Yoko Onos Markenrechtsstreit stoppt französischen John Lemon-Bier-Verkauf
Eine kleine Craft-Brauerei in der Bretagne, Frankreich, wurde angewiesen, den Verkauf ihres beliebten Spezialbiers 'John Lemon' einzustellen, nachdem Yoko Ono, die Witwe von Beatles-Legende John Lennon, eine Beschwerde wegen Markenrechtsverletzung eingereicht hatte. Das Zitronen-Ingwer-Bier der Brauerei L'Imprimerie in Bannalec war fünf Jahre lang ohne Probleme verkauft worden. Das Etikett zeigte eine Karikatur von Lennon mit Zitronenscheiben-Brille und den Slogan 'Get Bock' – eine Anspielung auf den Beatles-Hit 'Get Back'. Brauer Aurélien Picard, der den Betrieb mit nur zwei Angestellten führt, sagte: 'Es war nur ein Scherz, ein Etikett, um die Leute zum Lächeln zu bringen. Wir haben viele Biere mit Wortspielen über Prominentennamen und hatten nie Probleme.'
Hintergrund: Schutz von John Lennons Vermächtnis
Yoko Ono schützt seit Jahrzehnten den Namen ihres Mannes. John Lennon, der 1980 in New York erschossen wurde, bleibt einer der ikonischsten Musiker. Ono, heute 93, ließ die Marke 'John Lemon' vor zehn Jahren registrieren, um die kommerzielle Nutzung des Wortspiels zu verhindern. Bereits 2017 zwang sie eine polnische Limonadenmarke zur Umbenennung. Der Schutz von Prominentenmarken ist ein wachsendes Rechtsgebiet.
Rechtliches Ultimatum und Verhandlungen
Picard erhielt ein Schreiben von Onos Anwälten, das die sofortige Einstellung des Verkaufs forderte, bei Strafe von 100.000 € sofort plus 1.500 € pro Tag bis zur Einstellung. Nach Verhandlungen darf er den Restbestand von etwa 5.000 Flaschen bis zum 1. Juli 2026 verkaufen. Picard berichtete: 'Die Leute kommen aus der ganzen Bretagne, um eine Flasche zu kaufen. Es ist zu einem Sammlerstück geworden.'
Vergleich zu früheren Fällen
Ähnliche Fälle sind der Streit um John Lemon-Limonade in Polen (2017) und die Klage des Sängers Heino gegen die AfD (2025). Die Rechtsstreitigkeiten um Namensrechte von Prominenten verdeutlichen die Spannung zwischen freier Äußerung und geistigem Eigentum.
| Fall | Jahr | Ergebnis |
|---|---|---|
| John Lemon-Bier (Frankreich) | 2026 | Verkauf verboten bis 1. Juli |
| John Lemon-Limonade (Polen) | 2017 | Umbenennung erzwungen |
| Heino vs. AfD (Deutschland) | 2025 | Klage eingereicht |
Wie geht es für den Brauer weiter?
Picard plant, das Bier in 'Jaune Lemon' umzubenennen – 'jaune' ist Französisch für 'gelb' und spielt auf den Zitronengeschmack an, ohne Lennons Namen direkt zu imitieren. Er glaubt, dass dieser Name keine rechtlichen Probleme verursachen wird. Der Fall hat internationale Aufmerksamkeit erregt und zeigt die Auswirkungen von geistigem Eigentum auf kleine Unternehmen.
FAQ
Warum hat Yoko Ono Einwände erhoben?
Sie argumentierte, dass Name und Etikett eine Marke verletzen, die sie registriert hatte, um John Lennons Namen vor kommerzieller Nutzung und Spott zu schützen.
Wie hoch war die angedrohte Strafe?
100.000 € sofort plus 1.500 € pro Tag bis zur Einstellung des Verkaufs.
Kann das Bier noch gekauft werden?
Ja, der Restbestand von rund 5.000 Flaschen ist bis zum 1. Juli 2026 erhältlich.
Gab es ähnliche Fälle?
Ja, 2017 zwang Yoko Ono eine polnische Limonadenmarke zur Umbenennung.
Was macht der Brauer jetzt?
Umbenennung in 'Jaune Lemon', um rechtliche Probleme zu vermeiden.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichten von NOS, The Guardian und BritBrief. Original: NOS.
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