Breaking: Schweizer Zug entgleist nach Lawineneinschlag auf den Gleisen
Ein Personenzug ist am Montag, dem 16. Februar 2026, in den Schweizer Alpen entgleist, nachdem eine Lawine die Gleise bei Goppenstein im Kanton Wallis getroffen hatte. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 7:00 Uhr Ortszeit, als ein RegioExpress-Zug mit 29 Passagieren aus einem Tunnel kam und mit Schneemassen kollidierte, die auf die Bahnstrecke gestürzt waren.
Was geschah bei der Zugentgleisung in Goppenstein?
Der Zug war auf der Bern-Lötschberg-Simplon (BLS)-Strecke zwischen Goppenstein und Brig unterwegs, als er auf eine Lawine traf, die auf die Gleise gefallen war. Laut der Kantonspolizei Wallis entgleiste der Zug unmittelbar nach dem Verlassen des Stockgraben-Tunnels zwischen Goppenstein und Hohtenn. 'Der Zug kam aus dem Tunnel und prallte auf die Schneemassen, was zur Entgleisung führte,' erklärte Polizeisprecher Markus Fischer.
Von den fünf verletzten Passagieren musste einer mit mittelschweren Verletzungen im Spital Sion hospitalisiert werden, während die anderen vier vor Ort von Rettungskräften behandelt wurden. Alle 29 Passagiere wurden innerhalb von Stunden sicher aus dem Zug evakuiert, obwohl erste Berichte von bis zu 80 Personen an Bord sprachen.
Notfallmaßnahmen und Rettungseinsatz
Der Rettungseinsatz umfasste mehrere Organisationen, die unter schwierigen alpinen Bedingungen arbeiteten:
- Acht Bergretter von Alpine Rescue Switzerland
- Zwei Krankenwagen mit medizinischen Teams
- Ein Rettungshubschrauber für Luftaufklärung und Transport
- Zwei Feuerwehr- und Rettungszüge für Bahnnotfälle
- Lokale Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden
Die koordinierte Reaktion stellte sicher, dass alle Passagiere bis zum Mittag evakuiert waren, wobei die schwerstverletzten in medizinische Einrichtungen transportiert wurden.
Warum sind Lawinen eine wachsende Bedrohung für Alpenbahnen?
Die Entgleisung in Goppenstein ereignete sich während einer Phase extremer Lawinengefahr in den europäischen Alpen. Das Schweizer Bundesinstitut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hatte kürzlich die Lawinengefahrstufe für die Walliser Region auf 4 (zweit höchste auf einer 5-Punkte-Skala) angehoben. Diese gefährliche Situation resultiert aus einer Kombination von Faktoren:
| Faktor | Auswirkung auf Lawinenrisiko |
|---|---|
| Starker Schneefall | Akkumulation von 2-3 Metern in den letzten Wochen |
| Hohe Winde | Windplattenbildung an Leeseiten |
| Temperaturschwankungen | Schwache Schichten in der Schneedecke |
| Steiles Gelände | Natürliche Lawinenbahnen kreuzen Infrastruktur |
Ähnlich wie beim Lawinenvorfall auf der österreichischen Bahn 2025 unterstreicht dieses Ereignis die anhaltenden Herausforderungen der Aufrechterhaltung der Bahnsicherheit in Bergregionen im Winter. Die Sicherheitsprotokolle der Schweizerischen Bundesbahnen umfassen regelmäßige Lawinenüberwachung und kontrollierte Auslösung, aber natürliche Ereignisse können dennoch unerwartet auftreten.
Auswirkungen auf Verkehr und regionale Dienste
Die Entgleisung hat erhebliche Störungen auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Bahnkorridore der Schweiz verursacht. Die Frutigen-Brig-Linie, die den betroffenen Abschnitt Goppenstein-Brig einschließt, bleibt bis mindestens Dienstagmorgen, den 17. Februar, gesperrt. Diese Sperrung betrifft:
- Regionale Pendlerdienste zwischen Bern und Brig
- Internationalen Güterverkehr durch den Lötschberg-Basistunnel
- Touristentransport zu beliebten alpinen Zielen
- Lokale Einwohner, die auf Bahnverbindungen angewiesen sind
BLS, der Bahnbetreiber, hat Busersatzverkehre zwischen Goppenstein und Brig eingerichtet, aber die Reisezeiten sind deutlich verlängert. Das Unternehmen schätzt, dass die vollständige Wiederherstellung des Dienstes Gleisprüfungen, Schneeräumung und mögliche Reparaturen an beschädigter Infrastruktur erfordern wird.
Was bedeutet dies für die zukünftige Alpenbahnsicherheit?
Dieser Vorfall wirft wichtige Fragen zur Bahnsicherheit in lawinengefährdeten Gebieten auf. Obwohl die Schweiz eines der sichersten Bahnsysteme der Welt hat, könnte der Klimawandel das Lawinenrisiko in zuvor stabilen Gebieten erhöhen. Experten schlagen mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vor:
- Verbesserte Lawinenerkennungssysteme mit Radar und Sensoren
- Verbesserte Lawinengalerien und Schutzstrukturen
- Häufigere kontrollierte Auslösung in Hochrisikoperioden
- Fortgeschrittene Wetterüberwachung und Vorhersagemodelle
Die Europäischen Bahnsicherheitsvorschriften werden voraussichtlich nach diesem Vorfall überprüft, insbesondere im Hinblick auf Infrastrukturschutz in Bergregionen. Ähnlich wie bei Diskussionen nach dem Lawinenvorfall mit einem Zug in Norwegen bei Bergen 2024 werden Behörden prüfen, ob die derzeitigen Schutzmaßnahmen angesichts sich ändernder Klimamuster ausreichend sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Menschen wurden bei der Schweizer Zugentgleisung verletzt?
Fünf Menschen wurden verletzt, einer musste in Sion hospitalisiert werden und vier erhielten vor Ort Behandlung.
Was verursachte die Zugentgleisung bei Goppenstein?
Der Zug entgleiste, nachdem er auf eine Lawine traf, die unmittelbar nach dem Stockgraben-Tunnel auf die Gleise gefallen war.
Wie lange wird die Bahnstrecke gesperrt sein?
Der Abschnitt Goppenstein-Brig wird voraussichtlich bis mindestens Dienstagmorgen, den 17. Februar 2026, gesperrt bleiben.
Gab es Todesfälle bei dem Unfall?
Es wurden keine Todesfälle gemeldet. Alle 29 Passagiere wurden sicher aus dem Zug evakuiert.
Was wird getan, um ähnliche Vorfälle zu verhindern?
Behörden überprüfen Lawinenschutzmaßnahmen, und BLS führt eine vollständige Untersuchung durch, um mögliche Sicherheitsverbesserungen zu identifizieren.
Quellen
Independent: Schweizer Zug entgleist nach Lawine
SwissInfo: Zugentgleisung in Goppenstein
Guardian: Zug entgleist während Lawinenwarnung
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