Globale Verteidigungsausgaben erreichen Rekord von 2,6 Billionen Dollar im Jahr 2026
Die Welt erlebt einen beispiellosen Anstieg der Militärausgaben, da geopolitische Spannungen Nationen dazu veranlassen, Verteidigungsfähigkeiten zu priorisieren. Im Jahr 2026 werden die globalen Verteidigungsausgaben voraussichtlich 2,6 Billionen Dollar übersteigen, was einen historischen Meilenstein darstellt, der einen bedeutenden Teil des globalen BIP ausmacht. Diese massive Aufrüstung, angetrieben durch andauernde Konflikte und Machtverschiebungen, schafft einen Windfall für Rüstungsunternehmen weltweit. Der globale militärisch-industrielle Komplex profitiert erheblich von diesem Ausgabenboom, wobei Unternehmen in den USA, Europa und Asien von mehrjährigen Beschaffungsverträgen und Modernisierungsinitiativen profitieren.
Was treibt den Verteidigungsausgaben-Boom an?
Mehrere Schlüsselfaktoren führen zu den aktuellen Verteidigungsausgaben. Der anhaltende Konflikt in der Ukraine, Spannungen in der indo-pazifischen Region und neue Sicherheitsbedrohungen haben Nationen veranlasst, ihre militärischen Fähigkeiten neu zu bewerten. Das neue "5%-Versprechen" der NATO hat Europas Haushaltslandschaft grundlegend verändert und Verteidigungsausgaben zu einer Voraussetzung für regionale Stabilität gemacht. Die USA haben die ehrgeizige "Golden Dome"-Raketenabwehrinitiative eingeführt, die 151 Milliarden Dollar für weltraumgestützte Abwehrsysteme vorsieht, die über drei Jahre bis zu 175 Milliarden Dollar kosten könnten. Dies spiegelt einen breiteren Übergang zur "permanenten Kriegswirtschaft" wider, einer strukturellen Veränderung, bei der Verteidigung zu einem stabilen Wachstumssektor wird.
Große Rüstungsunternehmen vor Wachstum
Die weltweit führenden Rüstungsunternehmen verzeichnen Rekordleistungen, da Regierungen langfristige Militärinvestitionen tätigen. Laut jüngsten Daten erzielten die Top 100 Rüstungsunternehmen 2024 einen Rekordumsatz von 679 Milliarden Dollar, wobei amerikanische Firmen dominieren. Fünf der sechs größten Unternehmen sind US-amerikanisch: Lockheed Martin, Northrop Grumman, RTX, Boeing und General Dynamics, neben dem britischen BAE Systems. Diese fünf Spitzenunternehmen allein generierten 214 Milliarden Dollar, etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes.
Lockheed Martin führt mit einer Marktkapitalisierung von 146,4 Milliarden Dollar und einem Rekordauftragsbestand von 194 Milliarden Dollar, hauptsächlich getrieben durch das F-35-Programm und Raketensysteme wie THAAD und HIMARS. Northrop Grumman, bewertet mit 100,1 Milliarden Dollar, konzentriert sich auf Next-Gen-Technologie wie den B-21 Raider und das Sentinel-ICBM-Programm.
Europäische Verteidigungsrenaissance
Europa durchläuft einen dramatischen Wandel bei den Verteidigungsausgaben, mit dem EU-Plan "ReArm Europe" und 800 Milliarden Euro für Verteidigung. Dazu gehören 150 Milliarden Euro Kredite für Luftverteidigung und Artillerie. Europäische Verteidigungsaktien sind gestiegen, da Anleger den Sektor als stabile Wachstumsbranche erkennen.
Wichtige europäische Unternehmen, die profitieren, umfassen BAE Systems (UK), Rheinmetall (Deutschland), Thales (Frankreich), Leonardo (Italien) und Saab (Schweden). Leonardo-CEO Roberto Cingolani betonte kürzlich, dass europäische Rüstungsunternehmen die Zusammenarbeit anführen müssen, um die fragmentierte Verteidigungslandschaft zu adressieren.
Anlageimplikationen und Marktleistung
Verteidigungsaktien haben breitere Marktindizes deutlich übertroffen, mit europäischen Verteidigungsaktien, die seit Januar 2024 um 120% gestiegen sind. Der Sektor bietet stabile Einnahmen durch langfristige Regierungsverträge. Laut Zacks Investment Research gehören zu den Top-5-Verteidigungsaktien für Februar 2026 Woodward, GE Aerospace, ATI Inc., BWX Technologies und Astronics.
Der US-Verteidigungshaushalt 2026 beträgt 892,6 Milliarden Dollar, mit nahezu flachem Wachstum. Der Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses schlug jedoch 925 Milliarden Dollar für das FY2026 National Defense Authorization Act vor, was den Fokus auf Bedrohungen im indo-pazifischen Raum widerspiegelt.
Herausforderungen und Zukunftsausblick
Trotz des positiven Ausblicks sieht sich der Verteidigungssektor mit Arbeitskräftemangel und Lieferkettenengpässen konfrontiert. Der Markt rechnet mit einem jahrzehntelangen Beschaffungszyklus durch Modernisierung und strategische Autonomie.
Die Entstehung der Space-Force-Finanzierung und weltraumgestützter Abwehrsysteme stellt eine neue Front dar. Das Golden-Dome-Programm mit 40,2 Milliarden Dollar für die Space Force, davon 15,7 Milliarden Dollar speziell für Golden Dome, zeigt eine große Expansion der weltraumgestützten Verteidigungsfähigkeiten.
FAQ: Verteidigungsausgaben-Boom 2026
Was ist das Golden-Dome-Raketenabwehrprogramm?
Golden Dome ist eine 151-Milliarden-Dollar-Raketenabwehrinitiative im US-Haushalt 2026, mit weltraumgestützten Sensoren und Abfangraketen, die über drei Jahre bis zu 175 Milliarden Dollar kosten könnten, um vor gegnerischen Mächten zu schützen.
Welche Rüstungsunternehmen performen 2026 am besten?
Lockheed Martin führt mit 146,4 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung und 194 Milliarden Dollar Auftragsbestand, während Northrop Grumman auf Next-Gen-Technologie setzt. Europäische Unternehmen wie Rheinmetall und BAE Systems profitieren von Europas Verteidigungsausgabenboom.
Wie hoch sind die globalen Verteidigungsausgaben 2026?
Globale Verteidigungsausgaben werden 2026 voraussichtlich 2,6 Billionen Dollar übersteigen, mit den USA, die 892,6 Milliarden Dollar bereitstellen, und Europa, das einen 800-Milliarden-Euro-Plan umsetzt.
Warum übertreffen Verteidigungsaktien den Markt?
Verteidigungsaktien bieten stabile Einnahmen aus langfristigen Regierungsverträgen und mehrjährigen Beschaffungsprogrammen, mit Resilienz bei geopolitischen Schocks; europäische Verteidigungsaktien stiegen seit Januar 2024 um 120%.
Was ist das NATO-5%-Versprechen?
Das neue "5%-Versprechen" der NATO ist eine Verpflichtung der Mitgliedstaaten, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, was Europas Haushaltslandschaft grundlegend verändert und Verteidigungsausgaben zur Voraussetzung für regionale Stabilität macht.
Quellen
Financial Content: Bericht zur permanenten Kriegswirtschaft 2026
Reuters: Analyse der globalen Militärausgaben 2024
National Defense Magazine: Projektion von 2,6 Billionen Dollar
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