Britisches Parlament führt bahnbrechende Stablecoin-Regulierung zum Verbraucherschutz ein

Das britische Parlament hat umfassende Stablecoin-Regulierung eingeführt, die 1:1-Reserven, FCA-Zulassung und verbesserten Verbraucherschutz vorschreibt. Die Gesetzgebung soll Terra-ähnliche Zusammenbrüche verhindern und Großbritannien als Krypto-Innovationszentrum positionieren. Die Konsultation läuft bis 23. Mai.

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Historische Gesetzgebung zielt auf Krypto-Stabilität

In einem bedeutenden Schritt zum Schutz von Finanzkunden und zur Gewährleistung von Markttransparenz haben britische Gesetzgeber umfassende Stablecoin-Reformgesetze eingeführt. Der Gesetzentwurf, veröffentlicht vom Schatzamt am 29. April 2025, schafft neue regulatorische Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.

Schlüsselbestimmungen und Verbraucherschutz

Die Gesetzgebung führt mehrere neue regulierte Tätigkeiten ein, darunter Stablecoin-Emission, Verwahrungsdienste und Handelsplattformbetrieb. Entscheidend sind die Vorschriften:

  • Alle Emittenten müssen 1:1-Reserven mit täglichen Bestätigungen vorhalten
  • Stablecoin-Anbieter benötigen FCA-Zulassung vor Betriebsaufnahme
  • Klare Risikoaufklärung muss für Privatanleger bereitgestellt werden
  • Robuste Geldwäschepräventionsprotokolle müssen implementiert werden

Umgang mit Marktrisiken

Diese Initiative kommt angesichts explosiven Wachstums im Stablecoin-Sektor, dessen globale Marktkapitalisierung 230 Milliarden Dollar übersteigt. Jüngere Instabilität bei nicht regulierten Stablecoins wie TerraUSD unterstrich Schwachstellen. Sarah Breeden, stellvertretende Gouverneurin der Bank of England, betonte die Notwendigkeit der "Einheitlichkeit des Geldes" - die Gewährleistung, dass verschiedene Währungsformen frei zum Nennwert austauschbar bleiben.

Globaler Regulierungskontext

Der britische Schritt steht im Einklang mit internationalen Bemühungen zur Regulierung digitaler Vermögenswerte. Der europäische Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Rahmen trat letztes Jahr in Kraft, während US-Gesetzgeber über die GENIUS- und STABLE-Gesetze debattieren. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal des britischen Ansatzes ist der Umgang mit algorithmischen Stablecoins, die unter strengeren Sicherheitsanforderungen stehen als nach EU-Regeln.

Branchenreaktionen und nächste Schritte

Vertreter der Krypto-Branche begrüßen weitgehend die Klarheit. "Angemessene Regulierung hilft seriösen Unternehmen zu florieren, während schlechte Akteure aussortiert werden", erklärte Jannah Patchay, Vorsitzende der Digital Pound Foundation. Der Gesetzentwurf befindet sich bis zum 23. Mai in technischer Konsultation, die endgültige Umsetzung wird für Q4 2025 erwartet.

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