In einem verstörenden Fall von Tierquälerei wurden 68 tote Wildenten in der belgischen Provinz Antwerpen illegal entsorgt; viele hatten gebrochene Flügel und Schusswunden. Der am 6. Oktober 2026 erstmals gemeldete Fund ließ die Behörden zunächst eine Krankheit vermuten. Eine Obduktion durch das Vogelopvangcentrum Brasschaat/Kapellen (VOC) bestätigt nun jedoch vorsätzliche Misshandlung, einschließlich Schrotkugeln in den Körpern der Tiere. Das Rettungszentrum veröffentlichte die Nachricht erst am 2. November, um die Ermittlungen nicht zu behindern.
Was geschah mit den 68 Wildenten in Belgien?
Am 6. Oktober 2026 entdeckten Spaziergänger Dutzende tote Wildenten in einem Naturschutzgebiet bei Brasschaat und Kapellen, nördlich von Antwerpen. Polizei und Feuerwehr entfernten die Kadaver; das VOC nahm drei Tiere zur Untersuchung mit. Zunächst hielt das Zentrum eine Vogelkrankheit für die wahrscheinliche Ursache. Ereignisse von Wildvogelsterben sind in der Region nicht ungewöhnlich, doch die erste äußere Untersuchung weckte schnell Verdacht.
Ergebnisse: Schrotkugeln und gebrochene Flügel
Tierärzte dokumentierten bei den drei untersuchten Enten drei gebrochene Flügel und einen gebrochenen Hals. Zudem fielen Eintrittswunden auf, die zu Schussverletzungen passten. Röntgenaufnahmen bestätigten die Befürchtungen: Alle drei Vögel enthielten mehrere Schrotkugeln; auch die Frakturen waren auf den Bildern sichtbar.
„Bei der ersten äußeren Untersuchung bemerkten wir schnell Dinge, die nicht zu einem natürlichen Tod oder einer Krankheit passten“, erklärte das Zentrum in einer Facebook-Mitteilung. „Leider bestätigten die Röntgenbilder, was wir bereits befürchtet hatten: Alle drei Enten hatten mehrere Schrotkugeln im Körper. Die festgestellten Frakturen wurden ebenfalls bestätigt.“
Sind Wildenten in Belgien geschützt?
Wildenten (Anas platyrhynchos, die Stockente) sind in Belgien ebenso wie in den Niederlanden geschützte heimische Arten. Die Jagd ist nur unter strengen Auflagen erlaubt; Tierquälerei oder das Entsorgen von Kadavern ist illegal. Nach flämischem Tierschutzrecht können vorsätzliche Verletzungen geschützter Vögel mit Geld- und Haftstrafen geahndet werden. Der Fall reiht sich in breitere Sorgen über illegale Wilderei in der Benelux-Region ein.
Reaktionen und Folgen
Das VOC zeigte sich „enttäuscht und schockiert“ und erklärte: „Das ist keine Situation, die wir einfach beiseitelegen können.“ Wer die 68 Enten entsorgte, ist weiterhin unbekannt. Die Behörden untersuchen die Todesursache und bitten die Bevölkerung um Hinweise. Der Vorfall hat die Debatte über die Durchsetzung der Jagdvorschriften und Strafen für Tierquälerei in Flandern neu entfacht.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Wildenten wurden in Belgien entsorgt?
Insgesamt 68 tote Wildenten wurden am 6. Oktober 2026 in der Provinz Antwerpen gefunden.
Welche Verletzungen hatten die Enten?
Drei untersuchte Enten wiesen drei gebrochene Flügel, einen gebrochenen Hals und mehrere Schrotkugeln im Körper auf, bestätigt durch Röntgenbilder.
Wo wurden die Enten gefunden?
Die Vögel lagen in einem Naturgebiet bei Brasschaat und Kapellen, nördlich von Antwerpen.
Ist die Jagd auf Wildenten in Belgien legal?
Ja, aber nur unter strengen Bedingungen. Wildenten sind eine geschützte heimische Art; Misshandlung oder Entsorgung ist illegal.
Wer ermittelt im Fall der entsorgten Enten?
Die belgischen Behörden ermitteln; die Verantwortlichen sind bislang unbekannt.
Follow Discussion