Android beta Play Store App testen

Ghana verabschiedet Anti-LGBTQ-Gesetz: bis 10 Jahre Haft

Ghanas Parlament verabschiedet Anti-LGBTQ-Gesetz mit bis zu 10 Jahren Haft. Präsident Mahama wird unterzeichnen. Menschenrechtsgruppen kritisieren.

Ghana verabschiedet Anti-LGBTQ-Gesetz: bis 10 Jahre Haft
Facebook X LinkedIn Bluesky WhatsApp
de flag en flag es flag fr flag nl flag pt flag

Ghana's Parlament verabschiedet umfassendes Anti-LGBTQ-Gesetz

Ghanas Parlament hat am 29. Mai 2026 ein strenges Anti-LGBTQ-Gesetz verabschiedet, das bis zu drei Jahren Haft für die Identifikation als LGBTQ und bis zu zehn Jahren für die Förderung oder Unterstützung von LGBTQ-Aktivitäten vorsieht. Das Gesetz wartet nun auf die Unterschrift von Präsident John Dramani Mahama, der seine Unterstützung signalisiert hat. Menschenrechtsgruppen verurteilen das Gesetz als schweren Verstoß gegen Grundrechte.

Wichtige Bestimmungen des neuen Gesetzes

Das Gesetz kriminalisiert die LGBTQ-Identität (bis zu 3 Jahre), verbietet Förderung und Unterstützung (bis zu 10 Jahre), führt eine Meldepflicht ein, erzwingt die Auflösung von LGBTQ-Organisationen und macht Eltern, Lehrer, Journalisten und Gesundheitspersonal strafbar. Zudem wird geschlechtsangleichende Gesundheitsversorgung verboten. Die kolonialen Sodomiegesetze Ghanas werden damit deutlich verschärft.

Politischer und sozialer Kontext

Präsident Mahama will das Gesetz unterzeichnen, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Nana Akufo-Addo, der die Version von 2024 nach rechtlichen Anfechtungen auslaufen ließ. Religiöse Führer wie die katholische Bischofskonferenz und der Nationale Imam unterstützen das Gesetz, während die Kommission für Menschenrechte und Verwaltungsjustiz vor Grundrechtsverletzungen warnt.

Wachsende Welle von Anti-LGBTQ-Gesetzen in Afrika

Mehr als 30 afrikanische Länder kriminalisieren gleichgeschlechtliche Handlungen. Uganda, Mauretanien und Somalia drohen mit der Todesstrafe, Senegal erhöhte auf zehn Jahre. Burkina Faso erwägt ähnliche Gesetze. Internationale Organisationen und westliche Regierungen zeigen sich besorgt.

Menschenrechtsbedenken und internationale Reaktion

Human Rights Watch verurteilt das Gesetz als "schwere Grundrechtsverletzung und zunehmende Diskriminierung sexueller Minderheiten". Die Organisation warnt, dass das Gesetz "Empathie kriminalisiert und alle Bürger zur Anzeige von Verdächtigen zwingt". Ghanas Finanzminister warnte vor Milliardenverlusten an internationalen Hilfen. Die Reaktion der Europäischen Union auf Anti-LGBTQ-Gesetze in Afrika hat bereits zu reduzierter Zusammenarbeit geführt.

Wie geht es weiter?

Das Gesetz geht nun an Präsident Mahama zur Unterzeichnung. Nach Inkrafttreten haben LGBTQ-Organisationen 90 Tage Zeit, sich aufzulösen. Juristische Anfechtungen werden erwartet, aber der Oberste Gerichtshof wies bereits Klagen gegen die Version von 2024 ab.

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das ghanaische Anti-LGBTQ-Gesetz?

Es kriminalisiert die LGBTQ-Identität (bis zu 3 Jahre Haft) und die Förderung von LGBTQ-Aktivitäten (bis zu 10 Jahre). Bürger müssen Verdachtsfälle melden, und LGBTQ-Organisationen müssen sich auflösen.

Wird Präsident Mahama das Gesetz unterzeichnen?

Ja, er hat öffentlich seine Unterstützung erklärt und wird es voraussichtlich unterzeichnen, anders als sein Vorgänger, der die Version von 2024 auslaufen ließ.

Wie ist die Situation im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern?

Über 30 Länder kriminalisieren gleichgeschlechtliche Handlungen. Uganda, Mauretanien und Somalia drohen mit Todesstrafe. Ghanas Gesetz gehört zu den strengsten in Westafrika.

Wie reagiert die internationale Gemeinschaft?

Human Rights Watch und andere Organisationen verurteilen das Gesetz. Ghanas Finanzminister warnte vor Milliardenverlusten. EU und USA haben die Zusammenarbeit mit ähnlichen Ländern bereits reduziert.

Kann das Gesetz vor Gericht angefochten werden?

Juristische Anfechtungen sind zu erwarten, aber der Oberste Gerichtshof wies bereits Klagen gegen die Version von 2024 ab, was eine erfolgreiche Anfechtung unwahrscheinlich macht.

Quellen

Dieser Artikel basiert auf Berichten von NOS, Human Rights Watch, Associated Press und Modern Ghana. Siehe auch Human Rights Watchs Analyse und Modern Ghanas Berichterstattung.

Verwandt

Neues US-Gesetz bietet stärkeren Schutz gegen Deepfakes und Rachepornos
Technologie
AI relevance 88.9%

Neues US-Gesetz bietet stärkeren Schutz gegen Deepfakes und Rachepornos

Die USA haben ein neues Gesetz verabschiedet, um Deepfakes und Rachepornos zu bekämpfen, mit strengeren Strafen und...

Höhere Strafe für IKON-Mord: 30 Jahre Haft für Ex-Militärs
Verbrechen
AI relevance 83.3%

Höhere Strafe für IKON-Mord: 30 Jahre Haft für Ex-Militärs

Drei Ex-Militärs erhalten 30 Jahre Haft für Mord an niederländischen Journalisten 1982 nach Urteilsanpassung....

Dänemarks umstrittenes 'Ghetto-Gesetz' im Test
Politik
AI relevance 77.8%

Dänemarks umstrittenes 'Ghetto-Gesetz' im Test

Dänemarks 'Ghetto-Gesetz' zwingt Bewohner aus Problemvierteln zum Auszug und löst juristische Kämpfe aus.

Malaysisches Anti-Mobbing-Gesetz auf Dezember 2025 verschoben
Politik
AI relevance 72.2%

Malaysisches Anti-Mobbing-Gesetz auf Dezember 2025 verschoben

Malaysisches Anti-Mobbing-Tribunal-Gesetz wegen Haushaltsprioritäten auf Dezember 2025 verschoben, ermöglicht...

Todesstrafe in Israel: Kontroverse Knesset-Abstimmung 2026
Politik
AI relevance 66.7%

Todesstrafe in Israel: Kontroverse Knesset-Abstimmung 2026

Israels Knesset verabschiedete im März 2026 ein umstrittenes Todesstrafengesetz gegen Palästinenser. Die...