RAF Fairford: Zwei Briten wegen Iran-Plots angeklagt

Zwei Briten sind nach dem mutmaßlichen Iran-Komplott gegen die RAF-Basis Fairford angeklagt. Alle Details zu den Vorwürfen, den Festnahmen und den Folgen.

RAF Fairford: Zwei Briten wegen Iran-Plots angeklagt
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Ausgabe: DE

Zwei Briten sind am 27. Oktober 2026 in einem Londoner Gericht wegen eines mutmaßlich iranischen Komplotts gegen den Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford angeklagt worden. Der Stützpunkt in Gloucestershire wird von US-B-1-Bombern für Angriffe auf den Iran genutzt. Die Anklagen nach dem britischen National Security Act von 2023 stellen laut dem niederländischen Sender NOS die erste offizielle Verbindung zwischen den Verhaftungen vom 27. September nahe der Basis und einer ausländischen Geheimdienstoperation her.

Was geschah am 27. September in RAF Fairford?

In den frühen Morgenstunden des 27. September 2026 verhaftete die Polizei von Gloucestershire fünf britische Männer bei Whelford, rund drei Kilometer von RAF Fairford entfernt. Zuvor hatte die Gruppe drei weiße Transporter mit Benzinfässern am Rand der Basis abgestellt. Es wurden keine funktionsfähigen Sprengstoffe gefunden; die Männer im Alter von 23 bis 25 Jahren wurden zunächst nach dem Explosives Act 1875 und später nach dem Terrorism Act 2006 festgehalten und am nächsten Tag gegen Kaution freigelassen. Ein Großeinsatz wurde ausgerufen, rund 85 Haushalte wurden evakuiert, während Armee-Experten die Fahrzeuge untersuchten. Die Basis beherbergte US-B-1-Bomber-Einsätze in Europa im Rahmen der Angriffe auf den Iran.

Wer wurde angeklagt?

Am 27. Oktober wurden zwei 24-jährige Londoner am Westminster Magistrates' Court angeklagt. Mohmed Abdulkarim wird beschuldigt, einen ausländischen Geheimdienst – vermutlich den Iran – materiell unterstützt zu haben. Nouman Essghir soll einen verbotenen Ort zu einem für das Vereinigte Königreich nachteiligen Zweck betreten haben. Laut Anklage betrat Essghir am 22. August, mehr als einen Monat vor dem September-Vorfall, RAF Fairford und fertigte Videoaufnahmen an. Abdulkarim wurde erst letzte Woche festgenommen und gehört nicht zu den ursprünglich fünf Festgenommenen. Er kam gegen Kaution frei, Essghir bleibt bis zur nächsten Anhörung am 20. November in Haft. Sechs weitere Verdächtige sind gegen Sicherheitsleistung auf freiem Fuß.

Steht der Iran hinter dem Komplott?

Premierminister Andy Burnham erklärte im Parlament, der mutmaßliche Plan sei "mit ziemlicher Sicherheit" von den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gesteuert worden; eine Koordination aus dem Iran sei "höchst wahrscheinlich". Burnham: "Wir werden solche Bedrohungen auf unserem Boden nicht dulden." Abdulkarim habe als Verbindungsmann zwischen den fünf Männern und einem nur als "Ali" bekannten Mann im Ausland fungiert. Nach dem Abstellen der Transporter habe Ali die Gruppe angerufen und gesagt, "in den Autos ist eine Bombe", worauf einer der Männer die Polizei alarmierte. Auch ein Landwirt und seine Frau informierten die Behörden. Die iranische Botschaft in London bestreitet eine Beteiligung; Außenminister Seyed Abbas Araghchi sagte, Großbritannien "belle den falschen Baum an". Der Fall zeigt IRGC-Operationen in Europa.

Warum wurden die US-B-1-Bomber abgezogen?

Der genaue Zweck der Transporter und des Benzins bleibt unklar. Ermittler erwogen einen Angriff auf die B-1-Bomber, die vom Stützpunkt aus Angriffe auf den Iran flogen – eine Bombe wurde jedoch nie gefunden. Manche Experten halten einen Ablenkungs- oder Aufklärungstest für möglich. Am 5. Oktober meldeten US-Medien, die Bomber seien nach neuen Drohungen aus dem Iran abgezogen worden. Die USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland und weitere Partner verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung feindliche Aktivitäten Teherans über Stellvertreter.

Folgen und Bedeutung

Die Anklagen verschärfen die bereits angespannte britisch-iranische Beziehung. London zitierte den iranischen Botschafter ein und verhängte Sanktionen gegen zwei Iraner – Ruhollah Bazghandi und Shahram Ali Reza Tamarzadeh Jakki – wegen Spionage und Anschlägen in Europa und den USA. Der Fall ist zudem ein Test für den National Security Act 2023, ein Post-Brexit-Gesetz gegen feindliche staatliche Aktivitäten.

FAQ

Was geschah am 27. September 2026?

Fünf Briten wurden nahe RAF Fairford verhaftet, nachdem sie drei Transporter mit Benzinfässern am Basiszaun abgestellt hatten. Sprengstoffe wurden nicht gefunden.

Wer ist angeklagt?

Mohmed Abdulkarim (24) wegen Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes und Nouman Essghir (24) wegen Betretens eines verbotenen Ortes. Beide stammen aus London.

Steckt der Iran dahinter?

Premierminister Andy Burnham sagte, der Plan sei "mit ziemlicher Sicherheit" von den IRGC gesteuert worden. Der Iran bestreitet jede Beteiligung.

Warum wurden die B-1-Bomber abgezogen?

Sie wurden am 5. Oktober 2026 nach Berichten über neue Drohungen aus dem Iran abgezogen.

Was ist der National Security Act 2023?

Das Gesetz modernisiert die britischen Spionagegesetze und schafft Straftatbestände für die Unterstützung ausländischer Geheimdienste und das Betreten verbotener Orte.

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