Was ist Klima-Engineering?
Klima-Engineering, auch Geoengineering genannt, umfasst großangelegte Eingriffe ins Erdklima, um die Erwärmung zu bekämpfen. Es konzentriert sich auf Solar Radiation Management (SRM) zur Sonnenlichtreflexion und Carbon Dioxide Removal (CDR) zur Treibhausgasentfernung.
Die Kontroverse um das Solar Radiation Management
SRM zielt auf schnelle Abkühlung, z.B. durch stratosphärische Aerosolinjektion (SAI). Eine NOAA-Studie 2025 zeigt, dass SAI marine Wolken bis zu 10% reflektiver machen könnte, ist aber mit Risiken wie Terminationsschock verbunden.
Marine Wolkenaufhellung und andere Ansätze
Marine Wolkenaufhellung (MCB) erhöht Wolkenreflektivität, hat aber technische Hürden. SRM kann Temperaturen senken, erfordert jedoch dauerhaften Einsatz und adressiert nicht Klimawandelursachen.
Kohlenstoffabscheidung und Direct Air Capture Technologien
CDR, wie Direct Air Capture (DAC), entfernt CO2 direkt. 2025 gab es Fortschritte, doch die Kapazität liegt bei 10.000 Tonnen/Jahr, mit über 130 geplanten Anlagen. Energieverbrauch und Skalierung bleiben Herausforderungen.
Die Herausforderung der Skalierung
DAC hat Potenzial, aber Skalierbarkeit ist schwierig. Länder wie Kanada führen, während die USA mit politischer Unsicherheit kämpfen. Wirtschaftlichkeit hängt von Politik und Innovation ab.
Ethische und Governance-Herausforderungen
UNESCO warnt 2025 vor ethischen Risiken wie moralischem Risiko und Ressourcenablenkung. Es fehlt ein internationaler Regulierungsrahmen, was einseitigen Einsatz ermöglicht, wie in den UN-Umweltprogramm-Workshops 2025 betont.
Expertenperspektiven und Zukunftsperspektiven
Wissenschaftler sind gespalten; UNEP untersucht Geoengineering trotz Spekulation. Der Carnegie Endowment-Bericht 2025 zeigt politischen Backlash in den USA, was Einsatz erschwert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Solar Radiation Management und Kohlenstoffabscheidung?
Solar Radiation Management (SRM) reflektiert Sonnenlicht zur schnellen Abkühlung, adressiert aber nicht Klimawandelursachen. Kohlenstoffdioxidentfernung (CDR), einschließlich Direct Air Capture, entfernt Treibhausgase langsam mit hohem Energieaufwand.
Kann Geoengineering Emissionsreduktionen ersetzen?
Nein, keine glaubwürdige Organisation schlägt Ersatz vor. Es sollte nur ergänzend zu Dekarbonisierung dienen.
Was sind die größten Risiken des Klima-Engineerings?
Primäre Risiken: unvorhersehbare Umweltfolgen, Verschärfung globaler Ungleichheiten, Ablenkung von Emissionsreduktionen, einseitiger Einsatz, und Terminationsschock bei SRM-Stopp.
Gibt es internationale Regulierung für Geoengineering?
Derzeit kein umfassender Rahmen. Das Übereinkommen über biologische Vielfalt 2010 bietet Leitlinien, aber Durchsetzung ist begrenzt; stärkere Governance wird gefordert.
Wann könnten diese Technologien im großen Maßstab eingesetzt werden?
Direct Air Capture wird um 2027 kommerziell skalierbar erwartet, während Solar Radiation Management theoretisch bleibt mit unsicheren Plänen.
Fazit: Ein kontroverses Werkzeug im Klimaarsenal
Klima-Engineering ist umstritten; SRM und CDR haben Potenzial, aber technische, ethische und Governance-Herausforderungen. Kein Ersatz für Emissionsreduktionen und den Übergang zu erneuerbarer Energie.
Quellen
UNEP Solar Geoengineering Workshops 2025, NOAA Stratospheric Aerosol Injection Study 2025, Direct Air Capture Progress Report 2025, UNESCO Climate Engineering Ethics Report, Carnegie Endowment Geoengineering Backlash Report 2025
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