Weltweite Empörung nach US-Fang von Venezuelas Präsident Maduro

US-Spezialeinheiten haben Venezuelas Präsidenten Maduro gefangen genommen, was weltweite Verurteilung auslöste. Maduro steht in New York vor Gericht, während internationale Führungspersonen die Rechtmäßigkeit des Eingriffs diskutieren.

us-fang-maduro-venezuela
Image for Weltweite Empörung nach US-Fang von Venezuelas Präsident Maduro

US-Operation nimmt Maduro fest und löst internationale Krise aus

In einer dramatischen Eskalation der Spannungen zwischen Washington und Caracas haben US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores während einer Militäroperation gefangen genommen, die weltweite Verurteilung ausgelöst und ernsthafte Fragen zum Völkerrecht aufwirft. Die Operation, die Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social als 'brillante Operation' bezeichnete, umfasste Elitetruppen und Luftangriffe auf Militäreinrichtungen in Caracas und anderen Teilen Venezuelas.

Operationsdetails und unmittelbare Folgen

Die Gefangennahme erfolgte während dessen, was US-Beamte als 'großangelegten Angriff' auf Venezuela am 3. Januar 2026 beschrieben. Laut PBS NewsHour folgte dies auf Monate eskalierender Militäraktionen, die im Januar 2025 begannen, als Trump eine Exekutivanordnung unterzeichnete, die kriminelle Organisationen als ausländische terroristische Organisationen bezeichnete. Die USA hatten Kriegsschiffe, F-35-Kampfflugzeuge entsandt und mindestens 35 Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmuggelboote in südamerikanischen Gewässern durchgeführt, bei denen über 115 Menschen starben.

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodriguez, nunmehr die höchste politische Führerin des Landes, forderte über das Staatsfernsehen Beweise, dass Maduro noch am Leben ist. 'Wir fordern unverzüglich Beweise für den Zustand und den Aufenthaltsort von Präsident Maduro,' erklärte Rodriguez und fügte hinzu, dass 'diese imperialistische Aggression nicht unbeantwortet bleiben wird.'

Internationale Reaktionen und Verurteilungen

Die internationale Gemeinschaft reagierte schockiert und gespalten. Das russische Außenministerium nannte die Aktion 'eine flagrante Tat bewaffneter Aggression' und erklärte sich solidarisch mit dem venezolanischen Volk und der Regierung. Moskau stellte fest, dass 'das Recht Venezuelas, sein eigenes Schicksal zu bestimmen, ohne jegliche zerstörerische, geschweige denn militärische, Einmischung von außen garantiert werden muss.'

Kuba, der engste Verbündete Venezuelas, appellierte 'dringend an die internationale Gemeinschaft', auf das zu reagieren, was es den 'kriminellen' US-Angriff auf Caracas nannte. Die kubanische Regierung verurteilte die Aktionen als 'Staatsterrorismus' und einen 'brutalen Angriff auf unsere Zone des Friedens.'

Europäische Reaktionen waren gemäßigter, äußerten jedoch tiefe Besorgnis. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte, dass 'die Prinzipien des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen respektiert werden müssen', während sie zur Zurückhaltung aufrief. Sie merkte an, dass die Sicherheit von EU-Bürgern in Venezuela die höchste Priorität Brüssels sei, wiederholte aber den EU-Standpunkt, dass sie Maduro nicht als legitimen Präsidenten Venezuelas anerkenne.

Juristische Verfahren und Anklagen

Maduro und seine Frau stehen in New York wegen Bundesanklagen vor Gericht, darunter Verschwörung zum Narco-Terrorismus, Verschwörung zum Kokainimport und illegale Waffenzählungen. Laut USA Today behauptet die Anklage, Maduro habe jahrzehntelang geholfen, Tonnen von Kokain in die Vereinigten Staaten zu verschiffen, wobei er seine Regierungsämter nutzte, um den Drogenhandel zu erleichtern.

US-Justizministerin Letitia James erklärte, dass 'Maduro und seine Frau bald die volle Wucht der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden und in einem amerikanischen Gerichtssaal spüren werden.' Das Paar wird voraussichtlich am 5. Januar 2026 in New York vor Gericht gestellt.

Regionale Implikationen und Sicherheitsbedenken

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro, dessen Land eine lange Grenze mit Venezuela teilt, erklärte, sich 'allen einseitigen Militäraktionen' gegen sein Nachbarland zu widersetzen. Kolumbien hat Truppenverstärkungen als Vorsichtsmaßnahme an die venezolanische Grenze verlegt.

Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino sagte in einer Videobotschaft, sein Land werde sich den Amerikanern widersetzen, wobei Streitkräfte und Bürgermilizen den Befehl erhielten, sich gegen weitere Angriffe zu verteidigen. 'Wir sind bereit, unsere Souveränität um jeden Preis zu verteidigen,' erklärte Padrino.

Die Krise hat breitere Auswirkungen auf Lateinamerika, wo viele Länder Bedenken über das durch die US-Aktion geschaffene Präzedenz geäußert haben. Brasilien nannte es eine 'ernsthafte Verletzung' der Souveränität, während Argentinien 'tiefe Besorgnis' über die Verletzung internationaler Normen äußerte.

Historischer Kontext und anhaltende Krise

Die Gefangennahme erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden sozioökonomischen und politischen Krise in Venezuela, die während der Präsidentschaft von Hugo Chávez begann und sich unter Maduro verschärfte. Laut Wikipedia ist die Krise durch Hyperinflation, zunehmenden Hunger, Krankheiten, Kriminalität und Sterblichkeitsraten gekennzeichnet, was zu massiver Auswanderung geführt hat. Die USA und andere Länder haben Sanktionen gegen venezolanische Beamte wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verhängt.

US-Senator Mike Lee, ein republikanischer Kollege von Trump, deutete an, dass weitere Militäraktionen unwahrscheinlich seien, da Maduro nun in US-Gewahrsam sei. Er gab an, dass das Ziel der Operation darin bestand, Maduro vor einem amerikanischen Richter zu bringen.

Während sich die Situation weiterentwickelt, wird erwartet, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf Antrag Venezuelas und anderer lateinamerikanischer Länder eine Dringlichkeitssitzung abhält. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage angespannt, da diese beispiellose Intervention grundlegende Fragen zu Souveränität, Völkerrecht und der Zukunft der US-lateinamerikanischen Beziehungen aufwirft.

Das könnte ihnen auch gefallen