Deutschland wirft China Laserangriff auf Militärflugzeug vor

Deutschland beschuldigt China, ein Militärflugzeug während einer EU-Sicherheitsmission im Roten Meer mit einem Laser angegriffen zu haben. Der Vorfall erhöht die Spannungen vor einem geplanten EU-China-Gipfel.

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Diplomatische Spannungen nach Laserzwischenfall

Deutschland hat China formell beschuldigt, ein militärisches Überwachungsflugzeug während einer EU-Marineoperation im Roten Meer mit einem Laser angegriffen zu haben. Das Auswärtige Amt verurteilte den Vorfall als "völlig inakzeptabel" und erklärte, er habe Personal gefährdet und kritische Sicherheitsoperationen gestört.

Operative Details

Der Vorfall ereignete sich letzte Woche, als ein chinesisches Marineschiff einen Laser auf ein deutsches Flugzeug richtete, das Aufklärungsflüge für die Operation Aspides durchführte. Diese seit 2024 aktive EU-Mission schützt Handelsrouten vor Angriffen der Huthi-Rebellen. Laser können Piloten vorübergehend blenden und gelten nach internationalen Luftfahrtprotokollen als feindselige Handlungen.

Geopolitische Zusammenhänge

Der Vorwurf kommt Wochen vor einem geplanten EU-China-Gipfel in Peking. Jüngsten Berichten zufolge könnte China das Treffen verkürzen oder absagen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte heute, dass künftige Zusammenarbeit davon abhängt, wie China seine Unterstützung für russische Militäroperationen in der Ukraine behandelt.

Regionale Sicherheitsauswirkungen

An der Operation Aspides sind mehrere EU-Länder beteiligt, darunter die Niederlande, die Huthi-Bedrohungen für globale Handelsrouten bekämpfen. Das Rote Meer bleibt instabil, wobei jüngste Angriffe auf Handelsschiffe weltweit Versicherungskosten und Lieferverzögerungen erhöhen.

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