Größter Korallenrückgang am Great Barrier Reef seit 40 Jahren

Das Great Barrier Reef verzeichnet den größten Korallenrückgang seit 39 Jahren, wobei klimabedingte Bleiche bis zu 30% Verlust in südlichen Regionen verursacht. Zyklone und Seesterne verschärfen die Schäden am größten Riffsystem der Welt.

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Rekordrückgang der Korallenbedeckung

Das Great Barrier Reef verzeichnet den stärksten Rückgang der Korallenbedeckung seit fast vier Jahrzehnten laut dem Australian Institute of Marine Science (AIMS). Neue Daten zeigen einen dramatischen Rückgang lebender Korallen in zwei Dritteln des Riffs in den letzten 18 Monaten.

Regionale Unterschiede

Im nördlichen Teil ging die Korallenbedeckung um fast 25% von 39,8% auf 30% zurück. Der zentrale Bereich schrumpfte um fast 14%, während der Süden den stärksten Verlust mit über 30% verzeichnete. Dies ist der größte jährliche Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen vor 39 Jahren.

Hauptursachen

Hitzestress durch den Klimawandel ist der Hauptfaktor, der zu massiver Korallenbleiche führt. Zusätzliche Faktoren sind Schäden durch Zyklone und Ausbrüche von Dornenkronenseesternen, die sich von Korallen ernähren. Das Bleichereignis 2024 war das fünfte seit 2016 und das umfangreichste, das jemals verzeichnet wurde.

Korallenbedeckung erklärt

Die Korallenbedeckung misst den Prozentsatz des Meeresbodens, der mit lebenden Korallen bedeckt ist, und dient als wichtiger Gesundheitsindikator. Bleiche tritt auf, wenn gestresste Korallen symbiotische Algen abstoßen, wodurch Farbe und Nährstoffe verloren gehen. Länger andauernde Bleiche führt zum Korallensterben.

Wissenschaftliche Perspektive

"Wir beobachten zunehmende Volatilität der Korallenbedeckung", sagt AIMS-Leiter Mike Emslie. "Das Riff schwankt nun zwischen Rekordhochs und -tiefs innerhalb kurzer Zeiträume, was auf schweren Stress hindeutet." Obwohl das Great Barrier Reef gesünder ist als viele Riffe weltweit, warnen Wissenschaftler vor kürzeren Erholungsphasen zwischen Bleichereignissen.

Schutzmaßnahmen

Programme zur Bekämpfung von Seesternen beseitigten dieses Jahr über 50.000 Räuber. Experten betonen jedoch, dass die Reduzierung globaler Emissionen entscheidend für das langfristige Überleben des Riffs bleibt.

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