffordern, sich zu melden. Die Berliner Senatorin Iris Spranger nannte es eine "einzigartige Belohnung" für das, was die Behörden als terroristischen Anschlag betrachten.
Die Geschichte der Vulkangruppe
Die Vulkangruppe ist seit mindestens 2011 aktiv und hat die Verantwortung für zahlreiche Infrastrukturangriffe in der Berliner Region übernommen. Laut Wikipedia wird die Gruppe mit 11 Brandstiftungen in Verbindung gebracht, die sich gegen Energie-, Bahn- und Dateninfrastruktur richteten, darunter frühere Angriffe auf das Berliner Stromnetz und Sabotage bei der Tesla-Fabrik in der Nähe der deutschen Hauptstadt.
Sicherheitsexperten weisen auf die raffinierte Zielauswahl der Gruppe für kritische Infrastruktur hin. 'Das ist kein zufälliger Vandalismus – es ist sorgfältig geplante Sabotage, die darauf ausgelegt ist, maximale Störungen zu verursachen,' erklärte Sicherheitsanalyst Dr. Klaus Weber in einem Interview mit Euronews.
Weitreichende Sicherheitsimplikationen
Der Anschlag hat erhebliche Schwachstellen im deutschen Schutz kritischer Infrastruktur offengelegt. Wie von BBC News berichtet, hat der Vorfall Debatten über die Anfälligkeit Deutschlands für Sabotage durch sowohl inländische als auch ausländische Akteure neu entfacht. Die Regierung bereitet nun neue Gesetze vor, um die Befugnisse der Sicherheitsdienste zu erweitern, einschließlich automatisierter Datenanalyse, Gesichtserkennungssoftware und IP-Adressenspeicherung.
Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner verurteilte den Anschlag scharf und nannte ihn "Terrorismus", der unter winterlichen Bedingungen Leben gefährdet habe. Die politischen Folgen sind erheblich, wobei Oppositionsparteien fragen, warum solche kritische Infrastruktur trotz früherer Warnungen verwundbar blieb.
Während Deutschland laut Sicherheitsbeamten eine "neue Phase" im Kampf gegen inländischen Extremismus eintritt, stellt die 1-Million-Euro-Belohnung sowohl eine verzweifelte Maßnahme dar, um schwer fassbare Täter zu fassen, als auch eine symbolische Erklärung über die Entschlossenheit der Regierung, kritische Infrastruktur vor immer raffinierteren Angriffen zu schützen.
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