Starmer in politischer Krise durch Mandelson-Epstein-Skandal

Der britische Premierminister Keir Starmer befindet sich in einer schweren politischen Krise, nachdem er zugab, von Mandelsons Epstein-Verbindungen bei der Botschafterernennung gewusst zu haben. Mandelson steht unter strafrechtlicher Untersuchung, Starmer kämpft gegen Rücktrittsforderungen.

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Britischer Premier unter Druck nach Botschafterernennung

Der britische Premierminister Keir Starmer befindet sich in der schwersten politischen Krise seiner Amtszeit, nachdem er zugab, von der anhaltenden Freundschaft zwischen Lord Peter Mandelson und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gewusst zu haben, als er ihn zum britischen Botschafter in Washington ernannte. Der Skandal brach aus, nachdem Anfang 2026 mehr als 3 Millionen Seiten Epstein-Dokumente veröffentlicht wurden, die tiefere Verbindungen zwischen Mandelson und dem Finanzier aufdecken als bisher bekannt.

'Er log und log und log erneut'

Während einer hitzigen Fragestunde im Unterhaus entfesselte Starmer seinen Zorn auf Mandelson und erklärte: 'Mandelson log, er log und er log erneut. Er verriet sein Land und seine Partei, indem er vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergab.' Der Premierminister bestätigte, dass Mandelson von König Charles aus dem Privy Council ausgeschlossen wurde und seinen 'Lord'-Titel verlieren wird.

Die Kontroverse dreht sich um Mandelsons Ernennung zum britischen Botschafter in den Vereinigten Staaten im Februar 2025, trotz seiner bekannten Verbindungen zu Epstein, die bis zur Verurteilung des Finanziers im Jahr 2008 wegen der Anforderung von Prostitution einer Minderjährigen zurückreichen. Laut von The Guardian veröffentlichten Dokumenten wusste Starmer während der Sicherheitsüberprüfung von diesen Verbindungen, ging aber dennoch mit der Ernennung voran.

Strafrechtliche Untersuchung und politische Folgen

Die Metropolitan Police hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Mandelson wegen angeblichen Fehlverhaltens im öffentlichen Amt eingeleitet, was eine maximale Freiheitsstrafe von lebenslänglich nach sich ziehen kann. Die Untersuchung konzentriert sich auf Behauptungen, dass Mandelson während seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister unter Gordon Brown von 2008 bis 2010 marktsensible Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben habe.

Labour-Abgeordnete haben Wut über den Skandal geäußert, wobei der Veteran John McDonnell Starmer aufforderte, 'seine Position zu überdenken' und warnte, dass die Angelegenheit 'eine Regierung zu Fall bringen könnte.' Laut Berichten der Huffington Post beschrieb ein Labour-Abgeordneter Starmers Auftritt im Parlament als das Miterleben von 'dem politischen Tod des Premierministers.'

Dokumentenveröffentlichung als Wendepunkt

Unter intensivem Druck sowohl von Oppositionsparteien als auch von seinen eigenen Hinterbänklern wurde Starmer gezwungen, eine Kehrtwende bezüglich der Veröffentlichung von Dokumenten über Mandelsons Ernennung zu vollziehen. Ursprünglich wollte die Regierung die Befugnis behalten, die Veröffentlichung aus Gründen der nationalen Sicherheit zu blockieren, aber nach Druck von hochrangigen Labour-Abgeordneten, darunter Angela Rayner und Meg Hillier, stimmte die Regierung zu, dass relevante Dokumente an den parlamentarischen Geheimdienst- und Sicherheitsausschuss zur Überprüfung vor der Veröffentlichung gesendet werden.

Die neu veröffentlichten Epstein-Dokumente enthüllen, dass Mandelson erhebliche Zahlungen von Epstein erhielt und eine engere Beziehung unterhielt als bisher bekannt. In einer E-Mail an Epstein schrieb Mandelson, dass er 'immer für ihn da gewesen' sei, laut CNN-Berichterstattung.

Mandelsons Sturz in Ungnade

Peter Mandelson, einst bekannt als der 'Prince of Darkness' aufgrund seines mediengewandten Rufs und seiner Schlüsselrolle bei der Schaffung von New Labour unter Tony Blair, hat einen spektakulären Sturz in Ungnade erlebt. Laut seiner Wikipedia-Biografie diente Mandelson als Wirtschaftsminister, Minister für Nordirland und EU-Handelskommissar, bevor er seine kurze Amtszeit als US-Botschafter antrat.

Seit der Aufdeckung des Skandals hat Mandelson seine Mitgliedschaft in der Labour-Partei aufgekündigt, seinen Sitz im Oberhaus aufgegeben und steht möglicherweise vor strafrechtlicher Verfolgung. Er hat jedes Fehlverhalten bestritten und behauptet, er habe Epsteins Rat in Finanzpolitikfragen gesucht.

Der Skandal kommt zu einem besonders schwierigen Zeitpunkt für Starmers Regierung, mit schlechten Umfragewerten und wichtigen Kommunalwahlen im Mai. Oppositionsführerin Kemi Badenoch hat die konservativen Angriffe im Parlament angeführt und volle Transparenz gefordert, während sie Starmers Urteilsvermögen bei der Ernennung Mandelsons trotz Kenntnis seiner Epstein-Verbindungen in Frage stellte.

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