Odido-Datenleck: 680K Datensätze geleakt, Lösegeld verweigert

Odido verweigert Lösegeldzahlung: ShinyHunters-Hacker veröffentlichen 680.000 Kundendatensätze in großem niederländischen Datenleck. 6,2+ Mio. Konten mit sensiblen Daten kompromittiert.

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Was ist das Odido-Datenleck?

Der niederländische Telekommunikationsriese Odido hat ein massives Datenleck erlitten, bei dem ShinyHunters-Hacker 680.000 Kundendatensätze im Dark Web veröffentlichten, nachdem Lösegeldforderungen abgelehnt wurden. Der Angriff Anfang Februar 2026 kompromittierte sensible Daten von Millionen Kunden und markiert eine Eskalation von Ransomware-Angriffen auf europäische Anbieter.

Hintergrund: Die ShinyHunters Cybercrime-Gruppe

ShinyHunters nutzt Vishing-Taktiken, um Mitarbeiterzugänge zu stehlen. Die Gruppe, aktiv seit 2020, hat über 90 Angriffe auf große Unternehmen durchgeführt und bietet Ransomware-as-a-Service an. 'ShinyHunters zielt auf finanzielle Gewinne und Rufschädigung ab,' sagt Expertin Maria Rodriguez. 2026 kompromittierte sie über 50 Millionen Datensätze durch Voice-Phishing, wobei Unternehmen wie Google und Cisco betroffen waren.

Die Odido-Angriffschronologie und -Umfang

Erstes Eindringen und Datenkompromittierung

Hacker drangen im Februar 2026 in Odidos CRM-System ein und stahlen persönliche Informationen von bis zu 8 Millionen Kunden, laut Angreifern. Odido schätzt 6,2 Millionen Betroffene. Gestohlene Daten umfassen: Namen, Adressen, E-Mails, Telefonnummern, IBANs (ca. 275.000), Reisepass- und Führerscheindaten, Geburtsdaten und interne Notizen. Odido bemerkte das Leck erst, als es öffentlich wurde, und Kundendaten wurden länger als die zweijährige Aufbewahrungsfrist gespeichert.

Lösegeldforderungen und Ultimatum

ShinyHunters gab Odido bis zum 26. Februar 2026 Zeit, einen siebenstelligen Betrag (bis zu 1 Million Euro) zu zahlen, und drohte mit der Veröffentlichung aller Daten. Die Hacker haben bereits Daten von 680.000 Kunden veröffentlicht. Der Angriff erfolgte durch Phishing auf Kundendienstmitarbeiterkonten.

Unternehmensreaktion und Cybersicherheitsimplikationen

Odidos Entscheidung gegen Lösegeldzahlung

Odidos Weigerung, Lösegeld zu zahlen, folgt Best Practices. Ransomware war 2025 in 44% der Verletzungen präsent, mit einem Anstieg von 34%. Die durchschnittliche Lösegeldzahlung sank von 2 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 1 Million im Jahr 2025. Odido hat Cybersicherheitsexperten eingeschaltet und die niederländische Datenschutzbehörde benachrichtigt. Das Unternehmen drohen GDPR-Strafen, Zivilklagen und Rufschaden.

Auswirkungen auf Kunden und Sicherheitsempfehlungen

Betroffene Kunden sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Experten empfehlen: Überwachung von Bankkonten, Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, Vorsicht bei Phishing-Versuchen, Erwägung von Kreditsperren und Änderung von Passwörtern. Der Vorfall ähnelt dem PowerSchool-Datenleck 2025, das 62 Millionen Studenten betraf, und hebt systemische Schwachstellen hervor.

Breitere Cybersicherheitstrends und Branchenauswirkungen

Das Odido-Leck zeigt eine Eskalation von Ransomware-Taktiken mit dreifacher Erpressung. Die Telekommunikationsbranche ist ein Hauptziel. Experten für Ransomware-Verteidigungsstrategien bemerken, dass Supply-Chain-Angriffe zunehmen. Laut dem GRIT 2026 Ransomware and Cyber Threat Report hat Ransomware-as-a-Service Angriffe demokratisiert. Angreifer nutzen generative KI für Phishing. Der Gesundheitssektor verzeichnete 2024 238 Ransomware-Bedrohungen mit Ausfallkosten von 1,9 Millionen US-Dollar pro Tag. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung stärkerer Verifizierung und Schulung. Im Gegensatz zu traditionellen Cloud-Sicherheitslücken stellt stimmbasiertes Social Engineering eine wachsende Bedrohung dar.

Häufig gestellte Fragen

Welche Daten wurden im Odido-Leck gestohlen?

Gestohlene Daten umfassen Namen, Adressen, E-Mails, Telefonnummern, IBANs, Reisepass- und Führerscheindaten, Geburtsdaten und interne Notizen.

Sollten Unternehmen Lösegeldforderungen zahlen?

Experten raten generell davon ab, da Zahlungen keine Garantie für Datenschutz bieten und weitere Angriffe fördern können.

Wie können betroffene Kunden sich schützen?

Konten überwachen, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, auf Phishing achten, Kreditsperren erwägen und Passwörter ändern.

Was ist ShinyHunters und wie operieren sie?

ShinyHunters ist eine Cybercrime-Gruppe, die Vishing nutzt, um Mitarbeiterzugänge zu stehlen. 2026 kompromittierten sie über 50 Millionen Datensätze.

Was sind die GDPR-Implikationen für Odido?

Odido drohen GDPR-Strafen, da möglicherweise unzureichende Sicherheitsmaßnahmen aufrechterhalten wurden, mit Strafen in Millionenhöhe.

Quellen

NL Times: Hacker veröffentlichen 680.000 Odido-Kundendatensätze
CyberNews: ShinyHunters bedroht Odido mit Datenleck
The Independent: ShinyHunters Cyberangriff-Profil
TechTarget: 2026 Ransomware-Trends und Statistiken
Wikipedia: Odido Unternehmensprofil

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