Was sind die US-Drogenboot-Angriffe?
Das US-Militär führte am 17. Februar 2026 drei separate Angriffe auf mutmaßliche Drogenhandelsboote in lateinamerikanischen Gewässern durch, wobei 11 Menschen getötet wurden. Dies ist einer der tödlichsten Einsätze der Trump-Regierung, der die Gesamtzahl der Toten seit September 2025 auf mindestens 145 erhöht. Die Angriffe zielten auf zwei Boote im östlichen Pazifik und eines in der Karibik entlang bekannter Schmuggelrouten ab.
Operation Southern Spear: Hintergrund und Kontext
Die jüngsten Angriffe sind Teil von Operation Southern Spear, einer Militärkampagne, die im September 2025 gestartet wurde, um Drogenhandelsorganisationen zu bekämpfen. Laut US Southern Command wurden 42 bestätigte Einsätze durchgeführt, die sich auf den Transport von Heroin, Kokain, Fentanyl und Chemikalien richteten. Präsident Trump bezeichnete die Kartelle als Feinde, was direkte kinetische Schläge ohne rechtliche Einschränkungen ermöglicht.
Einzelheiten der Februar-2026-Angriffe
Ort und Opfer
Die Angriffe vom 17. Februar fanden im östlichen Pazifik (acht Tote auf zwei Booten) und in der Karibik (drei Tote auf einem Boot) statt. US Southern Command veröffentlichte Videoaufnahmen, ohne Beweise für Drogenhandel vorzulegen. Die Operation wurde von General Francis Donovan ohne vorherige Kongressgenehmigung geleitet.
Eskalierende Kampagnenstatistiken
Die Todesopfer von Operation Southern Spear sind dramatisch gestiegen:
| Zeitraum | Durchgeführte Angriffe | Todesopfer |
|---|---|---|
| September 2025 - Dezember 2025 | 28 | 104 |
| Januar 2026 - 17. Februar 2026 | 14 | 41 |
| Gesamt (Stand 17. Feb. 2026) | 42 | 145 |
Dies zeigt eine Zunahme an Häufigkeit und Letalität im Vergleich zu früheren Operationen.
Internationale rechtliche Kontroversen und Kritik
UN und Menschenrechtsbedenken
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, verurteilte die Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht und nannte sie extralegale Tötungen. Experten argumentieren, dass die USA unter UNCLOS keine Rechtsprechung haben, ohne Zustimmung des Flaggenstaats anzugreifen.
Kongressprüfung und inländische Kritik
Demokratische Kongressmitglieder äußerten Bedenken hinsichtlich der Legalität, und Kritiker zweifeln die Effektivität an, da Fentanyl meist über Landwege gelangt. Die Venezuela-Drogenhandelsoperationen sind ein Schwerpunkt der Strategie.
Regionale Auswirkungen und geopolitische Implikationen
Die Angriffe erhöhten Spannungen mit lateinamerikanischen Ländern, besonders Venezuela. Familien in Kolumbien und Trinidad und Tobago haben Opfer als Angehörige identifiziert und rechtliche Schritte eingeleitet.
Zukunftsausblick und politische Implikationen
Die US-Militäroperationen in Lateinamerika markieren einen strategischen Wandel. Parallelen zu anderen globalen Anti-Terror-Kampagnen werfen rechtliche Fragen auf. Pentagonsprecher Kingsley Wilson sagte, die Kampagne werde fortgesetzt. Wichtige Fragen bleiben: Kongressaufsicht, internationale Rechtsstreitigkeiten, Beweise für Drogenhandel und Effektivität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Operation Southern Spear?
Eine US-Militärkampagne, die im September 2025 gestartet wurde, um Drogenhandelsboote in Lateinamerika durch kinetische Schläge zu bekämpfen.
Wie viele Menschen wurden getötet?
Bis zum 17. Februar 2026 mindestens 145 Menschen in 42 bestätigten Angriffen.
Sind die Angriffe völkerrechtlich legal?
Der UN und Experten zufolge verstoßen sie gegen Menschenrechte, während die USA sie auf Grundlage einer geheimen Rechtsmeinung als rechtmäßig betrachten.
Welche Beweise gibt es für Drogenhandelsvorwürfe?
Das US-Militär hat keine öffentlichen Beweise vorgelegt, nur dass die Boote bekannte Schmuggelrouten nutzten.
Wie wirkt sich dies auf US-Beziehungen mit Lateinamerika aus?
Die einseitigen Angriffe erhöhen Spannungen und führen zu Souveränitätsbedenken in der Region.
Quellen
Al Jazeera: US tötet 11 in Drogenboot-Angriffen
NBC News: Trump-Militärangriffe auf Drogenboote
UN-Verurteilung der US-Angriffe
CNN: US-Militärangriffe töten 11
US Southern Command-Update
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