EU warnt vor illegalen Produkten auf Temu-Plattform

EU-Untersuchung stellt fest, dass Temu illegale Produkte unzureichend verhindert und gegen den Digital Services Act verstößt. Bis zu 500 Mio. Euro Bußgeld drohen.

EU warnt vor illegalen Produkten auf Temu-Plattform
Facebook X LinkedIn Bluesky WhatsApp
de flag en flag es flag fr flag nl flag pt flag

EU-Kommission beanstandet schwere Verstöße

Die Europäische Kommission hat den chinesischen E-Commerce-Riesen Temu wegen unzureichender Maßnahmen gegen illegale Produkte verwarnt. Vorläufige Ergebnisse einer Untersuchung im Rahmen des Digital Services Act (DSA) zeigen systemische Mängel im Risikomanagement von Temu.

Gefährliche Produkte im Angebot

Untersucher identifizierten zahlreiche nicht konforme Artikel, darunter Baby-Spielzeug mit gefährlichen Komponenten und Elektronik, die EU-Sicherheitsnormen nicht entspricht. Aktuelle Tests enthüllten Rasseln mit scharfen Glocken und Fahrradhelme mit unzureichendem Schutz.

Verstoß gegen Digital Services Act

Der DSA verpflichtet Plattformen zu robusten Maßnahmen gegen illegale Produkte. Die Kommission bewertete Temus Risikoanalyse als "ungenau" und auf generischen Daten basierend. Dies ist Temus zweite schwerwiegende Verletzung nach früheren irreführenden Marketingpraktiken.

Mögliche Sanktionen und nächste Schritte

Temu hat bis September 2025 Zeit zur Stellungnahme. Andernfalls drohen Geldstrafen bis zu 6% des globalen Jahresumsatzes - potenziell über 500 Millionen Euro.

Ausweitung der Regulierungskontrollen

EU-Kommissarin Henna Virkkunen betonte: "Verbrauchersicherheit online ist in der EU nicht verhandelbar." Die Untersuchung prüft nun Temus suchterzeugende Oberfläche und Algorithmustransparenz.

Diese Maßnahme folgt ähnlichen Verfahren gegen Shein und zeigt verschärfte EU-Kontrollen bei Ultra-Low-Cost-Plattformen. Zollbehörden melden Überlastung durch Sendungen mit nicht konformen Waren.

Verwandt

EU-Untersuchung: Snapchat und Pornoseiten im Jugendschutz-Fokus
Politik
AI relevance 88.9%

EU-Untersuchung: Snapchat und Pornoseiten im Jugendschutz-Fokus

EU startet Untersuchung zu Snapchat und Pornoseiten unter dem Digital Services Act wegen Jugendschutzbedenken. Bei...

EU untersucht, ob vier Pornoseiten Minderjährige ausreichend schützen
Verbrechen
AI relevance 77.8%

EU untersucht, ob vier Pornoseiten Minderjährige ausreichend schützen

Die EU untersucht vier Pornoseiten wegen mangelndem Jugendschutz. Strafen bis zu 6% des Umsatzes sind möglich.

EU prüft Snapchat und Pornoseiten wegen Jugendschutz unter DSA
Verbrechen
AI relevance 72.2%

EU prüft Snapchat und Pornoseiten wegen Jugendschutz unter DSA

EU untersucht Snapchat und Pornoseiten unter DSA wegen Jugendschutz. Snapchat prüft Grooming, illegalen Verkauf....

EU verhängt historische Strafe von 120 Mio. Euro gegen Elon Musks X
Politik
AI relevance 66.7%

EU verhängt historische Strafe von 120 Mio. Euro gegen Elon Musks X

Die EU verhängt eine Rekordstrafe von 120 Mio. Euro gegen X (Twitter) wegen irreführender blauer...