USA schießt iranische Drohne bei Flugzeugträger in der Arabischen See ab
Das US-Militär hat eine iranische Drohne abgeschossen, die sich aggressiv dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in der Arabischen See näherte. Dies markiert eine signifikante Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern. Laut dem US Central Command flog eine iranische Shahed-139-Drohne mit 'unklaren Absichten' auf den Flugzeugträger zu, der etwa 800 Kilometer vor der iranischen Südküste in internationalen Gewässern operierte.
Nachdem Deeskalationsmaßnahmen fehlschlugen, schoss ein F-35-Kampfflugzeug der Abraham Lincoln die Drohne in einem Akt ab, den Beamte als 'Selbstverteidigung' beschrieben. Bei dem Vorfall wurden keine US-Soldaten verletzt. Die USS Abraham Lincoln ist ein nukleargetriebener Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, der seit August 2024 als Teil der US-Reaktion auf zunehmende regionale Spannungen im Nahen Osten stationiert ist.
Getrennter Vorfall in der Straße von Hormus
Stunden nach dem Drohnenvorfall belästigten Einheiten der iranischen Revolutionsgarde einen unter US-Flagge fahrenden Öltanker in der Straße von Hormus. Iranische Boote, begleitet von einer Drohne, drohten, das Schiff Stena Imperative zu entern und zu beschlagnahmen, wie maritime Sicherheitsberichte meldeten. Der US-geführte Lenkwaffenzerstörer USS McFaul reagierte, indem er den Tanker in sicherere Gewässer eskortierte.
Das maritime Risikomanagementunternehmen Vanguard bestätigte, dass sich die Stena Imperative während des Vorfalls nicht in iranischen Gewässern befand, obwohl iranische Staatsmedien das Gegenteil behaupteten. 'Diese anhaltenden Einschüchterungen in internationalen Gewässern erhöhen das Risiko von Kollisionen, Fehlkalkulationen und regionaler Destabilisierung,' warnte eine Erklärung des US Central Command.
Hochspannung bei geplanten Atomgesprächen
Die Vorfälle ereignen sich zu einem Zeitpunkt, an dem der Iran und die USA für Freitag Atomgespräche in Istanbul planen. Das Treffen wäre die erste Verhandlungsrunde seitdem die Trump-Regierung im Sommer 2025 drei iranische Atomanlagen bombardierte. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat Verhandlungen unter der Bedingung autorisiert, dass die Gespräche in einer bedrohungsfreien Umgebung stattfinden.
Das Treffen wird voraussichtlich den iranischen Spitzendiplomaten Abbas Araghchi und den US-Sondergesandten Steve Witkoff umfassen, wobei auch Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen Präsidenten Trump, erwartet wird. Regionale Außenminister aus der Türkei, Katar und Ägypten werden voraussichtlich ebenfalls teilnehmen.
Reuters berichtet jedoch, dass der Iran den Ort von Istanbul nach Oman verlegen und nur über Atomfragen sprechen möchte, wobei das iranische ballistische Raketenprogramm oder die Unterstützung regionaler Milizen wie der Hisbollah ausgeschlossen werden.
Trumps Forderungen und regionale Spannungen
Der ehemalige Präsident Donald Trump hat Berichten zufolge drei Bedingungen für die Wiederaufnahme von Gesprächen gestellt: Der Iran muss die Urananreicherung einstellen, sein ballistisches Raketenprogramm einschränken und die Unterstützung regionaler Verbündeter beenden. Obwohl der Iran diese Forderungen zunächst ablehnte, deuten Quellen darauf hin, dass Teheran bei der Anreicherung flexibler sein könnte als bei Raketenbeschränkungen.
'Der Iran wäre bereit, sein Atomprogramm einzuschränken, aber nicht, es vollständig zu beenden,' sagte eine iranische Quelle gegenüber Reuters. Die Spannungen haben sich über Monate aufgebaut, wobei Trump mit militärischer Intervention drohte, falls der Iran sein hartes Vorgehen gegen Bürgerproteste fortsetzt. Menschenrechtsorganisationen berichten von mehr als 6.000 Toten seit Beginn der Proteste Ende Dezember.
Der iranische Oberste Führer Ali Khamenei hat gewarnt, dass jeder US-Angriff auf den Iran das Risiko birgt, einen regionalen Krieg auszulösen. Das Ergebnis der Gespräche am Freitag könnte erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität im Nahen Osten und die globale Sicherheit haben, wobei regionale Mächte, darunter Saudi-Arabien, Ägypten und Israel, die Entwicklungen genau verfolgen.
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