ADF-Angriff auf Kirche im Ostkongo fordert 21 Tote

ADF-Rebellen töteten 21 Menschen bei einem Kirchenangriff im Ostkongo mit Macheten und Brandstiftung. Lokale Beamte fordern militärisches Eingreifen gegen die ISIS-verbundene Gruppe.

ADF-Angriff auf Kirche im Ostkongo fordert 21 Tote
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Tödlicher Angriff im Ostkongo

Mindestens 21 Menschen starben bei einem Angriff der Allied Democratic Forces (ADF) auf eine katholische Kirche in Komanda, Ostkongo. Lokale Behörden bestätigten den Einsatz von Macheten und Brandstiftung.

Angriffsdetails

Der Angriff richtete sich während des Sonntagsgottesdienstes gegen die St.-Michael-Kirche. Zeugen berichteten, dass Rebellen das Gebäude stürmten und Gläubige mit Macheten angriffen. Nahegelegene Häuser und Geschäfte wurden in Brand gesteckt, wobei Opfer in den Trümmern gefunden wurden. Die Suche nach weiteren Opfern dauert an.

ADF-Rebellengruppe

Die ADF entstand in Uganda, operiert aber seit 2002 in Grenzregionen des Kongo. Die von Uganda und den USA als terroristische Organisation eingestufte Gruppe schwor 2019 dem Islamischen Staat Treue. Unter Führung von Musa Seka Baluku strebt die ADF gewaltsam eine islamische Regierung im Kongo an.

Regionale Instabilität

Lokale Beamte zeigten sich schockiert über den Angriff in einer Stadt mit Militärpräsenz. "Bewohner fliehen nach Bunia", sagte Jean-Baptiste Kambale. "Wir fordern sofortiges militärisches Eingreifen, da Rebellen noch in der Nähe sind." Dieser Angriff folgt auf ein Massaker zwei Wochen zuvor mit fast 70 Toten.

Konflikthintergrund

Ostkongo leidet seit den 1990er Jahren unter Gewalt, mit über 120 bewaffneten Gruppen in Kivu und Ituri. Der Konflikt umfasst ADF, M23-Rebellen und regierungstreue Milizen. Trotz UN-Friedensmissionen (MONUSCO) steigen die zivilen Opferzahlen weiter.

Internationale Reaktion

Die UN dokumentierte systematische Menschenrechtsverletzungen, einschließlich Kindersoldaten. Aktuelle Berichte bestätigen ruandische Militärunterstützung für M23-Rebellen, was Friedensbemühungen erschwert. Die kongolesische Regierung setzt Militäroperationen gegen ADF-Stützpunkte fort.

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