30-km/h-Krise: Niederländer ignorieren Limit | SWOV

Neue SWOV-Studie: Niederländische Autofahrer fahren im Schnitt über 35 km/h auf 30-km/h-Straßen, 15% überschreiten 44 km/h. Infrastrukturänderungen nötig, nicht nur Schilder.

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Niederländische Autofahrer überschreiten routinemäßig 30-km/h-Limits, neue SWOV-Studie zeigt

Trotz der weit verbreiteten Einführung von 30-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzungen auf innerörtlichen Straßen in den Niederlanden zeigt eine neue Studie des niederländischen Instituts für Verkehrssicherheitsforschung (SWOV), dass die meisten Autofahrer weiterhin deutlich über dem vorgeschriebenen Limit fahren. Die Untersuchung, die auf 54 sogenannten GOW30-Straßen (Erschließungsstraßen mit 30 km/h) durchgeführt wurde, ergab, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf diesen Straßen über 35 km/h bleibt und 15% der Fahrer Geschwindigkeiten von 44 km/h oder mehr erreichen. Die Ergebnisse verdeutlichen eine kritische Lücke zwischen politischer Absicht und tatsächlichem Fahrverhalten und unterstreichen die dringende Notwendigkeit von Infrastrukturänderungen statt nur neuer Beschilderung.

Was ist GOW30 und warum wurde es eingeführt?

GOW30 steht für Gebiedsontsluitingsweg 30, eine Kategorie von 30-km/h-Straßen, die als Verbindungen zwischen Wohngebieten und Hauptverkehrsstraßen dienen. Diese Straßen wurden als Teil einer breiteren niederländischen Initiative zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, zur Reduzierung von Verkehrsunfällen und zur Schaffung lebenswerterer städtischer Umgebungen eingeführt. Ähnlich wie die 30-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzungenpsychologische Auswirkung der Straßengestaltung auf das Fahrverhalten