Berlin im Dunkeln nach linksextremem Angriff auf Stromnetz

Ein linksextremer Angriff auf das Berliner Stromnetz lässt 45.000 Haushalte bei Frost ohne Elektrizität. Bürgermeister Wegner nennt es Terrorismus, während Rettungskräfte mit der Wiederherstellung kämpfen und die Gemeinschaft zusammenrückt.

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Berlin in Dunkelheit nach linksextremem Angriff auf Stromnetz

Zum vierten Tag in Folge sitzen zehntausende Berliner bei eisigen Temperaturen ohne Strom, nachdem Behörden einen terroristischen Angriff auf kritische Infrastruktur bestätigten. Die linksextreme Gruppe Vulkangruppe hat die Verantwortung für einen Brandanschlag übernommen, der Hochspannungskabel am Umspannwerk Lichterfelde schwer beschädigte. Etwa 45.000 Haushalte und 2.000 Unternehmen in südwestlichen Berliner Bezirken wie Zehlendorf, Wannsee und Nikolassee sind betroffen.

'Das ist Terrorismus,' sagt Berlins Regierender Bürgermeister

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner verurteilte den Angriff unmissverständlich: 'Das ist nicht nur Brandstiftung oder Sabotage – das ist Terrorismus. Die Täter haben Menschenleben gefährdet, indem sie Krankenhäuser, Pflegeheime und Bewohner mit medizinischen Geräten vom Stromnetz trennten.' Die deutliche Sprache des Bürgermeisters spiegelt wachsende Besorgnis über die Anfälligkeit städtischer Infrastruktur für extremistisch motivierte Angriffe wider.

Die Vulkangruppe veröffentlichte eine Online-Erklärung, in der sie ihre Aktionen als Widerstand gegen den sogenannten 'Energiehunger' darstellt, der zum Klimawandel beitrage. Die Gruppe äußerte auch Widerstand gegen die Entwicklung künstlicher Intelligenz: 'Wir haben nur begrenztes Mitleid mit den vielen Villenbesitzern in den betroffenen Bezirken.' Die Gruppe hat eine Geschichte ähnlicher Angriffe, darunter frühere Vorfälle, die die Tesla-Fabrik bei Berlin trafen und den längsten Stromausfall Berlins seit dem Zweiten Weltkrieg verursachten.

Notfallhilfe und Gemeinschaftssolidarität

Bei Temperaturen um -3°C wird die Situation zunehmend kritisch. Rettungsdienste haben Wärmestuben, mobile Ladestationen und Notunterkünfte in Gemeindehäusern und Kirchen eingerichtet. Die Emmauskirche in Zehlendorf ist zu einem zentralen Anlaufpunkt geworden, der Betroffenen Wärme, Telefonladestationen und Duschen bietet.

Pastorin Susanne Seehaus erklärte: 'Hier können sich Menschen aufwärmen, ihr Telefon aufladen und duschen. Wir vermitteln auch Hilfsbedürftige an Menschen, die einen Schlafplatz anbieten.' Sie äußerte besondere Sorge um gefährdete Personen, die isoliert sein könnten: 'Wir müssen von Tür zu Tür gehen. Manche Menschen haben große Angst – wir dürfen sie nicht vergessen.'

Daniel Hofmann vom Katastrophenschutz beschrieb die Lage: 'Es ist das typische Blackout-Szenario, bei dem alles ausgefallen ist. Es gibt kein Internet, keine Straßenbeleuchtung und keine funktionierenden Ampeln.' An vielbefahrenen Kreuzungen ist der Verkehr chaotisch, da nur begrenzt Verkehrsregler verfügbar sind.

Wiederherstellungsprobleme und politische Folgen

Reparaturteams stehen vor erheblichen Herausforderungen durch die frostigen Bedingungen. Arbeiten müssen frostfrei durchgeführt werden, was beheizte Zelte um die beschädigten Kabel erfordert. Eine vollständige Wiederherstellung wird nicht vor Donnerstag erwartet, sodass viele Bewohner fast eine Woche ohne Strom bleiben.

Die Krise hat politische Kritik an der Berliner Notfallversorgung entfacht. Als Bürgermeister Wegner eine 97-jährige Frau in einer Notunterkunft besuchte, rief ein wütender Bewohner: 'Warum muss jemand hier schlafen? Was ist los mit dieser Stadt?' Kritiker behaupten, die Krisenkommunikation sei zu langsam und die Hilfe zu begrenzt gewesen.

Inzwischen zeigt sich Gemeinschaftssolidarität als Silberstreif am Horizont. Die lokale Unternehmerin Stefanie Neuendorf, die einen Tierladen in Friedenau betreibt, organisiert Hilfe: 'Ich war selbst einmal in einer Notlage und erhielt damals Hilfe von unerwarteter Seite. Deshalb gebe ich die Hilfe jetzt gerne zurück.' Sie brachte Gaskocher zu betroffenen Haushalten und bot Schlafplätze an, fügte hinzu: 'Berlin sieht kalt aus, aber wir sind eine warme Stadt.'

Breitere Implikationen für Infrastruktursicherheit

Der Angriff hat ernsthafte Fragen zum Schutz kritischer Infrastruktur in ganz Deutschland aufgeworfen. Laut Sicherheitsanalysten stuft der deutsche Verfassungsschutz Linksextremismus als hohe Bedrohung ein, mit mehr als 36.500 Extremisten und 10.800 potenziell gewaltbereiten Personen bundesweit.

Der Vorfall folgt einem Muster von Infrastrukturangriffen der Vulkangruppe, das bis 2011 zurückreicht, und unterstreicht anhaltende Schwachstellen in städtischen Stromnetzen. Während die Behörden untersuchen, ob die Gruppe unabhängig operiert oder externe Unterstützung hat, dient der Angriff als deutliche Erinnerung daran, wie leicht das moderne Stadtleben durch gezielte Infrastruktursabotage gestört werden kann.

Vorläufig müssen die Berliner weiterhin die Dunkelheit ertragen, sich auf Gemeinschaftshilfe und Rettungsdienste verlassen, während die Behörden an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten und untersuchen, was viele als den schwerwiegendsten Infrastrukturangriff der Stadt seit Jahrzehnten bezeichnen.

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