Am 1. Januar 2026 startete China das bedeutendste Update seines digitalen Yuan (e-CNY). Guthaben in Wallets werden nun als Sichteinlagen eingestuft, Banken zahlen Zinsen und die Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) wird in die Mindestreservepflicht integriert. Bei kumulierten Transaktionen von über 16,7 Billionen Yuan (2,3 Billionen US-Dollar) entwickelt sich e-CNY von einem Bargeldsurrogat zu einem vollwertigen digitalen Einlagensystem. Dies positioniert China, um dollar-denominierte Zahlungsschienen herauszufordern, die Entdollarisierung im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr via Projekt mBridge zu beschleunigen und andere Zentralbanken – insbesondere die EZB und die Fed – zu eigenen CBDC-Beschleunigungen zu drängen.
Was änderte sich am 1. Januar 2026?
Die chinesische Zentralbank (PBOC) kündigte das neue Rahmenwerk Ende Dezember 2025 an. Seit Neujahr 2026 werden e-CNY-Guthaben in Geschäftsbank-Wallets als Bankeinlagen und nicht mehr als Bargeldäquivalent behandelt. Diese Neuklassifizierung hat tiefgreifende Folgen: Banken müssen Zinsen zahlen und die Guthaben sind durch das Einlagensicherungssystem geschützt. Die PBOC integrierte den digitalen Yuan zudem in die Mindestreservepflicht. Nichtbanken-Zahlungsinstitute müssen 100 % Reserven halten. Ein neu geschaffener Ausschuss für digitalen Yuan überwacht Inlands- und Auslandsoperationen über zwei Zentren. Der