E. Jean Carroll erhält 5,6 Millionen Dollar von Donald Trump
Präsident Donald Trump hat der Schriftstellerin E. Jean Carroll 5,6 Millionen Dollar Schadenersatz gezahlt, nachdem eine Jury ihn wegen sexuellen Missbrauchs in den 1990er Jahren und Verleumdung haftbar gemacht hatte. Die Zahlung, einschließlich Nachzins, wurde am 9. Juli 2026 ausgezahlt und beendet einen jahrelangen Rechtsstreit. Carroll, 82, bestätigte die Zahlung mit dem Satz 'The eagle has landed' und signalisierte damit, dass Gerechtigkeit gesiegt habe.
Der Fall geht auf einen Vorfall Mitte der 1990er Jahre zurück, als Trump Carroll angeblich in einer Umkleidekabine des Luxuskaufhauses Bergdorf Goodman in New York sexuell missbraucht haben soll. Carroll, damals Kolumnistin für Elle, schwieg jahrzehntelang, bis sie 2019 ihre Memoiren veröffentlichte. Trump bestritt die Vorwürfe und bezeichnete Carrolls Geschichte als erfunden.
Hintergrund des Falles
Carroll reichte ihre erste Klage 2019 nach dem New Yorker Adult Survivors Act ein. Im Mai 2023 sprach ein Bundesgericht Carroll 5 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil, und der Oberste Gerichtshof lehnte es im Juni 2026 ab, den Fall zu verhandeln. Daraufhin ordnete Richter Lewis Kaplan die Freigabe der Gelder an. Die Gesamtsumme belief sich auf 5.625.005,48 Dollar.
Carrolls Reaktion und Pläne
Carrolls Anwältin Roberta Kaplan bestätigte den Zahlungseingang. Carroll selbst feierte den Erfolg auf sozialen Medien mit dem Satz 'The eagle has landed'. Sie erklärte, das Geld für ihren Ruhestand zu verwenden. In einer Stellungnahme sagte Carroll, der Fall sei 'nicht nur für mich, sondern für jede Frau, die gelitten hat, weil man ihr nicht geglaubt hat'.
Fortlaufende Rechtsstreitigkeiten um 83,3-Millionen-Urteil
Während die 5,6 Millionen Dollar die erste Klage beenden, legt Trump weiterhin Berufung gegen ein separates Verleumdungsurteil über 83,3 Millionen Dollar aus Januar 2024 ein. Der Fall entstand, nachdem Trumps Aussagen die Juryfeststellungen leugneten. Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil im April 2026. Trump signalisierte, dass er beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen werde, unter Berufung auf Präsidentenimmunitätsansprüche. Trumps Anwaltsteam erwägt, die gezahlten 5,6 Millionen Dollar zurückzufordern, doch Rechtsexperten halten dies für unwahrscheinlich.
Auswirkungen und Bedeutung
Die Zahlung markiert einen seltenen Fall, in dem ein amtierender US-Präsident finanziell für sexuelles Fehlverhalten haftbar gemacht wurde. Obwohl der Betrag im Vergleich zu Trumps Vermögen gering ist, ist die rechtliche und symbolische Bedeutung erheblich. Der Fall hat auch das Gesetz zum Schutz erwachsener Überlebender und Reformen der Verjährungsfristen ins Rampenlicht gerückt, das vielen Opfern half, Gerechtigkeit für Jahrzehnte alte Übergriffe zu suchen.
FAQ: Trump und E. Jean Carroll Fall
Was hat Trump an E. Jean Carroll gezahlt?
Trump zahlte 5.625.005,48 Dollar, bestehend aus dem Schadenersatz von 5 Millionen Dollar plus Zinsen, aus dem Urteil von 2023 wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung.
Warum musste Trump zahlen?
Ein Bundesgericht stellte Trump für den sexuellen Missbrauch von Carroll in den 1990er Jahren und seine Verleumdung haftbar. Nachdem alle Rechtsmittel ausgeschöpft waren, ordnete ein Richter die Auszahlung an.
Legt Trump weiterhin gegen das 83,3-Millionen-Urteil Berufung ein?
Ja. Das Urteil von Januar 2024 ist noch nicht rechtskräftig. Trump argumentiert mit Präsidentenimmunität und überhöhten Schäden, aber ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil im April 2026.
Was wird Carroll mit dem Geld tun?
Carroll erklärte, sie werde die 5,6 Millionen Dollar für ihren Ruhestand verwenden und auf einem verzinsten Konto anlegen, während die Berufungsverfahren fortgesetzt werden.
Bedeutet dies, dass Trump strafrechtlich verurteilt wurde?
Nein. Es handelte sich um ein Zivilverfahren, nicht um eine Strafverfolgung. Die Jury stellte Trumps Haftbarkeit für sexuellen Missbrauch und Verleumdung fest, aber es gibt keine strafrechtlichen Konsequenzen.
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