Franzose gesteht Mord an Ehefrau nach Jahren des Leugnens
Cédric Jubillar, der 38-jährige Franzose, der 2025 wegen Mordes an seiner Frau Delphine verurteilt wurde, hat aus der Haft ein Geständnis abgelegt und zugesagt, den Fundort ihrer Leiche zu verraten. Dies gab sein Anwalt am 6. Juli 2026 bekannt. Der Fall, der Frankreich über fünf Jahre lang beschäftigte, nahm eine dramatische Wende, als Jubillar einen handgeschriebenen Brief aus seiner Zelle schrieb, in dem er die Verantwortung für Delphines Tod übernahm und Kooperation mit den Behörden versprach.
Hintergrund: Das Verschwinden von Delphine Jubillar
Delphine Jubillar verschwand in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 aus dem Familienhaus in Cagnac-les-Mines im Süden Frankreichs. Die Ehe war unglücklich; Delphine hatte die Scheidung beantragt. Jubillar, ein Maler und Trockenbauer, wurde im Juni 2021 festgenommen und angeklagt. Trotz intensiver Ermittlungen blieb die Leiche unauffindbar. Der Fall des Verschwindens von Delphine Jubillar erregte nationale Aufmerksamkeit.
Das Geständnis: Ein handgeschriebener Brief aus dem Gefängnis
Laut Anwalt Pierre Debuisson schrieb Jubillar einen Brief, in dem er einräumte, Delphine während eines Ehestreits getötet zu haben. Der Tod sei durch ‚übermäßige Gewalt‘ bei einem ‚ehelichen Konflikt‘ eingetreten. Jubillar gab an, die Leiche mit dem Auto transportiert und versteckt zu haben, um seine Kinder zu schützen. ‚Er hat uns gesagt, dass es überhaupt kein Mord war‘, so Debuisson. Das Geständnis, nur zwei Monate vor der geplanten Berufungsverhandlung, bedeutet eine vollständige Kehrtwende.
Rechtliche Auswirkungen des Geständnisses
Nach französischem Recht kann vorsätzlicher Mord (Femizid) mit lebenslanger Haft bestraft werden, während ‚tödliche Gewalt ohne Tötungsabsicht‘ maximal 20 Jahre vorsieht. Jubillars Verteidigung plädiert auf das mildere Delikt. Die Berufungsverhandlung, ursprünglich für den 21. September 2026 angesetzt, wird sich vermutlich verzögern. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen von Mordprozessen ohne Leiche im französischen Justizsystem.
Auswirkungen: Ein Fall, der Frankreich erschütterte
Der Fall Jubillar war einer der meistverfolgten Kriminalfälle Frankreichs, unter anderem wegen des Fehlens einer Leiche. Die französische Femizidrate ist hoch: 118 Frauen wurden 2022 durch Intimpartner getötet. Die Femizidkrise in Frankreich hat Gesetzesänderungen ausgelöst. Das Geständnis bringt eine gewisse Auflösung für die Familie und die Öffentlichkeit.
FAQ
Wer ist Cédric Jubillar?
Ein 38-jähriger Franzose, verurteilt 2025 wegen Mordes an seiner Frau, der kürzlich gestanden hat.
Was geschah mit Delphine Jubillar?
Sie verschwand in der Nacht vom 15. Dezember 2020. Ihre Leiche wurde nie gefunden.
Warum gestand Jubillar jetzt?
Er schrieb einen Brief aus der Haft und gab an, er hätte früher gestanden, wäre er nicht in Einzelhaft gewesen.
Wird er den Leichenort verraten?
Ja, er hat zugesagt, die Behörden zur Leiche zu führen.
Was ist der Unterschied zwischen Mord und tödlicher Gewalt?
Mord kann lebenslange Haft bedeuten, tödliche Gewalt ohne Tötungsabsicht maximal 20 Jahre.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichten von BFMTV, BBC News, France 24, Le Monde und CBS News.
Follow Discussion