Ein zweiter Verdächtiger wurde im Zusammenhang mit dem tödlichen Schwertangriff an einer Schule in Schweden festgenommen, bei dem am Freitag, dem 21. August 2026, an der Brinell-Schule in Fagersta, Mittelschweden, ein 17-jähriges Mädchen getötet und drei Jugendliche verletzt wurden. Schwedische Staatsanwälte bestätigten, dass der Mann am Wochenende bei einem Polizeieinsatz im Raum Stockholm festgenommen wurde und nun der Beihilfe zu Mord und versuchtem Mord verdächtigt wird. Die Entwicklung ist eine bedeutende Wende in den Ermittlungen, da die Polizei ursprünglich erklärt hatte, es gebe keinen Grund, mehrere Täter zu vermuten.
Was geschah beim Schwertangriff in Fagersta?
Der Angriff ereignete sich am Freitagnachmittag an der Brinellskolan, einer weiterführenden Schule in Fagersta, etwa 150 km nordwestlich von Stockholm. Der 18-jährige ehemalige Schüler Liam Nebel betrat die Schule mit Helm und dunkler Kleidung, bewaffnet mit einem Schwert. Ein 17-jähriges Mädchen wurde getötet, drei Jungen wurden verletzt; zwei von ihnen, 12 und 17 Jahre alt, blieben in ernstem Zustand im Krankenhaus, während ein dritter später entlassen wurde.
Nebel wurde bei seiner Festnahme von der Polizei überwältigt und bleibt in Haft. Laut schwedischen Medien wurde er am Sonntag wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt. Die Polizei gab an, bei der Festnahme Schüsse abgegeben zu haben.
Wer ist der zweite Verdächtige beim Schul-Schwertangriff in Schweden?
Der neu festgenommene Mann wurde demnach am Wochenende bei einer Polizeirazzia im Raum Stockholm festgenommen, berichtete Aftonbladet unter Berufung auf Ermittlungskreise. Die Staatsanwaltschaft erklärte, er werde der Beihilfe zu Mord und versuchtem Mord verdächtigt, sein Alter und seine mutmaßliche Rolle wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Eine Entscheidung darüber, ob er in Untersuchungshaft bleibt oder freigelassen wird, wird bis Mittwoch, dem 27. August, erwartet.
Er wird der Beihilfe zu Mord und versuchtem Mord verdächtigt, hieß es in der Erklärung der schwedischen Staatsanwaltschaft. Die Ermittler haben noch nicht erklärt, wie der Verdächtige Nebel angeblich geholfen haben soll.
True-Crime-Community und Online-Radikalisierung
Schwedische Medien, darunter Dagens Nyheter und SVT, berichteten, dass Nebel in der True-Crime-Community auf TikTok sehr aktiv war, einer internationalen Online-Subkultur, die extreme Gewalt, Massenmörder und Waffen verherrlicht. Die Polizei bestätigte, dass sie untersucht, ob Nebel an Chatgruppen teilnahm, die Schulgewalt fördern.
Eine SVT-Recherche ergab, dass ein mit dem Verdächtigen verknüpftes TikTok-Konto 3.700 Follower, mehr als eine halbe Million Aufrufe und 17 KI-animierte Bearbeitungen tanzender Täter hatte, bevor es entfernt wurde. Das Konto veröffentlichte 25 Minuten vor der Alarmierung der Polizei ein Bild eines Schwertes. Die True-Crime-Community wurde mit anderen Gewalttaten in Europa in Verbindung gebracht, was bei Sicherheitsforschern Alarm auslöst.
Eine gewalttätige Vergangenheit und eine erschreckende letzte Nachricht
Nebel hatte eine Vorgeschichte von Gewalt. Er wurde zuvor wegen Körperverletzung verurteilt, nachdem er einen anderen Schüler in den Bauch geschlagen und versucht hatte, ihn im letzten Jahr zu erwürgen. Mitschüler beschrieben ihn als Jungen mit Stimmungsschwankungen. Kurz vor dem Angriff soll er seiner ehemaligen Pflegefamilie eine Nachricht mit dem Inhalt Danke für alles geschickt haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Nebel von Anton Lundin Pettersson inspiriert wurde, der im Oktober 2015 in einer Schule in Trollhättan, Schweden, drei Menschen mit einem Schwert tötete und gezielt Opfer ausländischer Herkunft angriff. Der Angriff von Trollhättan 2015 war rassistisch motiviert und beeinflusste laut Ermittlern eine Generation von Online-Extremisten, darunter Nebel.
Wie reagiert Schweden auf den Angriff in Fagersta?
Ministerpräsident Ulf Kristersson besuchte Fagersta für eine Gedenkfeier und sagte: Was niemals passieren darf, ist wieder passiert. Für Freitagnachmittag ist in Fagersta eine Schweigeminute geplant, um der Opfer zu gedenken. Der Angriff hat die Debatte über Prävention von Schulgewalt in Schweden und die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung junger Menschen neu entfacht. Die schwedische Regierung hat zugesagt, die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen und die Rolle der Social-Media-Plattformen bei der Verbreitung gewalttätiger Inhalte zu überprüfen.
Schwedens jüngste Schulangriffe: Ein Vergleich
| Jahr | Ort | Waffe | Todesopfer |
|---|---|---|---|
| 2015 | Trollhättan | Schwert | 3 |
| 2025 | Örebro | Schusswaffe | 11 |
| 2026 | Fagersta | Schwert | 1 |
Schweden hat in den letzten Jahren mehrere tödliche Schulangriffe erlebt, darunter die Massenschießerei in Örebro 2025, die als schlimmste Massenschießerei des Landes gilt. Experten sagen, dass die Verherrlichung von Gewalt durch die True-Crime-Community für die Strafverfolgungsbehörden in ganz Europa zu einem wachsenden Problem wird.
FAQ: Ermittlungen zum Schwertangriff in Fagersta
Wer wurde beim Schwertangriff in Fagersta getötet?
Bei dem Angriff am 21. August 2026 wurde ein 17-jähriges Mädchen getötet. Drei Jungen wurden verletzt, zwei davon schwer.
Wer ist Liam Nebel?
Liam Nebel ist der 18-jährige Verdächtige, der im Zusammenhang mit dem Schulangriff in Fagersta wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt ist. Er ist ein ehemaliger Schüler der Brinellskolan.
Warum wurde ein zweiter Verdächtiger festgenommen?
Der zweite Verdächtige wird beschuldigt, Beihilfe zu Mord und versuchtem Mord geleistet zu haben. Die Polizei nahm ihn am Wochenende im Raum Stockholm fest, seine genaue Rolle ist jedoch noch unklar.
Was ist die True Crime Community (TCC)?
TCC ist eine Online-Subkultur auf Plattformen wie TikTok, die Massenmörder, Schulangreifer und Waffen verherrlicht. Die schwedische Polizei untersucht Verbindungen zwischen TCC und dem Angreifer von Fagersta.
Was unternimmt Schweden, um künftige Schulangriffe zu verhindern?
Schweden überprüft die Schulsicherheit und die Online-Radikalisierung. Der Angriff hat erneut Forderungen nach strengerer Regulierung gewalttätiger Inhalte in sozialen Medien ausgelöst.
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