UN setzt Israel auf schwarze Liste wegen sexueller Gewalt 2025

Die UN hat Israel 2025 erstmals auf die schwarze Liste für sexuelle Gewalt in Konflikten gesetzt, wegen Vorwürfen gegen Sicherheitskräfte. Russland wurde ebenfalls aufgenommen. Israel weist die Vorwürfe zurück.

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Was ist die UN-Schwarze Liste für sexuelle Gewalt in Konflikten?

Die UN-Schwarze Liste ist ein jährlicher Anhang zum Bericht des Generalsekretärs über sexuelle Gewalt in Konflikten, eingerichtet durch Resolution 1888 (2009) des Sicherheitsrats. Sie nennt staatliche und nichtstaatliche Akteure, gegen die glaubwürdige Hinweise auf die Verantwortung für sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten vorliegen.

Wichtigste Ergebnisse des UN-Berichts 2025

Laut Bericht werden israelischen Sicherheitskräften dokumentierte Muster sexueller Gewalt gegen palästinensische Häftlinge in Gaza und im Westjordanland vorgeworfen, darunter Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung, erzwungene Nacktheit und Genitalgewalt. Der Bericht nennt Verstöße in mehreren Haftanstalten und einem Militärstützpunkt im Jahr 2024. Auch Russland wurde erstmals aufgenommen, mit 310 bestätigten Fällen sexueller Gewalt durch seine Streitkräfte gegen Kriegsgefangene und Zivilisten in der Ukraine. Weitere gelistete Gruppen sind Hamas, die Rapid Support Forces (RSF) in Sudan, IS, Al-Qaida im Maghreb sowie bewaffnete Gruppen in Myanmar, Syrien, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo.

Israels Reaktion und Ablehnung

Botschafter Danon bezeichnete die Aufnahme als „politische Kampagne“ gegen Israel und erklärte, Israel habe Beweise vorgelegt und UN-Vertreter zu Untersuchungen eingeladen, die diese jedoch abgelehnt hätten. Menschenrechtsorganisationen weisen jedoch darauf hin, dass Israel den UN-Zugang eingeschränkt hat, unter anderem durch das Verbot der UNRWA und die Begrenzung des Journalistenzugangs.

Frühere Berichte und anhaltende Vorwürfe

Die Vorwürfe sind nicht neu. Im April 2025 veröffentlichte Save the Children einen Bericht über Folter, sexuellen Missbrauch und Hunger palästinensischer Kinder in israelischen Militärgefängnissen. Frühere UN-Berichte dokumentierten ebenfalls sexuelle Gewalt gegen palästinensische Häftlinge. Die israelische Menschenrechtsgruppe Yesh Din sammelte Hunderte Berichte über Fehlverhalten israelischer Soldaten in Gaza im Jahr 2024.

Globaler Anstieg sexueller Gewalt in Konflikten

Der Bericht 2025 verzeichnet einen deutlichen Anstieg bestätigter Fälle weltweit im Vergleich zu 2024. Neben Israel und Russland werden weiterhin Gräueltaten der RSF im Sudan und anderer Gruppen genannt.

Straflosigkeit und fehlende Rechenschaft

Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit langem die mangelnde Rechenschaftspflicht. Ein prominenter Fall betraf neun israelische Soldaten, die der Vergewaltigung im Sde-Teiman-Haftlager beschuldigt wurden. Die Soldaten wurden freigesprochen; die zuständige Generalin wurde entlassen.

Was bedeutet die Aufnahme auf die schwarze Liste?

Die Aufnahme ist ein diplomatisches Instrument, um Druck auf Konfliktparteien auszuüben. Sie kann das internationale Ansehen, den Zugang zu UN-Programmen und die bilateralen Beziehungen beeinträchtigen. Für Israel verstärkt sie die wachsende internationale Isolation.

FAQ

Warum wurde Israel auf die UN-Schwarze Liste gesetzt?

Wegen dokumentierter Muster sexueller Gewalt durch seine Sicherheitskräfte gegen palästinensische Häftlinge, wie im UN-Bericht 2025 beschrieben.

Was sind die Konsequenzen der Listung?

Es gibt keine automatischen Sanktionen, aber die Listung dient als diplomatischer Druck und kann den Ruf und die Beziehungen eines Landes beeinträchtigen.

Ist Russland ebenfalls auf der Liste?

Ja, Russland wurde erstmals 2025 wegen 310 bestätigten Fällen sexueller Gewalt in der Ukraine aufgenommen.

Wurde Israel bereits früher beschuldigt?

Ja, mehrere Berichte von Save the Children, der UN und israelischen Gruppen wie Yesh Din dokumentierten sexuelle Gewalt gegen Palästinenser in den Vorjahren.

Hat die UN die Vorwürfe gegen Hamas bestätigt?

Der Bericht enthält Vorwürfe gegen Hamas wegen sexueller Gewalt während des Angriffs vom 7. Oktober 2023, viele Details konnten aufgrund von Zugangsbeschränkungen nicht unabhängig verifiziert werden.

Quellen

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