Was geschah am Flughafen Berlin Brandenburg?
Laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) wurde gegen 20:00 Uhr Ortszeit eine Drohne nahe der Nordbahn gemeldet. Die DFS sperrte zuerst die Nordbahn und weitete die Sperrung um 20:20 Uhr auf die Südbahn aus; alle Starts und Landungen wurden gestoppt. Um 21:05 Uhr nahm der Flughafen den Betrieb wieder auf – der Luftraum war rund 45 Minuten gesperrt.
Ein ZDF-Journalist war an Bord eines Flugs von Frankfurt nach Berlin, der nach Dresden umgeleitet wurde. Die Sperrung der Start- und Landebahnen am BER zwang sechs weitere Maschinen zur Ausweichlandung. Niemand wurde verletzt, kein Flugzeug beschädigt.
Wie oft stören Drohnensichtungen den Berliner Flughafen?
Daten der Nachrichtenagentur dpa zeigen: Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden am BER 28 Drohnensichtungen registriert – mehr als an jedem anderen deutschen Flughafen. Sie erzwangen sieben vorübergehende Aussetzungen des Flugbetriebs. Im gesamten Jahr 2025 waren es nur acht.
| Kennzahl | BER | Frankfurt (FRA) |
|---|---|---|
| Drohnensichtungen H1 2026 | 28 | 27 |
| Betriebsunterbrechungen H1 2026 | 7 | k. A. |
| Drohnensichtungen 2025 | 8 | nicht vergleichbar |
Warum sind Drohnensichtungen ein wachsendes Sicherheitsrisiko?
Der Berliner Vorfall reiht sich in ein europäisches Muster ein: Auch in Luxemburg, Vilnius und München kam es zu drohnenbedingten Unterbrechungen. Im August 2026 eskalierte die Lage, als am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff nahe einer ukrainischen An-124 gefunden wurde. Am 1. September 2026 beschuldigte die Bundesregierung Russland offiziell eines Sabotageversuchs – Moskau bestreitet dies.
Deutsches Recht verbietet Drohnen im Umkreis von 1,5 Kilometern um Start- und Landeflächen; Verstöße können mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Die Bundespolizei setzt seit diesem Jahr Drohnenerkennungssysteme an Flughäfen ein. Experten für Abwehrsysteme gegen Drohnen an Flughäfen führen die Zunahme sowohl auf mehr Drohnen als auch auf bessere Erkennung zurück.
Welche Folgen hat das für Passagiere?
Da die Sperrung weniger als eine Stunde dauerte, kam es überwiegend zu Verspätungen statt Ausfällen. Umgeleitete Flüge kosteten Besatzungen und Reisende zusätzliche Zeit, und Airlines drohen Mehrkosten für Treibstoff, Dienstzeiten und Passagierbetreuung. Das europäische Muster drohnenbedingter Flughafenunterbrechungen veranlasst Versicherer laut Branchenberichten zudem, Prämien zu überprüfen.
FAQ
Was löste die Schließung am 23. September 2026 aus?
Eine Drohnensichtung nahe der Bahnen gegen 20:00 Uhr veranlasste die DFS, erst die Nord- und dann die Südbahn zu sperren – rund 45 Minuten Stillstand.
Wie viele Flüge wurden umgeleitet?
Mindestens sieben Maschinen, darunter der Flug eines ZDF-Journalisten von Frankfurt nach Berlin, der in Dresden landete.
Ist der BER der am stärksten betroffene deutsche Flughafen?
Ja. 28 Drohnensichtungen im ersten Halbjahr 2026 bedeuten den Spitzenwert in Deutschland, mit sieben Betriebsunterbrechungen.
Welche Strafe droht beim Flug einer Drohne nahe einem deutschen Flughafen?
Drohnen sind im Umkreis von 1,5 km um Start- und Landeflächen verboten; Verstöße können bis zu zehn Jahre Haft nach sich ziehen.
Warum nehmen die Sichtungen zu?
Es sind mehr Drohnen im Umlauf, und die Erkennungstechnik ist besser. Sicherheitsbehörden prüfen zudem mögliche Sabotageversuche.
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