Ehemalige Präsidenten kollidieren über Minneapolis-Schießerei
Die tödliche Schießerei, bei der Alex Pretti, ein 37-jähriger Intensivpfleger, durch Grenzpolizeibeamte in Minneapolis getötet wurde, hat einen politischen Sturm ausgelöst. Der ehemalige Präsident Barack Obama mischte sich selten öffentlich in den Fall ein, während Präsident Donald Trump eine Untersuchung des Vorfalls versprach, der die Nation spaltet.
Eine tragische Konfrontation in Minneapolis
Alex Pretti, ein zertifizierter Inhaber einer verdeckten Waffenerlaubnis und Intensivpfleger, wurde am 24. Januar 2026 tödlich getroffen, als er Grenzpolizeibeamte während Protesten gegen bundesweite Einwanderungsoperationen in Minneapolis filmte. Laut Zeugenvideos und Aussagen regelte Pretti den Verkehr und dokumentierte die Aktionen der Beamten, als er sah, wie sie eine Frau angriffen. Als er einzugreifen versuchte, wurde er mit Pfefferspray besprüht, zu Boden gebracht und mehrfach beschossen.
Das Heimatschutzministerium behauptete zunächst, Pretti habe 'gewaltsamen Widerstand' geleistet und die Beamten hätten 'Verteidigungsschüsse' abgegeben, aber diese Version wird durch mehrere Augenzeugenvideos widerlegt, die zeigen, dass Pretti nur ein Telefon hält, ohne sichtbare Waffe. 'Die Charakterisierung unseres Sohnes durch die Regierung ist verwerfliche und widerliche Lügen,' erklärte Prettis Familie in Reaktion auf die offizielle Darstellung.
Obamas beispielloses Eingreifen
Der ehemalige Präsident Barack Obama brach sein übliches Schweigen nach seiner Präsidentschaft mit einer kraftvollen Erklärung, in der er Prettis Tod 'eine herzzerreißende Tragödie' und 'einen Weckruf für jeden Amerikaner, unabhängig von der politischen Zugehörigkeit' nannte. In seinen Bemerkungen kritisierte Obama, was er als Bundesbeamte beschrieb, die 'mit Straflosigkeit handeln' und 'Taktiken anwenden, die darauf ausgelegt zu sein scheinen, Einwohner einzuschüchtern, zu belästigen, herauszufordern und in Gefahr zu bringen'.
Obamas Eingreifen ist besonders bedeutsam angesichts seiner allgemeinen Zurückhaltung, die Politik seines Nachfolgers direkt zu kritisieren. 'Viele unserer Kernwerte als Nation stehen zunehmend unter Druck,' warnte er und forderte Regierungsbeamte auf, mit lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, um weitere Chaos zu verhindern.
Trumps Reaktion und Untersuchungsversprechen
Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung der Schießerei versprochen, während er bundesweite Einwanderungsdurchsetzungsoperationen verteidigte. In einem Interview mit The Wall Street Journal weigerte sich Trump zu sagen, ob der Beamte, der Pretti erschoss, gerechtfertigt war, kritisierte aber Pretti dafür, dass er eine Waffe bei sich trug, die er eine 'sehr gefährliche Waffe, eine gefährliche und unberechenbare Waffe' nannte.
'Wir untersuchen den Fall, wir schauen uns alles an und werden zu einem Urteil kommen,' sagte Trump, während er auch lobte, was seine Regierung in Minnesota durch die Operation Metro Surge erreicht hat, bei der Tausende von Bundesbeamten in den Staat geschickt wurden.
Rechtliche Kämpfe und wachsende Spannungen
Die Schießerei hat bestehende rechtliche Kämpfe zwischen Minnesota und Bundesbehörden verschärft. Der Bundesstaat Minnesota, zusammen mit Minneapolis und St. Paul, hat eine Bundesklage eingereicht, um ICEs Operation Metro Surge vorübergehend zu stoppen, wobei sie verfassungswidrige Durchsetzungstaktiken beschuldigen, einschließlich rassistischer Profilerstellung und exzessiver Gewalt.
Heute beginnt eine Anhörung in einem Fall, in dem Minnesota-Bundesrichterin Kathleen Menendez auffordert, Bundesstrafverfolgungsbehörden anzuweisen, ihre Präsenz im Staat auf das Niveau vor Dezember zu reduzieren. Dies folgt auf Menendez' Urteil vom 16. Januar, dass Bundesbeamte friedliche Demonstranten nicht verhaften oder Tränengas verwenden dürfen, es sei denn, sie behindern Behörden.
Der Vorfall markiert die dritte Schießerei mit Bundesbeamten in Minnesota in diesem Jahr, nach dem Tod von Renée Good Anfang Januar. Mehr als 60 CEOs in Minnesota haben zu sofortiger Deeskalation aufgerufen, während die Hennepin County Association of Paramedics and EMTs berichtet, dass die Bundespräsenz den Rettungsdienst überfordert und Angst in der Gemeinschaft verursacht.
Eine gespaltene Nation
Die Schießerei mit Pretti hat tiefe Spaltungen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft aufgedeckt, insbesondere innerhalb der Waffenrechtsbewegung. Große Organisationen wie der Minnesota Gun Owners Caucus und Gun Owners of America fragen sich, ob legaler Waffenbesitz in der Nähe von Strafverfolgung tödliche Gewalt rechtfertigt, während die NRA weitgehend die Aktionen der Strafverfolgung verteidigt hat.
Der ehemalige Präsident Bill Clinton verurteilte die Schießereien ebenfalls und nannte sie 'inakzeptabel' und beschuldigte Behörden, 'uns ständig belogen zu haben, uns gesagt zu haben, dass wir nicht glauben sollen, was wir mit eigenen Augen gesehen haben'. Das Weiße Haus reagierte, indem es Obama beschuldigte, Spaltung zu säen, und die Aktionen der Strafverfolgung gegen das, was sie kriminelle illegale Ausländer nannten, verteidigte.
Während Untersuchungen fortgesetzt werden und rechtliche Kämpfe weitergehen, ist der Tod von Alex Pretti zu einem Brennpunkt in den anhaltenden Debatten in Amerika über Einwanderungsdurchsetzung, Polizeigewalt und das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und bürgerlichen Freiheiten geworden.
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