Fünf Kinder in Australien wurden am 5. September 2026 ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem starke Winde zwei Hüpfburgen angehoben hatten – der jüngste Beweis dafür, wie gefährlich aufblasbare Hüpfburgen ohne ordnungsgemäße Verankerung sein können. Die Unfälle ereigneten sich innerhalb weniger Stunden in Victoria und New South Wales: Zwei Kinder erlitten Verletzungen am Oberkörper, zwei Vierjährige Kopfverletzungen und ein 18 Monate altes Kind leichte Verletzungen.
Was geschah bei den Hüpfburg-Unfällen in Australien?
Der erste Vorfall geschah kurz vor 11:00 Uhr bei einer Geburtstagsfeier in Mount Duneed nahe Geelong. Eine plötzliche Windböe hob die Hüpfburg mehrere Meter in die Luft; ein Grundschuljunge und ein Mädchen stürzten zu Boden. Beide erlitten Verletzungen am Oberkörper und wurden in stabilem Zustand ins Geelong University Hospital gebracht, wie ABC News berichtete. Andere Kinder auf der Hüpfburg blieben unverletzt.
Der zweite Vorfall ereignete sich am Nachmittag in Banksia im Süden Sydneys. Dort hob eine Böe eine Hüpfburg etwa einen Meter an und kippte sie über einen Zaun, so New South Wales Notdienste. Zwei Vierjährige erlitten Kopfverletzungen, ein Kleinkind und zwei Erwachsene leichte Verletzungen. Nach einer Erstversorgung brachte der Rettungsdienst die Kinder ins Sydney Children's Hospital.
Warum hoben die Hüpfburgen ab?
Für beide Bundesstaaten galten am Samstag Windwarnungen. „Starke Winde ziehen durch die Region – sichern Sie lose Gegenstände im Freien“, warnte der Wetterdienst. Hüpfburgen wirken wegen ihrer großen, leichten Oberflächen wie Segel. Schon eine mäßige Böe kann sie anheben, wenn sie nicht richtig verankert sind oder der Betreiber die Wetterlage ignoriert.
Wie häufig sind windbedingte Hüpfburg-Unfälle?
Solche Ereignisse sind nicht selten. Der schwerste bekannte Vorfall in Australien ereignete sich im Dezember 2021 an der Hillcrest Primary School in Devonport, Tasmanien, als sechs Kinder starben. Die gerichtliche Untersuchung der Hüpfburg-Tragödie in Tasmanien beginnt später in diesem Monat. Im Mai 2026 starb auch in Hamme, Belgien, ein Junge, nachdem eine Hüpfburg vom Wind erfasst worden war.
Daten aus den Niederlanden zeigen das Ausmaß des Problems: Eine Studie von VeiligheidNL zählte allein für 2017 rund 2.200 Verletzte durch Hüpfburg-Unfälle. Häufig waren nicht Windböen die Ursache, sondern ungenügende Sicherung und fehlende Aufsicht. International fehlen weiterhin einheitliche Sicherheitsregeln für aufblasbare Spielgeräte.
Welche Sicherheitsvorkehrungen sollten Familien treffen?
- Vor der Nutzung die Windvorhersage prüfen; die meisten Hersteller raten bei Wind über 30 km/h von der Nutzung ab.
- Sicherstellen, dass die Hüpfburg an allen Ecken mit Bodenankern oder Gewichten befestigt ist.
- Ein Erwachsener sollte jederzeit aktiv beaufsichtigen und das Gebläse schnell abschalten können.
- Den Bereich sofort räumen, wenn die Burg sich anhebt oder der Wind zunimmt.
FAQ: Hüpfburg-Unfall in Australien
Wie viele Kinder wurden bei den Hüpfburg-Unfällen verletzt?
Fünf Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert, außerdem ein Kleinkind und zwei Erwachsene mit leichten Verletzungen.
Waren die Verletzungen lebensbedrohlich?
Nein. Alle Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich; die Kinder waren in stabilem Zustand.
Was führte dazu, dass die Hüpfburgen abhoben?
Starke Windböen erfassten die Hüpfburgen bei Geburtstagsfeiern. Der Wetterdienst hatte Windwarnungen herausgegeben.
Hat es solche Unfälle in Australien schon früher gegeben?
Ja. 2021 starben sechs Kinder in Tasmanien, als eine Hüpfburg weggeweht wurde. Weitere Fälle sind aus Belgien und den Niederlanden bekannt.
Wie können Eltern ihre Kinder schützen?
Windlage prüfen, Verankerung kontrollieren, aktive Aufsicht sicherstellen und bei aufkommendem Wind die Hüpfburg sofort räumen.
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