Was geschah beim Anschlag in Trappes?
Am Morgen des Freitag, 23. Oktober 2026, eröffnete Kevin T. aus seinem Auto heraus mit einer Maschinenpistole das Feuer in Trappes und später in La Verrière, zwei Nachbargemeinden rund 30 Kilometer westlich von Paris. In etwa 20 Minuten schoss er auf Passanten, bevor Beamte sein Fahrzeug rammten und ihn gegen 10:20 Uhr in Coignières festnahmen. Laut Le Monde feuerte er 128 Schuss ab. Die Polizei stellte die Maschinenpistole, Tränengasgranaten und Handschuhe sicher. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Tat rasch als terroristischen Akt mit möglichem rassistischem Motiv; die französische Anti-Terror-Ermittlung wurde eingeleitet.
Geständnis: rassistisches und islamfeindliches Motiv
Der 39-Jährige gab laut Staatsanwaltschaft am 29. Oktober 2026 zu, die Tat vorbereitet und Trappes bewusst gewählt zu haben, weil er den Ort als „Zuflucht für Islamisten“ betrachtete. Er gibt zu, gezielt Muslime sowie Menschen afrikanischer oder nordafrikanischer Herkunft ins Visier genommen zu haben, so der Staatsanwalt. Der Verdächtige bestritt, Kinder treffen zu wollen, und erklärte, er habe die Körpergröße des 11-jährigen Mädchens möglicherweise falsch eingeschätzt – Reue zeigte er jedoch nicht.
Ziel: Muslime und Menschen afrikanischer Herkunft
Das Mädchen trug zum Zeitpunkt der Schüsse einen Kopfschleier. Ihre Mutter sagte zuvor: Vielleicht hat er sie deshalb angegriffen. Sie ist ein Kind, geboren in Frankreich, in Trappes. Sie hat das Recht, hier ihr Leben aufzubauen. Das Geständnis dürfte die Debatte über islamfeindliche Gewalt in Frankreich und das Vorgehen der Behörden verschärfen.
Opfer und Reaktionen der Gemeinde
Der Anschlag tötete den 26-jährigen Pengo Bossio Wangi und verletzte sieben Menschen, darunter das 11-jährige Mädchen, das acht Mal getroffen wurde. Drei Verletzte lagen am 29. Oktober noch im Krankenhaus, einer in kritischem Zustand. Am Mittwoch fand ein Schweigemarsch für die Opfer statt; die Mutter des Mädchens sagte: Sie lief zu einem Auto, um sich zu verstecken; das rettete sie. Dieses kleine Mädchen hat das absolut nicht verdient. Laut RTL hat sich ihr Zustand inzwischen verbessert.
Ermittlungen: Waffen, Bücher, Vorbereitung
Eine Hausdurchsuchung brachte Waffen und Munition sowie einen Koran, eine Bibel und ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“ zutage. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Verdächtige die Tat ab dem 3. September vorbereitete, Teile für eine Maschinenpistole kaufte und Schulden beglich. Tage vor der Tat löschte er seine Social-Media-Profile, verkaufte seinen Laptop und versteckte sein Handy; beide Geräte wurden am Dienstag sichergestellt.
- Vorbereitung ab 3. September
- 128 abgefeuerte Schüsse (Le Monde)
- Waffen, Munition und „Mein Kampf“ in der Wohnung
- Social Media gelöscht, Laptop verkauft
- Ermittlung nach Artikel 421-1 des Strafgesetzbuchs
Der Verdächtige bestreitet terroristische Absichten und hält seine Tat für „rechtmäßig“.
Politische Folgen
Macron bezeichnete den Anschlag nahezu sofort als rassistischen Terrorakt. Der Fall lenkt erneut den Blick auf Rechtsextremismus in Europa und gezielte Gewalt gegen Minderheiten. Da Trappes eine Geschichte sozialer Spannungen hat, stehen die Behörden unter Druck zu klären, wie der Verdächtige an die Maschinenpistole gelangte und ob Warnsignale übersehen wurden.
FAQ: Der Anschlag von Trappes erklärt
Wer ist der Verdächtige?
Kevin T., 39, festgenommen in Coignières nach der Tat vom 23. Oktober 2026. Er gestand ein rassistisches und islamfeindliches Motiv.
Wie viele Opfer gab es?
Ein Toter, der 26-jährige Pengo Bossio Wangi. Sieben Verletzte, darunter ein 11-jähriges Mädchen mit acht Schusswunden.
Warum wählte er Trappes?
Er hielt Trappes für eine „Zuflucht für Islamisten“ und gab zu, Muslime und Menschen afrikanischer oder nordafrikanischer Herkunft gezielt angegriffen zu haben.
Was fanden Ermittler bei ihm?
Waffen, Munition, einen Koran, eine Bibel und „Mein Kampf“; zudem hatte er Social Media gelöscht und Geräte versteckt.
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