Erythritol Schlaganfallrisiko 2026: Süßstoff kann Hirnbarriere schädigen

Neue 2026-Forschung zeigt, dass Erythritol, ein beliebter Zuckerersatz, die Blut-Hirn-Schranke schädigen und das Schlaganfallrisiko verdoppeln kann. University of Colorado-Studie deckt zelluläre Schädigungsmechanismen auf.

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Was ist Erythritol? Der beliebte Zuckerersatz unter Beobachtung

Erythritol (E968) ist ein natürlicher, nahezu kalorienfreier Zuckeralkohol, der zu einem der beliebtesten Zuckerersatzstoffe im Gesundheitsmarkt geworden ist. Mit etwa 70 % der Süßkraft von Zucker und minimalen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel wird Erythritol von Anhängern ketogener Diäten, diabetikergerechten Ernährungsplänen und Verbrauchern, die gesündere Zuckeralternativen suchen, weitgehend akzeptiert. Natürlich in Früchten wie Melonen und Trauben sowie in fermentierten Lebensmitteln wie Käse und Wein vorkommend, galt dieser Süßstoff jahrelang als sichere Alternative zu Zucker. Jedoch zeigen bahnbrechende Forschungen der University of Colorado aus 2025 und 2026 alarmierende Zusammenhänge zwischen Erythritolkonsum und erhöhtem Schlaganfallrisiko.

University of Colorado Studie: Wie Erythritol den Hirnschutz schädigt

Die von Neurowissenschaftlern geleitete und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichte Studie der University of Boulder zeigt, dass Erythritol die Blut-Hirn-Schranke – das kritische Schutzsystem, das das Gehirn vor schädlichen Substanzen schützt, während Nährstoffe passieren – beeinträchtigen kann. Die Studie setzte menschliche Hirnblutgefäßzellen Erythritolkonzentrationen aus, die dem Konsum eines zuckerfreien Getränks entsprechen.

Drei Schlüsselmechanismen der Schädigung

Forscher identifizierten drei Hauptwege, wie Erythritol die Hirngesundheit zu gefährden scheint:

  1. Oxidativer Stressüberlastung: Erythritol löst eine Flut schädlicher freier Radikale aus und reduziert gleichzeitig die natürlichen antioxidativen Abwehrkräfte des Körpers, wodurch zelluläre Schutzsysteme überlastet werden.
  2. Blutgefäßverengung: Der Süßstoff stört die normale Blutflussregulation, indem er die Stickoxidproduktion (die Gefäße erweitert) reduziert und Endothelin-1 (das sie verengt) erhöht, was möglicherweise das Gehirn von Sauerstoff abschneidet.
  3. Schutz vor Gerinnseln gestört: Erythritol scheint den natürlichen Gerinnselauflösungsmechanismus des Körpers zu deaktivieren, sodass Blutgerinnsel Schlaganfälle auslösen können.

'Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst mäßiger Erythritolkonsum die Schutzsysteme des Gehirns beeinträchtigen und die Anfälligkeit für kardiovaskuläre Ereignisse erhöhen könnte,' erklärte Hauptforscherin Dr. Sarah Chen von der University of Colorado.

Wo ist Erythritol enthalten? Häufige Produkte zu beachten

Erythritol ist in der Gesundheitsnahrungsmittelindustrie allgegenwärtig und erscheint in Tausenden von Produkten, die als 'zuckerfrei', 'keto-freundlich' oder 'diabetikergerecht' vermarktet werden. Verbraucher sollten Etiketten auf diese häufigen Quellen überprüfen:

  • Zuckerfreie Süßigkeiten, Kaugummi und Schokolade
  • Keto-Eis und gefrorene Desserts
  • Proteinriegel und Mahlzeitenersatz-Shakes
  • Energiegetränke und Diätlimonaden
  • Kohlenhydratarme Backwaren und Backmischungen
  • Verpackte 'gesunde' Snacks und Müsliriegel

Der Süßstoff erscheint oft in Produkten neben anderen künstlichen Süßstoffen und Zuckeralkoholen, manchmal ohne klare Kennzeichnung der Mengen.

FDA-Status und regulatorische Überlegungen

Derzeit erkennt die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) Erythritol als allgemein als sicher an (GRAS), basierend auf früheren Studien, die minimale Verdauungsnebenwirkungen und keine unmittelbare Toxizität zeigten. Die University of Colorado-Forschung stellt jedoch einige der ersten Laborbeweise dar, die potenzielle langfristige kardiovaskuläre Risiken nahelegen. Regulierungsbehörden weltweit überprüfen diese Ergebnisse, wobei einige europäische Gesundheitsbehörden aktualisierte Leitlinien für Verbraucher mit bestehenden Herzerkrankungen erwägen.

'Während unsere Studie an isolierten Zellen durchgeführt wurde, stimmen die identifizierten Mechanismen mit epidemiologischen Daten überein, die zeigen, dass Menschen mit höheren Erythritolblutspiegeln etwa doppelt so hohe Risiken für größere Herzereignisse haben,' bemerkte Dr. Chen.

Sicherere Süßstoffalternativen für 2026

Für Verbraucher, die sich Sorgen um potenzielle Erythritolrisiken machen, bieten mehrere alternative Süßstoffe unterschiedliche Sicherheitsprofile:

SüßstoffQuelleSicherheitsprofilBeste Verwendung
SteviaStevia rebaudiana PflanzeFDA-zugelassen, keine kardiovaskulären BedenkenGetränke, leichtes Backen
Monk FruitLuo Han Guo FruchtNatürlich, keine bekannten kardiovaskulären RisikenBacken, Kochen
AlluloseNatürliche Zucker in FrüchtenNeuere Forschung zeigt gute SicherheitBacken, Karamellisierung
XylitolBirkenbäume, MaisSicher für Menschen, giftig für HaustiereMundpflegeprodukte, Kaugummi

Praktische Empfehlungen für Verbraucher

Basierend auf aktueller Forschung schlagen Gesundheitsexperten diese Vorsichtsmaßnahmen vor:

  1. Mäßiger Konsum: Begrenzen Sie die Erythritolaufnahme, besonders bei bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren.
  2. Etiketten sorgfältig lesen: Überprüfen Sie Zutatenlisten auf 'zuckerfreien' und 'keto'-Produkten auf Erythritolgehalt.
  3. Alternativen erwägen: Erkunden Sie Stevia oder Monk Fruit für Süßungsbedürfnisse.
  4. Gesundheitsdienstleister konsultieren: Besprechen Sie Süßstoffwahl mit Ihrem Arzt, insbesondere bei Schlaganfall- oder Herzerkrankungen.
  5. Gesamternährung überwachen: Denken Sie daran, dass ausgewogene Ernährung und Vollwertkost die Grundlage guter Gesundheit bleiben.

Häufig gestellte Fragen zu Erythritol und Schlaganfallrisiko

Wie viel Erythritol ist gefährlich?

Die University of Colorado-Studie verwendete Konzentrationen, die einer Portion eines zuckerfreien Getränks entsprechen. Während genaue gefährliche Schwellenwerte nicht festgelegt sind, deuten Forscher darauf hin, dass regelmäßiger Konsum kumulative Risiken darstellen könnte.

Sollte ich Erythritol komplett meiden?

Die meisten Experten empfehlen Mäßigung statt vollständiger Eliminierung, besonders für gesunde Personen ohne kardiovaskuläre Risikofaktoren. Personen mit bestehenden Herzerkrankungen sollten ihre Gesundheitsdienstleister konsultieren.

Sind andere Zuckeralkohole sicherer als Erythritol?

Xylitol und Sorbit haben unterschiedliche Stoffwechselwege, aber eigene Überlegungen, einschließlich Verdauungseffekten. Stevia und Monk Fruit gelten allgemein als sicherere Alternativen unter kalorienfreien Süßstoffen.

Wie lange halten Erythritoleffekte im Körper an?

Etwa 90 % des Erythritols werden innerhalb von 24 Stunden unverändert ausgeschieden, aber die in Studien beobachtete zelluläre Schädigung deutet darauf hin, dass selbst vorübergehende Exposition dauerhafte Auswirkungen auf die Blutgefäßfunktion auslösen kann.

Ist Erythritol irgendwo verboten?

Kein Land hat Erythritol verboten, aber einige Regulierungsbehörden überprüfen die neue Forschung und könnten aktualisierte Verzehrleitlinien in 2026-2027 herausgeben.

Quellen und weiterführende Literatur

University of Colorado Studie zu Erythritol
ScienceDaily Forschungszusammenfassung
Newsweek Analyse zu Erythritolrisiken
FDA-Bewertung künstlicher Süßstoffe

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