Königin befürwortete Andrews Handelsgesandtenposten

Britische Dokumente zeigen: Königin Elisabeth drängte auf Prinz Andrews Ernennung zum Handelsgesandten ohne Prüfung. Enthüllungen nach Verhaftung im Epstein-Skandal belasten Monarchie.

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Königin Elisabeth II. drängte auf Andrews Rolle als Handelsgesandter

Neu veröffentlichte britische Regierungsdokumente zeigen, dass Königin Elisabeth II. 'sehr erpicht' darauf war, dass ihr Sohn Prinz Andrew (heute Andrew Mountbatten-Windsor) im Jahr 2000 zum Handelsgesandten des Vereinigten Königreichs ernannt wird. Die vertraulichen Papiere, insgesamt 31 Seiten, wurden am 21. Mai 2026 veröffentlicht, nachdem das Unterhaus im Februar nach Andrews Verhaftung wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch für ihre Freigabe gestimmt hatte. Die Dokumente enthalten E-Mails, Textnachrichten und WhatsApp-Konversationen zwischen Regierungsbeamten und geben Aufschluss über die Beteiligung der königlichen Familie an der Sicherung einer prominenten diplomatischen Rolle für den Prinzen.

Der Leiter von British Trade International schrieb im Februar 2000 in einem Memorandum an den damaligen Außenminister: 'Die Königin legt großen Wert darauf, dass der Herzog von York eine herausragende Rolle bei der Förderung nationaler Interessen spielt.' Die Dokumente zeigen, dass vor Andrews Ernennung keine formelle Überprüfung oder Prüfung durchgeführt wurde, so Handelsminister Chris Bryant. 'Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass dies in Betracht gezogen wurde', erklärte Bryant in einer schriftlichen Erklärung. Die Rolle wurde als Fortsetzung der Beteiligung der königlichen Familie an der Handelsförderung angesehen.

Hintergrund: Andrews Rolle und der Epstein-Skandal

Andrew war von 2001 bis 2011 als britischer Handelsgesandter tätig und reiste um die Welt, um Handelsbeziehungen zu fördern. Berichten zufolge besuchte er lieber 'entwickeltere Länder' und wurde von der britischen Presse wegen seiner ausgedehnten Reisen als 'Airmiles Andy' bezeichnet. Seine Amtszeit endete jedoch im Zusammenhang mit seiner Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Andrew wurde Anfang des Jahres festgenommen, weil er während seiner Zeit als Gesandter Regierungsberichte mit Epstein geteilt haben soll. Der Skandal führte 2025 zum Verlust seiner königlichen Titel, und er nennt sich jetzt Andrew Mountbatten-Windsor. Die Krise der königlichen Familie 2025 vertiefte sich, als die Monarchie versuchte, sich vom Epstein-Skandal zu distanzieren.

Wichtige Enthüllungen aus den freigegebenen Dokumenten

Kein formelles Prüfverfahren

Laut Minister Chris Bryant zeigen die Dokumente keine Hinweise darauf, dass Andrew vor seiner Ernennung überprüft wurde. Bryant bemerkte, dass Andrews Ernennung als Fortsetzung des königlichen Engagements im Handel angesehen wurde, da er ein Familienmitglied ablöste. Als Sondergesandter agierte Andrew als Zivilist, nicht als Prinz, und unterlag den Beamtenrechten, was ihn strafbar machte.

Direkte Beteiligung der Königin

Die Dokumente zeigen, dass Königin Elizabeth persönlich auf Andrews Rolle drängte und betonte, dass kein anderes Mitglied der königlichen Familie verfügbar sei und Andrew nach seinem Ausscheiden aus der Royal Navy eine neue Karriere suche. Das Memo lautete: 'Die Königin ist besonders daran interessiert, dass der Herzog von York eine herausragende Rolle bei der Förderung des nationalen Interesses spielt.'

Spesenabrechnungen und Medienmanagement

Interne Richtlinien wiesen darauf hin, dass Andrews hohes Profil ein 'sorgfältiges Medienmanagement' erforderte. Vorwürfe, dass er 100.000 Pfund an Spesen gefordert habe, wurden in den Dokumenten bestritten. Die Papiere zeigen auch, dass Andrew eine Vorliebe für den Besuch 'sophistizierter Länder' äußerte, die in der Technologie führend sind, was Fragen zu seinen Prioritäten als Gesandter aufwirft.

Auswirkungen und Folgen für die königliche Familie

Die Veröffentlichung dieser Dokumente wurde von Experten als 'explosiv und potenziell sehr schädlich' beschrieben. Die Enthüllungen kommen im Zuge laufender Ermittlungen zum Epstein-Netzwerk, wobei Andrew mit möglichen rechtlichen Schritten konfrontiert ist. Die Dokumente haben die Prüfung der Rolle der Monarchie bei Regierungsernennungen verstärkt. Prinz Andrews rechtliche Probleme, einschließlich seiner Verhaftung und der Epstein-Verbindung, haben bereits zu einem erheblichen Reputationsverlust geführt. Die britische Regierung hat erklärt, dass sie 'voll und ganz mit den polizeilichen Ermittlungen zu Andrews Verhalten zusammenarbeitet'.

Häufig gestellte Fragen

Was enthüllten die freigegebenen Dokumente über Prinz Andrew?

Die Dokumente zeigen, dass Königin Elisabeth II. 'sehr erpicht' darauf war, dass Andrew Handelsgesandter wird, und dass vor seiner Ernennung keine formelle Überprüfung durchgeführt wurde.

Warum wurde Prinz Andrew verhaftet?

Andrew wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet, weil er während seiner Zeit als Handelsgesandter Regierungsberichte mit Jeffrey Epstein geteilt haben soll.

Was war Prinz Andrews Rolle als Handelsgesandter?

Er war von 2001 bis 2011 als britischer Handelsgesandter tätig und reiste weltweit, um britische Handelsinteressen zu fördern.

Wie wirkte sich der Epstein-Skandal auf Prinz Andrew aus?

Seine Verbindung zu Epstein führte zum Verlust seiner Königstitel, zu seiner Verhaftung und zu laufenden rechtlichen Ermittlungen.

Wie ist der aktuelle Status von Prinz Andrew?

Er nennt sich jetzt Andrew Mountbatten-Windsor, wurde seiner königlichen Titel enthoben und wird polizeilich ermittelt.

Quellen

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