Königliche Krise vertieft sich nach Enthüllung von Epstein-Dokumenten
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit steht unter zunehmendem Druck und öffentlicher Kritik nach Enthüllungen über ihre umfangreichen Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischen 2011 und 2014. Kürzlich freigegebene Gerichtsdokumente zeigen, dass die Prinzessin eine enge Freundschaft mit Epstein pflegte, lange nach seiner Verurteilung im Jahr 2008 wegen sexueller Straftaten. Ihr Name taucht mehr als tausend Mal in den Epstein-Akten auf.
Verheerende E-Mail-Beweise kommen ans Licht
Die Dokumente enthüllen intime E-Mail-Austausche, in denen Mette-Marit Epstein in verschiedenen Nachrichten als 'sehr charmant', 'sanftmütig' und 'so ein Schatz' beschrieb. In einer besonders besorgniserregenden E-Mail vom Januar 2013 fragte sie Epstein, ob es unangemessen wäre, wenn 'eine Mutter ihrem 15-jährigen Sohn zwei nackte Frauen mit einem Surfbrett als Tapete vorschlagen würde.' Die Prinzessin verbrachte auch vier Tage in Epsteins Villa in Palm Beach, Florida, im selben Monat.
Obwohl sie in einer E-Mail aus dem Jahr 2011 zugab, Epstein gegoogelt zu haben und die Ergebnisse 'nicht allzu gut aussahen,' setzte sie ihre Korrespondenz noch drei Jahre fort. Die Beziehung umfasste Berichten zufolge, dass Epstein kosmetische Eingriffe für die Prinzessin arrangierte und Gespräche über die Vermittlung von ihm an skandinavische Frauen.
Königliche Entschuldigungen und politische Konsequenzen
Als Reaktion auf die Enthüllungen gab Kronprinzessin Mette-Marit eine Erklärung ab, in der sie Bedauern äußerte: 'Ich habe eine falsche Einschätzung getroffen, indem ich den Kontakt zu Epstein aufrechterhalten habe. Ich bedauere dies zutiefst und finde die Situation einfach peinlich.' Sie bot auch ihr 'tiefes Mitgefühl und Solidarität' den Opfern Epsteins an.
Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre hat sich in die Kontroverse eingemischt und gegenüber Medien gesagt, dass er der Anerkennung der Prinzessin von 'schlechtem Urteilsvermögen' zustimmt. Dies stellt eine ungewöhnliche Entwicklung in der norwegischen Politik dar, da Premierminister selten so direkt zu Angelegenheiten der Königsfamilie Stellung nehmen. Støre kritisierte auch den ehemaligen Premierminister Thorbjørn Jagland, der angeblich einen Familienurlaub auf Epsteins Privatinsel geplant hatte, der nie stattfand.
Mehrere Skandale treffen die norwegische Königsfamilie
Die Epstein-Enthüllungen kommen zu einem besonders schwierigen Zeitpunkt für die norwegische Monarchie. Der Sohn von Mette-Marit, Marius Borg Høiby, begann am 3. Februar 2026 einen siebenwöchigen Prozess, in dem er wegen 38 Anklagen, darunter Vergewaltigung, Misshandlung und Drogenverbrechen, angeklagt wird. Der 29-Jährige hat einige weniger schwerwiegende Anklagen zugegeben, bestreitet jedoch die schweren Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs.
Darüber hinaus hat Prinzessin Märtha Louise, die Schwester von Kronprinz Haakon, kürzlich einen umstrittenen amerikanischen selbsternannten 'Schamanen' geheiratet, der behauptet, Krebs heilen zu können, und sagt, dass das Paar sich in einem früheren Leben im alten Ägypten kannte. Die Königsfamilie sieht sich auch mit dem ernsten Gesundheitszustand von Mette-Marit konfrontiert – sie leidet an Lungenfibrose und benötigt möglicherweise eine Lungentransplantation.
Zukunft der Monarchie in Frage gestellt
Als Ehefrau von Kronprinz Haakon ist Mette-Marit dazu bestimmt, Königin von Norwegen zu werden, wenn ihr Mann den Thron besteigt. Diese Skandale haben jedoch ernsthafte Fragen über ihre Eignung für die Rolle und die Zukunft der norwegischen Monarchie selbst aufgeworfen. Königshistoriker weisen darauf hin, dass ihre Verbindung zu Epstein ihm zu einem Zeitpunkt königliche Legitimität verlieh, als er aktiv Opfer rekrutierte.
Die Situation stellt dar, was viele die schwerste Krise für die norwegische Königsfamilie in der modernen Geschichte nennen, die die Widerstandsfähigkeit und öffentliche Unterstützung der Institution in einer der stabilsten Monarchien Europas auf die Probe stellt.
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