Belgischer YouTuber muss Video mit Namen eines verurteilten Studenten löschen

Der belgische YouTuber Acid muss ein Video löschen, in dem er den Namen eines verurteilten Studenten nennt, und darf drei Monate lang nichts online posten. Der Fall folgt auf Empörung über ein mildes Urteil in einem Vergewaltigungsfall.

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Der flämische YouTuber Nathan Vandergunst, bekannt als Acid, wurde vorübergehend von Online-Posts gesperrt und muss ein Video löschen, in dem er den Namen eines verurteilten Studenten preisgibt. Dies bestätigte sein Anwalt dem flämischen Sender VRT.

In dem Video teilt Acid Daten eines 24-jährigen Medizinstudenten aus Löwen, der kürzlich wegen Vergewaltigung verurteilt, aber nicht bestraft wurde. Der Richter bezeichnete den Studenten als 'talentiert und engagiert' und befürchtete, eine Haftstrafe würde ihn 'gesellschaftlich destabilisieren'.

Das Urteil löste Empörung aus, was zur massenhaften Verbreitung der persönlichen Daten des Täters führte. Acids Video zeigt mehrfach den Namen und die Kontaktdaten des Studenten, mit der Bemerkung, der Täter käme bei ihm nicht so leicht davon wie vor Gericht.

Während der Ermittlungen durchsuchte die Police Vandergunsts Wohnung und beschlagnahmte einen Computer. Er wurde verhört und unter Auflagen freigelassen, darunter ein dreimonatiges Online-Post-Verbot und die Löschung des Videos.

Vandergunst hatte bereits eine Bewährungsstrafe für die Veröffentlichung von Namen im Fall Sanda Dia erhalten. Er erklärte sich bereit, die Konsequenzen zu tragen, um die Wahrheit aufzudecken.

Das Video, über 600.000 Mal aufgerufen, ist noch online, wird aber heute entfernt, so sein Anwalt.

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