Nissan in Schwierigkeiten: Über 4 Milliarden Dollar Verlust, 20.000 Jobs gestrichen

Nissan kündigt massive Stellenstreichungen und einen Verlust von 4 Milliarden Dollar an, da die derzeitige Unternehmensstruktur nicht tragbar ist und die Verkäufe in wichtigen Märkten sinken. Das Unternehmen kämpft mit verspäteten Hybridinvestitionen und dem Wettbewerb durch günstigere Elektroautos.

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Der japanische Automobilhersteller Nissan streicht weltweit 20.000 Arbeitsplätze, 15 % der Belegschaft. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2024-2025 einen Nettoverlust von 670 Milliarden Yen (über 4 Milliarden Dollar). "Die derzeitige Unternehmensstruktur ist mit unseren aktuellen Einnahmen nicht tragbar", sagte CEO Ivan Espinosa bei der Vorstellung der Jahreszahlen.

Diese Restrukturierung kommt zu bereits angekündigten Maßnahmen hinzu, bei denen Tausende Arbeitsplätze gestrichen und die Produktionskapazität um 20 % reduziert wurden. Es ist die größte Umstrukturierung des Unternehmens seit über 25 Jahren. Nissan, einst Pionier im Bereich Elektrofahrzeuge, hat in Schlüsselmärkten wie China und den USA Marktanteile verloren, da neue Modelle für Verbraucher unattraktiv sind und die Produktionskapazitäten nicht ausgelastet sind.

In den USA sind die Verkäufe seit 2018 um über 40 % gesunken, teilweise aufgrund verspäteter Investitionen in Hybridfahrzeuge. Nissan plant die Einführung seines ersten Hybrids in den USA erst für 2027 und liegt damit hinter Wettbewerbern wie Toyota und Honda zurück. In China verliert Nissan an Boden gegenüber günstigeren, technologisch fortschrittlicheren Elektrofahrzeugen einheimischer Marken.

Die Sparmaßnahmen betreffen auch Europa, wo im Vereinigten Königreich 6.000 Arbeitsplätze gefährdet sind. Lieferketten könnten durch Fabrikschließungen und eingestellte Investitionen gestört werden. Versuche, mit anderen Automobilherstellern zusammenzuarbeiten, darunter eine gescheiterte Fusion mit Honda, haben noch keine Ergebnisse gebracht.

CEO Espinosa, seit letzten Monat im Amt, will Nissan durch schnellere Entscheidungsfindung und eine Erneuerung der Modellpalette wieder auf Kurs bringen. Ohne grundlegende Produktinnovation bleibt das Unternehmen jedoch anfällig für weitere Verluste.

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