Irans oberster Führer setzt Abkommen mit den USA aus
Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei hat das Islamabad-Memorandum mit den USA offiziell ausgesetzt und erklärt, dass Präsident Donald Trumps Unterschrift 'nichts wert' sei. Die Ankündigung, am 18. Juli 2026 im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt, markiert den dramatischen Zusammenbruch des Waffenstillstandsabkommens vom 17. Juni, das den verheerenden Iran-Krieg 2026 beenden sollte. Die Eskalation des Iran-US-Konflikts ist nun in eine gefährliche neue Phase eingetreten, da beide Seiten die Feindseligkeiten wieder aufnehmen.
Das Islamabad-Memorandum, unterzeichnet von Präsident Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian im Palast von Versailles in Frankreich, hatte einen Rahmen zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus, zur Aufhebung der US-Marineblockade iranischer Häfen und zur Einleitung einer 60-tägigen Verhandlungsperiode über Sanktionserleichterungen und Irans Atomprogramm geschaffen. Das Abkommen begann jedoch bereits innerhalb von Wochen zu bröckeln, als gegenseitige Verstoßvorwürfe zunahmen.
Hintergrund: Der Zusammenbruch des Waffenstillstands
Der Iran-Krieg 2026 begann am 28. Februar mit US- und israelischen Luftangriffen, bei denen mehrere iranische Beamte getötet wurden, darunter der oberste Führer Ali Khamenei. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 von der Expertenversammlung zum neuen obersten Führer gewählt. Der Konflikt hat seitdem Tausende von Opfern und massive wirtschaftliche Störungen verursacht, darunter die größte Versorgungsstörung des globalen Ölmarktes in der Geschichte.
Nach monatelangen intensiven Kämpfen und gescheiterten Verhandlungen wurde das Islamabad-Memorandum am 17. Juni 2026 unterzeichnet, was Hoffnungen auf eine friedliche Lösung weckte. Die Spannungen entzündeten sich jedoch Anfang Juli erneut, als Iran Handelsschiffe in der Straße von Hormus angriff, was die USA am 14. Juli zur Wiedereinsetzung ihrer Marineblockade veranlasste.
Khameneis Erklärung: 'Trumps Unterschrift nichts wert'
In einer Fernsehansprache am 18. Juli veröffentlichte das Büro des obersten Führers eine Erklärung, in der die Aussetzung des Abkommens verkündet wurde. Die Erklärung kritisierte insbesondere Präsident Trump und behauptete, sein Engagement für das Abkommen habe sich als unzuverlässig erwiesen. 'Die Unterschrift des amerikanischen Präsidenten hat sich als nichts wert erwiesen', hieß es in der Erklärung laut iranischen Staatsmedien. Khamenei beschuldigte die USA, alle ihre Verpflichtungen aus dem Memorandum verletzt zu haben, einschließlich der Nichtaufhebung der Marineblockade und der Fortsetzung von Luftangriffen auf iranisches Territorium.
Irans Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi bestätigte die Aussetzung und erklärte: 'Die USA haben alle ihre Verpflichtungen aus dem Islamabad-Memorandum verletzt und ausgesetzt. Wir haben ebenfalls unsere Verpflichtungen ausgesetzt.' Gharibabadi fügte hinzu, dass Teheran sich nun auf die 'Verteidigung des Landes' gegen die anhaltende US-Aggression konzentriere.
Militärische Eskalation: Luftangriffe und Vergeltung
Der diplomatische Bruch wurde von verstärkten militärischen Aktionen begleitet. Die USA haben sieben aufeinanderfolgende Nächte Luftangriffe gegen die iranische Militärinfrastruktur durchgeführt, insbesondere um die Straße von Hormus. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat über 80 iranische Militäreinrichtungen angegriffen, darunter Langstrecken-Antischiffsraketenstellungen, Küstenradarnetze, Luftverteidigungssysteme und IRGC-Schnellangriffsboote. Wichtige Angriffe trafen IRGC-Zentren in Bandar Abbas, Qeshm Island und Sirik.
Iran hat mit Drohnen und Raketen auf US-verbündete Golfstaaten vergolten, darunter Kuwait, wo zwei Strom- und Entsalzungsanlagen getroffen wurden, wodurch Tausende ohne Wasser blieben. Das iranische Gesundheitsministerium meldet mindestens 50 Tote und über 500 Verletzte seit dem 6. Juli. Die Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormus wirken sich weiterhin auf die globalen Energiemärkte aus, wobei die Ölpreise nach Trumps Erklärung, das Abkommen sei 'vorbei', um über 5% gestiegen sind.
Internationale Reaktion und Auswirkungen
Der Zusammenbruch des Islamabad-Memorandums hat Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft ausgelöst. Pakistan, das das ursprüngliche Abkommen vermittelt hatte, fordert beide Seiten auf, ihre Verpflichtungen einzuhalten und eine weitere Eskalation zu vermeiden. Die Vereinten Nationen haben zu einem sofortigen Waffenstillstand aufgerufen, während die Europäische Union angeboten hat, erneute Verhandlungen zu erleichtern.
Präsident Trump erklärte auf einem NATO-Gipfel, das Memorandum sei 'vorbei', und verhängte erneut eine vollständige Marineblockade über iranische Häfen, wobei er Sanktionsausnahmen für iranische Ölexporte widerrief. Die USA haben ihre Luftangriffskampagne ausgeweitet und konzentrieren sich auf das, was sie als Irans Anti-Zugangs-/Area-Denial-Architektur (A2/AD) in der Region der Straße von Hormus beschreiben.
Wie geht es weiter mit den Iran-US-Beziehungen?
Die Aussetzung des Islamabad-Memorandums bringt die Situation effektiv in einen Zustand offenen Konflikts zurück. Die globale Ölkrise des Iran-Kriegs 2026 verschlechtert sich weiter, mit Störungen in den Bereichen Erdgas, Düngemittel, Luftfahrt und Tourismus. Die Kosten des Krieges für US-Steuerzahler haben bis Juni 2026 bereits 113 Milliarden Dollar überschritten.
Analysten warnen, dass der Zusammenbruch der diplomatischen Kanäle zu einer noch zerstörerischeren Phase des Konflikts führen könnte. Iran hat eine 'Großoffensive' angedroht, falls die US-Angriffe fortgesetzt werden, während die USA angekündigt haben, ihre Kampagne zur Schwächung der iranischen Militärfähigkeiten fortzusetzen. Das Zeitfenster für eine Verhandlungslösung scheint sich rapide zu schließen.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Islamabad-Memorandum?
Das Islamabad-Memorandum war ein 14-Punkte-Abkommen, das am 17. Juni 2026 zwischen den USA und Iran unterzeichnet wurde. Es zielte darauf ab, den Iran-Krieg 2026 zu beenden, indem die Straße von Hormus wieder geöffnet, die US-Marineblockade aufgehoben und ein 60-tägiger Rahmen für Verhandlungen über Sanktionserleichterungen und Irans Atomprogramm geschaffen wird.
Warum hat Iran das Abkommen ausgesetzt?
Iran beschuldigte die USA, alle ihre Verpflichtungen aus dem Memorandum verletzt zu haben, einschließlich der Nichtaufhebung der Marineblockade und der Fortsetzung von Luftangriffen auf iranisches Territorium. Oberster Führer Mojtaba Khamenei erklärte, Präsident Trumps Unterschrift sei 'nichts wert'.
Was hat Präsident Trump zu dem Abkommen gesagt?
Präsident Trump erklärte das Islamabad-Memorandum auf einem NATO-Gipfel für 'vorbei', verhängte erneut eine Marineblockade über iranische Häfen und widerrief Sanktionsausnahmen für iranische Ölexporte. Er machte Iran für den Zusammenbruch des Waffenstillstands verantwortlich.
Wie hat der Konflikt die globalen Ölmärkte beeinflusst?
Der Krieg hat die größte Versorgungsstörung des globalen Ölmarktes in der Geschichte verursacht. Die Ölpreise stiegen nach Trumps Erklärung, das Abkommen sei vorbei, um über 5%, und die Blockade der Straße von Hormus bedroht weiterhin die globale Energieversorgung.
Welche Rolle hat Pakistan bei den Verhandlungen gespielt?
Pakistan vermittelte das Islamabad-Memorandum und hat beide Seiten aufgefordert, das Abkommen einzuhalten. An den ursprünglichen Gesprächen nahmen pakistanische Beamte zusammen mit Vermittlern aus Saudi-Arabien und der Türkei teil.
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