Was ist Trumps Friedensrat?
Am 19. Februar 2026 hielt Präsident Donald Trumps umstrittener Friedensrat seine erste Sitzung in Washington ab und sicherte 7 Milliarden Dollar Wiederaufbauhilfe für Gaza sowie Verpflichtungen für eine internationale Sicherheitstruppe. Die Initiative, die von europäischen Verbündeten als potenzielle UN-Konkurrenz kritisiert wird, brachte Vertreter aus über 20 Ländern zusammen.
Gaza-Wiederaufbaufinanzierung: 7 Mrd. $ zugesagt
Neun Mitgliedsländer verpflichteten sich zu insgesamt 7 Milliarden Dollar (etwa 6 Milliarden Euro) für den Gaza-Wiederaufbau. Die USA stellten zusätzlich 10 Milliarden Dollar für allgemeine Operationen bereit. Die 7 Milliarden Dollar decken jedoch nur etwa 10 % des geschätzten Bedarfs von 70 Milliarden Dollar. Laut UN-Entwicklungsprogramm wurden 84 % der Infrastruktur in Gaza zerstört, mit 92 % Schäden in Gaza-Stadt. Der UN Gaza-Wiederaufbauplan fordert sofort 20 Milliarden Dollar über drei Jahre.
Verpflichtungen für internationale Sicherheitstruppe
Fünf Nationen sagten Truppen für eine Internationale Stabilisierungstruppe (ISF) zu: Indonesien mit 8.000 Personal, sowie Marokko, Kasachstan, Kosovo und Albanien. Ägypten und Jordanien bieten Ausbildung für 12.000 palästinensische Polizisten an. Generalmajor Jeffers betonte den dualen Ansatz von Sicherheit und Wiederaufbau.
Kontroverse und Kritik
Deutschland und Frankreich, die nur als Beobachter teilnahmen, kritisieren den Friedensrat als parallele Struktur zu den UN. Bedenken gibt es bezüglich Trumps lebenslanger Vorsitz und der 1 Milliarde Dollar Gebühr für dauerhafte Mitgliedschaft. Europäische Diplomaten fürchten eine Schwächung etablierter Institutionen, was die transatlantischen diplomatischen Beziehungen belastet.
Operative Details und Zeitplan
Die Internationale Stabilisierungstruppe soll zwischen April und Juni 2026 einsatzbereit sein, beginnend in Rafah im Süden Gazas. Der Mandat umfasst Sicherung von Grenzgebieten, Schutz humanitärer Korridore und Unterstützung des schrittweisen Abzugs israelischer Streitkräfte. Der Wiederaufbau konzentriert sich zunächst auf Rafah, wo innerhalb von drei Jahren 100.000 Häuser gebaut werden sollen, ähnlich einer 'Neuen Gaza'-Vision.
Regionale und globale Implikationen
Der Friedensrat markiert eine Verschiebung in der Nahost-Diplomatie, mit Golfstaaten in führenden Rollen. Die Einbeziehung muslimischer Mehrheitsnationen soll regionale Legitimität bieten, doch es gibt Kritik an fehlender palästinensischer Vertretung. Die humanitäre Lage in Gaza bleibt kritisch: 2 Millionen Vertriebene, über 600 Tote seit Waffenruhe Oktober 2025, nur 560 Tonnen Nahrung täglich und 61 Millionen Tonnen Schutt.
FAQ: Trumps Friedensrat und Gaza-Wiederaufbau
Was ist der Friedensrat?
Der Friedensrat ist Trumps diplomatische Initiative von 2026 zur Bewältigung internationaler Konflikte, beginnend mit Gaza-Wiederaufbau.
Wie viel Geld wurde für Gaza zugesagt?
Neun Länder haben 7 Mrd. $ für Gaza spezifisch zugesagt, die USA weitere 10 Mrd. $ für den Rat. Dies deckt 10 % des 70-Mrd.-$-Bedarfs.
Welche Länder schicken Truppen nach Gaza?
Indonesien (8.000 Truppen), Marokko, Kasachstan, Kosovo und Albanien haben Personal für die ISF zugesagt. Ägypten und Jordanien bieten Polizeiausbildung.
Warum ist der Friedensrat umstritten?
Europäische Verbündete kritisieren ihn als UN-Konkurrenz, Trumps lebenslangen Vorsitz und die 1-Mrd.-$-Mitgliedsgebühr, sowie fehlende palästinensische Vertretung.
Wann beginnt der Wiederaufbau?
Erste Sicherheitseinsätze sind für April-Juni 2026 geplant, mit Wiederaufbau in Rafah. Der vollständige Wiederaufbau wird Jahre dauern.
Quellen
PBS NewsHour-Bericht über Friedensratsitzung
UN-Schätzungen zu Gaza-Wiederaufbaukosten
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