Straße von Hormus wurde am Donnerstag, dem 14. August 2026, zum Zentrum einer neuen Eskalation, als US-Präsident Donald Trump sagte, er beabsichtige, die strategisch wichtige Wasserstraße nach dem Krieg mit dem Iran „zu einem Territorium der Vereinigten Staaten“ zu erklären. Bei einer Veranstaltung einer Polizeiakademie auf Long Island, New York, nannte Trump weder einen Zeitplan noch einen rechtlichen Mechanismus für den Anspruch, doch die Äußerungen fielen in eine Zeit, in der ein 60-tägiger Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran zu scheitern drohte und die Ölpreise über 80 Dollar pro Barrel blieben.
Hintergrund: Warum die Straße von Hormus wichtig ist
Die Straße von Hormus ist eine schmale Meerenge zwischen dem Iran und der Musandam-Halbinsel Omans, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem offenen Ozean verbindet. Vor dem Iran-Krieg 2026 flossen jährlich etwa 20 % des weltweiten Flüssigerdgases und 25 % des seegestützten Ölhandels durch die Meerenge. Die Blockade der Wasserstraße durch den Iran im Februar 2026 und die anschließende US-Marineblockade gegen den Iran haben die globalen Energieversorgung gestört und die Kraftstoffpreise weltweit in die Höhe getrieben.
Trumps Ankündigung: Von der Mautdrohung zum Gebietsanspruch
„Nachdem wir den Iran besiegt haben... werde ich die Hormus-Straße ziemlich bald zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte Trump während der Rede in Garden City, New York, laut DW News. Der Präsident behauptete, dass „keine Schiffe durchkommen, es sei denn, wir wollen es“, und stellte den Schritt als Teil einer umfassenderen Anstrengung dar, die Energie- und Seefahrtsinteressen der USA zu sichern.
Die Ankündigung bedeutet eine Eskalation gegenüber früheren US-Positionen. Im Juli 2026 hatte Trump kurzzeitig eine Transitgebühr für Schiffe ins Spiel gebracht, die die Meerenge passieren, die Idee aber Tage später verworfen. Der jüngste Gebietsanspruch hat keine Grundlage im Völkerrecht und würde entweder die Besetzung der Wasserstraße oder einen ausgehandelten Vertrag erfordern, beides ist derzeit nicht gegeben.
Irans Reaktion und Waffenstillstands-Sackgasse
Der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi wies Trumps Äußerungen in den sozialen Medien zurück und sagte, Teheran lasse sich nicht einschüchtern und die Meerenge „kann weder per Tweet noch per Flugzeugträger noch per Befehl eingenommen werden.“ Der Iran hat eine Reihe von Bedingungen für die Wiedereröffnung der Meerenge vorgelegt, darunter:
- Abzug der US-Truppen aus der Region
- Aufhebung aller US-Sanktionen gegen den Iran
- Volle Entschädigung für die dem Iran zugefügten Kriegsschäden
Der 60-tägige Waffenstillstand, der am Montag ausläuft, ist ins Stocken geraten, da Washington diese Forderungen ablehnt und der Stillstand beim iranischen Atomprogramm ungelöst bleibt. Die USA halten seit Monaten eine Seeblockade gegen iranische Häfen aufrecht, und Finanzminister Scott Bessent kündigte am Donnerstag an, dass nächste Woche neue Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran vorgestellt werden.
Auswirkungen auf Ölpreise und US-Zwischenwahlen
Der Stillstand hat den Preis für Rohöl der Sorte Brent über 80 Dollar pro Barrel gehalten und die US-Benzinpreise im vergangenen Jahr um 24,6 % in die Höhe getrieben. Da die Zwischenwahlen im November weniger als drei Monate entfernt sind, sehen sich republikanische Kandidaten wachsender Frustration der Wähler über die Kraftstoffkosten gegenüber. Ein erheblicher Teil der US-Bevölkerung hat laut jüngsten Umfragen „genug vom Iran-Krieg“, was politischen Druck für eine schnelle Lösung erzeugt. Dennoch hat Trump die Amerikaner aufgefordert, höhere Benzinpreise zu akzeptieren, um einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern, und Pentagon-Chef Pete Hegseth sagt, die Marine könne die Blockade der iranischen Ölexporte „auf unbestimmte Zeit“ aufrechterhalten.
Der Konflikt hat auch die regionalen Schifffahrtsrouten verändert. Ein Transitplan zwischen Iran und Oman würde eingehenden Schiffen erlauben, iranische Gewässer zu nutzen, und ausgehenden Schiffen, omanische Gewässer zu nutzen, aber die iranischen Beschränkungsentwürfe verbieten weiterhin US-amerikanische und israelische Schiffe und verhängen Strafen in Höhe von 20 % des Ladungswerts für Verstöße. Das Ergebnis ist eine fragile, volatile Situation, die den globalen Energiemarkt in Atem hält.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Wasserstraße zwischen dem Iran und Oman, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Sie ist der einzige Seeweg vom Persischen Golf zum offenen Ozean und transportiert einen großen Anteil des weltweiten Öls und Flüssigerdgases.
Warum will Trump die Straße von Hormus zu einem US-Territorium machen?
Trump sagt, der Schritt würde auf einen US-Sieg über den Iran folgen und die amerikanische Kontrolle über eine kritische Energieroute sichern. Es wurde kein rechtlicher Rahmen oder Zeitplan vorgelegt, und der Iran hat den Anspruch zurückgewiesen.
Was sind die Bedingungen des Irans für die Wiedereröffnung der Meerenge?
Der Iran fordert den Abzug der US-Truppen aus der Region, die Aufhebung aller US-Sanktionen und die volle Entschädigung für Kriegsschäden.
Wie hat sich die Krise um die Straße von Hormus auf die Ölpreise ausgewirkt?
Die Blockade hat den Preis für Rohöl der Sorte Brent über 80 Dollar pro Barrel gehalten und die US-Benzinpreise im Jahresvergleich um 24,6 % erhöht, was den politischen Druck vor den Zwischenwahlen verstärkt.
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