Seltener Kiwi nach 50 Jahren in Neuseelands Festland gesichtet

Der seltene kleine gefleckte Kiwi wurde erstmals seit 1978 auf dem neuseeländischen Festland gesichtet. Naturschützer bestätigten die Entdeckung nach DNA-Tests von Federproben. Beide Vögel wurden mit Sendern versehen als Teil von Schutzbemühungen.

Seltener Kiwi nach 50 Jahren in Neuseelands Festland gesichtet
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Selten gefleckter Kiwi wiederentdeckt

Zum ersten Mal seit fast fünfzig Jahren wurde der stark gefährdete kleine gefleckte Kiwi (Kiwi pukupuku) auf dem neuseeländischen Festland gesichtet. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein im Artenschutz für die kleinste Kiwi-Art der Welt.

Die Entdeckung

Im März 2025 sichtete ein Jäger des Department of Conservation ein weibliches Kiwi pukupuku an der Westküste der Südinsel. Ein Ranger und sein speziell ausgebildeter Hund lokalisierten später den Vogel und sammelten Federproben zur DNA-Bestätigung. Ein männlicher Kiwi, vermutlich derselben Art, wurde ebenfalls in der Nähe gefunden.

Artenschutzbedeutung

Der kleine gefleckte Kiwi (Apteryx owenii) war Anfang des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben. Heute überleben etwa 2.000 Vögel auf raubtierfreien Inseln und geschützten Festlandreservaten. Diese Festlandsichtung ist die erste seit 1978.

Artmerkmale

Mit einem Gewicht von nur 0,9-1,9 kg sind Kiwi pukupuku die kleinste der fünf neuseeländischen Kiwi-Arten. Ihr Name stammt aus der Māori-Sprache, abgeleitet vom charakteristischen Ruf des Männchens. Māori verwendeten traditionell Kiwi-Federn in zeremoniellen Umhängen (kahu kiwi).

Schutzmaßnahmen

Beide wiederentdeckten Vögel wurden mit Sendern ausgestattet und freigelassen. Naturschutzteams installierten akustische Monitore im gesamten Gebiet, um weitere Individuen zu erfassen. Dieses Monitoring zielt darauf ab, Schutzmaßnahmen für potenzielle Festlandpopulationen zu etablieren.

Kulturelle Bedeutung

Der Kiwi hat tiefe kulturelle Bedeutung in Neuseeland. Während des Ersten Weltkriegs erhielten neuseeländische Soldaten erstmals den Spitznamen "Kiwis". Heute bleibt der flugunfähige Vogel ein Nationalsymbol, obwohl die Wildpopulationen durch Lebensraumverlust und invasive Raubtiere von 12 Millionen auf etwa 68.000 gesunken sind.

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