Bulgarien wartet auf grünes Licht für die Euro-Einführung, während pro-russischer Widerstand wächst

Bulgarien wartet auf die Genehmigung zur Einführung des Euro, sieht sich jedoch starkem Widerstand nationalistischer und pro-russischer Gruppen gegenüber. Es kam zu Protesten, und politische Instabilität hat den Prozess verzögert.

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Bulgarien hofft diese Woche auf die Genehmigung, den Euro als offizielle Währung einzuführen. Berichte der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) werden am Mittwoch erwartet, die bestimmen sollen, ob Bulgarien bereit für den Übergang ist. Allerdings gibt es im Land erheblichen Widerstand, insbesondere von nationalistischen und pro-russischen Gruppen.

Am vergangenen Wochenende fanden in Bulgarien groß angelegte Proteste gegen den Beitritt zur Eurozone statt. Junge Bulgaren zeigten ihren Widerstand, indem sie bulgarische und russische Flaggen präsentierten. Bei einem früheren Protest wurde sogar ein Gebäude der Europäischen Kommission in Sofia in Brand gesteckt.

Die Einführung des Euro ist seit Jahren ein umstrittenes Thema in der bulgarischen Politik. Das Land musste umfangreiche Reformen zur Bekämpfung von Geldwäsche und hoher Inflation durchführen. Aufgrund häufiger Wahlen—sieben in den letzten vier Jahren—hat der Prozess erhebliche Verzögerungen erfahren.

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