Markos Abschied: Verstappens Zukunft bei Red Bull bleibt sicher

Helmut Marko verabschiedet sich nach über 20 Jahren als Motorsportberater von Red Bull, bestätigt aber, dass Max Verstappens Zukunft beim Team trotz des Weggangs seines Schlüsselmentors sicher bleibt.

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Ende einer Ära: Helmut Marko verabschiedet sich von Red Bull

Nach mehr als zwei Jahrzehnten als Motorsportberater von Red Bull Racing hat der 82-jährige Helmut Marko offiziell am Ende der Formel-1-Saison 2025 Abschied genommen. Der Abgang des Österreichers markiert das Ende einer bemerkenswerten Ära, in der sich Red Bull von einem Mittelfeldteam zu einer mehrmaligen Meisterschaftsmacht entwickelte – mit sechs Konstrukteurs- und acht Fahrerweltmeisterschaften während seiner Amtszeit.

Marko, der 1971 die 24 Stunden von Le Mans gewann, bevor seine eigene Formel-1-Karriere durch eine schwere Augenverletzung frühzeitig endete, wurde zum Architekten des Red-Bull-Fahrerförderprogramms. Seine größte Leistung war die Identifizierung und Förderung von Max Verstappen, der 2014 zum Red Bull Junior Team stieß und seitdem vier Weltmeistertitel gewonnen hat.

Verstappens emotionale Reaktion

In einem Interview mit der österreichischen Zeitung Kleine Zeitung verriet Marko, dass Verstappen über seinen Abgang 'ein bisschen traurig' sei. 'Wir haben gemeinsam auf die unglaubliche Zeit zurückgeblickt, die wir erlebt haben,' sagte Marko. 'Sicherlich sein erster Sieg in Barcelona mit 18 Jahren, dann der erste Sieg mit Honda auf dem Red Bull Ring, sein erster Weltmeistertitel 2021 oder der Regenlauf in Brasilien. Es gibt so viele Momente und positive Leistungen von Max.'

Der 82-jährige Österreicher betonte, wie Verstappen während ihrer Partnerschaft gereift sei: 'Es ist unglaublich, wie er immer erwachsener und präziser geworden ist.'

Keine Auswirkungen auf Verstappens Zukunft bei Red Bull

Trotz Spekulationen über mögliche Konsequenzen für Verstappens Zukunft bei Red Bull war Marko in seiner Einschätzung eindeutig. 'Nein. Max will nicht nur erfolgreich sein, er will Erfolg in einer harmonischen Umgebung haben,' erklärte Marko. 'Wenn er das nicht mehr hat, hört er von heute auf morgen auf. Aber dafür ist er jetzt noch viel zu jung.'

Verstappens aktueller Vertrag mit Red Bull läuft bis einschließlich der Saison 2028. Berichten von FervoGear zufolge hat der dreifache Champion bereits die Leistungsklausel erfüllt, die einen Top-drei-Meisterschaftsabschluss 2025 vorsah, wodurch seine Position mindestens für die Saison 2026 gesichert ist.

Der organisatorische Wandel hinter Markos Abgang

Obwohl offiziell als Ruhestand präsentiert, deuten Motorsport.com-Berichte darauf hin, dass Markos Abgang breitere organisatorische Veränderungen bei Red Bull widerspiegelt. Das österreichische Mutterunternehmen übernimmt mehr Kontrolle über die Formel-1-Operationen, um Stabilität zu schaffen und die Organisation zu straffen – eine Verschiebung, die während des Machtkampfs von Christian Horner Anfang 2025 begann.

Markos traditionelle Autonomie bei Fahrerentscheidungen und sein ungefilterter Medienansatz kollidierten Berichten zufolge mit Red Bulls neuem Fokus auf PR-Abgestimmtheit und organisatorische Konsistenz. Jüngste Vorfälle mit Fahrerverträgen und kontroverse öffentliche Äußerungen trugen zur Entscheidung für seinen Abgang bei.

Markos Vermächtnis und Red Bulls Zukunft

Während seiner 20-jährigen Amtszeit begleitete Marko die Entwicklung von zwei Formel-1-Weltmeistern – Sebastian Vettel und Max Verstappen – und war maßgeblich am Aufbau des Red Bull Junior Teams beteiligt, das 20 Formel-1-Fahrer hervorbrachte. Seine Absolventen haben zusammen acht Weltmeistertitel und 137 Grands Prix gewonnen.

Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff würdigte Markos entscheidende Rolle bei wichtigen strategischen Entscheidungen, die das Team zu einem mehrfachen Weltmeister formten. Teamchef Laurent Mekies äußerte sein Bedauern über die Nachricht und nannte Marko 'einen echten Rennfahrer im Herzen', der das Team immer an seine Grenzen trieb.

Marko erklärte, dass das knappe Verpassen der Meisterschaft 2025 deutlich gemacht habe, dass dies der richtige Zeitpunkt sei, um seine 'außergewöhnliche und äußerst erfolgreiche Reise' zu beenden. Der Österreicher beendete die Saison nur zwei Punkte hinter Meister Lando Norris in dem, was sich als seine letzte Saison mit dem Team erwies.

Was kommt für Red Bull?

Nach Markos Abgang und dem Weggang von Teamchef Christian Horner sechs Monate zuvor steht Red Bull vor einem bedeutenden Führungswechsel, während es sich auf die Regeländerungen 2026 vorbereitet. Das Team scheint jedoch zuversichtlich, seine Wettbewerbsvorteile zu bewahren, wobei Verstappens Verpflichtung Stabilität in dieser Phase des Wandels bietet.

Während die Formel-1-Welt sich von einer ihrer einflussreichsten Persönlichkeiten verabschiedet, richtet sich der Fokus nun darauf, wie Red Bull dieses neue Kapitel ohne den Mann navigieren wird, der half, ihre meisterschaftsgewinnende Dynastie aufzubauen.

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