Bewohner Teherans nach israelischen Angriffen verängstigt: 'Ich lebe in einem Kriegsgebiet'

Die Bewohner Teherans leben in Angst nach israelischen Luftangriffen, wobei viele aufgrund von Straßensperren und Treibstoffknappheit nicht fliehen können. Das Fehlen von Warnsystemen und sicheren Schutzräumen verschärft die Krise, während staatliche Beschränkungen Dissens zum Schweigen bringen.

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Bewohner Teherans nach israelischen Angriffen verängstigt

Die Bewohner Teherans äußern tiefe Besorgnis über ihre Sicherheit nach den jüngsten israelischen Luftangriffen. Viele versuchen, die Hauptstadt zu verlassen, stoßen jedoch auf erhebliche Herausforderungen durch Straßensperren und Treibstoffknappheit.

Stimmen vom Boden

Eine 35-jährige Frau aus Teheran, die anonym bleiben möchte, beschrieb die erschreckende Erfahrung, Explosionen ohne Warnalarme zu hören. "Wir hören die Angriffe und Explosionen, aber es gibt keine Alarme, die uns warnen", sagte sie. Eine andere Bewohnerin, die 62-jährige Roya, teilte ihren Schock, nachdem sie mitten in der Nacht von Explosionen aufgewacht war. "Mein Herz raste. Ich sah Rauch am Horizont und dachte, die Angriffe seien weit weg, aber später erkannte ich, dass ein Haus nur wenige Blocks entfernt getroffen worden war."

Herausforderungen bei der Flucht

Bilder aus dem Iran zeigen lange Schlangen von Autos an Tankstellen, während Menschen versuchen, die Stadt zu verlassen. Straßensperren und Kontrollpunkte erschweren jedoch die Flucht. "Das Regime sucht nach israelischen Spionen", erklärte die 35-jährige Frau. "Treibstoff ist knapp, und die Menschen horten ihn. Wie können wir gehen?"

Regierungsbeschränkungen

Die Bewohner unterliegen auch strenger staatlicher Überwachung. "Wir werden gewarnt, keine Interviews zu geben oder Fotos der Angriffe zu teilen", fügte die Frau hinzu. "Sie denken, wir sind Spione."

Mangel an sicheren Räumen

Im Gegensatz zu Israel, das über Luftschutzbunker und Alarmsysteme verfügt, fehlt Teheran eine solche Infrastruktur. Mehdi Chamran, Vorsitzender des Stadtrats von Teheran, riet den Bewohnern, Tunnel und Keller als provisorische Schutzräume zu nutzen. Viele zweifeln jedoch an deren Wirksamkeit. "Was, wenn ich unter den Trümmern begraben werde?" fragte ein Bewohner.

Zivile Opfer

Das iranische Gesundheitsministerium meldet mindestens 220 Tote, darunter Frauen und Kinder. Während Israel behauptet, seine Angriffe zielten auf militärische und nukleare Führungskräfte, sind auch Zivilisten unter den Opfern.

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