New Glenn-Explosion: Reparatur der Startrampe bis 2028

Die New-Glenn-Explosion von Blue Origin am 28. Mai 2026 zerstörte Startkomplex 36. NASA-Chef Jared Isaacman: Reparatur bis 2028 möglich, Auswirkungen auf Artemis-Mondmissionen und Amazon-Satelliten.

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Massive New-Glenn-Raketenexplosion beschädigt Startkomplex 36

Die Reparatur der Startrampe von Blue Origin in Cape Canaveral, Florida, nach der katastrophalen Explosion einer New-Glenn-Rakete während eines statischen Feuertests am 28. Mai 2026 könnte bis 2028 dauern, so NASA-Administrator Jared Isaacman. Der Vorfall zerstörte die 98 Meter hohe Rakete und beschädigte den Startkomplex 36 schwer. Isaacman sagte bei einer CNBC-Veranstaltung, dass eine Wiederherstellung bis 2028 'im Bereich des Möglichen' liege. Er präzisierte später auf X, dass die Mondmissionen der NASA mit Blue Origin für 2028 geplant seien und die Startrampe rechtzeitig repariert werde.

Was geschah beim statischen Feuertest der New Glenn?

Am Abend des 28. Mai 2026 führte Blue Origin einen statischen Feuertest der New-Glenn-Rakete auf dem Startkomplex 36 durch. Dabei explodierte die Rakete, was eine Feuerkugel erzeugte und von drei seismografischen Stationen des USGS in bis zu 217 km Entfernung als Erdbeben der Stärke 2,5 registriert wurde. Es gab keine Verletzungen. Jeff Bezos twitterte: 'Es war ein schwerer Tag, aber wir werden alles reparieren und wieder fliegen.'

Ausmaß der Schäden am Startkomplex 36

Die Explosion zerstörte mindestens einen Blitzschutzturm und das Transporter-Erector-System. Die Startrampe, deren Bau auf über 1 Milliarde Dollar geschätzt wird, erlitt schwere strukturelle Schäden. Die Treibstoffanlage, der Wasserturm und die Raketenhardware in nahegelegenen Integrationsanlagen blieben jedoch intakt. Der Vorfall erinnert an die Falcon-9-Explosion von 2016 auf einer Startrampe in Cape Canaveral.

Auswirkungen auf NASAs Artemis-Mondmissionen und kommerzielle Kunden

Die Explosion ist ein schwerer Schlag für das Artemis-Programm der NASA, das auf die New Glenn für den Start des Blue-Moon-Mondlanders angewiesen ist. Die NASA hatte Blue Origin einen 188-Millionen-Dollar-Auftrag für die Entwicklung eines Mondlander-Prototyps erteilt, mit einem unbemannten Testflug für Herbst 2026. Dieser Zeitplan ist nun ernsthaft gefährdet. Isaacman besuchte die Startrampe und sagte, die NASA werde Fachwissen für die Ursachenanalyse bereitstellen. Die Agentur könnte verstärkt auf SpaceX für Schwerlaststarts setzen, was die Wettbewerbslandschaft des kommerziellen Raumfahrtmarktes verändern könnte. Auch Amazons Project Kuiper ist betroffen, da die New Glenn auf ihrem vierten Flug 48 Satelliten starten sollte.

Blue Origins Reaktion und der Weg nach vorn

Trotz der Verwüstung zeigte sich die Führung von Blue Origin entschlossen. CEO Dave Limp kündigte an, dass das Unternehmen 'vor Ende des Jahres wieder fliegen' werde. Blue Origin hat einen zweiten New-Glenn-Booster in seiner Integrationsanlage, der unbeschädigt zu sein scheint, aber ohne funktionierende Startrampe steht das Unternehmen vor einer logistischen Herausforderung. Die FAA erklärte, dass keine Untersuchung erforderlich sei, da der Test nicht unter ihrer Lizenz stattfand. Blue Origin führt eigene Ermittlungen mit Unterstützung von NASA und Space Force durch. Das New-Glenn-Entwicklungsprogramm hat seit seiner Ankündigung 2016 zahlreiche Verzögerungen erlitten.

Breitere Auswirkungen auf die Raumfahrtindustrie

Die Explosion ist eine deutliche Erinnerung an die Risiken der Raketenentwicklung. Die USA verfügen nun über nur drei einsatzfähige Schwerlastraketen: Vulcan Centaur, Falcon Heavy und – nach Reparatur – New Glenn. Der Rückschlag könnte den Zeitplan für die Mondbasis der NASA verlangsamen und Satellitenstarts für Amazon und andere Kunden verzögern.

Häufig gestellte Fragen

Was verursachte die Blue-Origin-New-Glenn-Explosion?

Die genaue Ursache wird noch untersucht. Die Explosion ereignete sich während eines statischen Feuertests am 28. Mai 2026.

Wie lange dauern die Reparaturen?

NASA-Chef Isaacman deutete an, dass Reparaturen bis 2028 dauern könnten, während Blue Origin-CEO Limp einen Flug vor Ende 2026 erwartet.

Gab es Verletzte?

Nein, alle Mitarbeiter waren sicher.

Wie wirkt sich das auf die Artemis-Missionen aus?

Die Explosion verzögert den Start des Blue-Moon-Landers. Die NASA könnte kurzfristig stärker auf SpaceX setzen.

Welche Kunden sind betroffen?

Amazons Project Kuiper, AST SpaceMobile und die NASA sind betroffen.

Quellen

Informationen stammen von CNBC, Reuters, Florida Today, Spaceflight Now sowie Aussagen von NASA, Blue Origin und dem US Geological Survey.

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