Ganze Marineeinheit bei Erdrutsch in West-Java ums Leben gekommen

23 indonesische Elite-Marines kamen bei einem Erdrutsch in West-Java während eines Trainings für einen Grenzeinsatz ums Leben. Die Rettungsarbeiten sind aufgrund des Geländes schwierig. Indonesien kämpft mit wiederkehrenden Naturkatastrophen während der Regenzeit.

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Dramatischer Erdrutsch fordert Leben von Elite-Marines in West-Java

Ein verheerender Erdrutsch in West-Java, Indonesien, hat das Leben von 23 Elite-Marines einer Einheit gefordert und markiert damit eine der tödlichsten militärischen Trainingskatastrophen in der jüngeren indonesischen Geschichte. Die Tragödie ereignete sich am frühen Samstagmorgen im Dorf Pasir Langu an den Hängen des Mount Burangrang, wo starker Regen einen massiven Erdrutsch auslöste, der das Marine-Trainingslager und etwa 34 Häuser unter bis zu 8 Metern Schlamm und Schutt begrub.

Trainingsmission endet tödlich

Die Marines waren Teil einer Eliteeinheit, die für einen Langzeiteinsatz an der Grenze zwischen Indonesien und Papua-Neuguinea trainierte, als die Katastrophe geschah. Laut Militärsprecher Oberst Arief Rachman: 'Die gesamte Einheit mit 23 Marines war in den frühen Morgenstunden mit Trainingsübungen in schwierigem Gelände beschäftigt, als der Erdrutsch ihr Lager vollständig überflutete. Wir haben bestätigt, dass alle 23 ums Leben gekommen sind.'

Der Erdrutsch erstreckte sich über 2 Kilometer, wobei Rettungsteams berichteten, dass der Schlamm in einigen Gebieten bis zu 8 Meter tief war. Frühere Berichte gaben 17 bestätigte Todesopfer der größeren Katastrophe an, darunter 4 Marines. Spätere Suchaktionen offenbarten jedoch die düstere Realität, dass alle 23 Marines der Trainingseinheit ums Leben gekommen waren.

Herausfordernde Rettungsarbeiten

Rettungsversuche werden durch schwieriges Gelände und anhaltende Instabilität erheblich behindert. 'Schwere Geräte sind schwer an den Ort zu bringen, die Zufahrtsstraße ist schmal und der Boden ist immer noch instabil,' erklärte Katastrophenschutzbeamter Budi Santoso. Der Rettungseinsatz wurde von 500 auf 2.100 Mitarbeiter ausgeweitet, die Drohnen, Bagger und Wasserpumpen einsetzen, aber die Fortschritte bleiben langsam.

Etwa 230 Anwohner wurden in vorübergehende Unterkünfte evakuiert, während die Behörden weiter nach weiteren Opfern suchen. Die Gesamtzahl der Vermissten liegt bei 42, darunter sowohl Militärpersonal als auch Zivilisten aus dem betroffenen Dorf.

Indonesiens Anfälligkeit für Naturkatastrophen

Diese Tragödie unterstreicht die anhaltende Anfälligkeit Indonesiens für Naturkatastrophen, insbesondere während der Regenzeit von Oktober bis April. Laut Wikipedia's Liste der Naturkatastrophen in Indonesien sind Erdrutsche 'sehr häufig in höher gelegenen Gebieten, besonders während der Regenzeit, und verursachen viel lokale Schäden und Todesfälle.'

Erst im letzten Monat wurden bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen auf der westlichen Insel Sumatra mehr als 1.200 Menschen getötet und über 7.000 verletzt. Wie von ABC News berichtet, unterstreicht die aktuelle Katastrophe die 'häufigen Überschwemmungs- und Erdrutschrisiken in Indonesien während der Oktober-April-Regenzeit.'

Militärisches Training unter Prüfung

Der Vorfall hat Fragen zu militärischen Trainingsprotokollen in Hochrisikogebieten bei extremen Wetterbedingungen aufgeworfen. Die Marines bereiteten sich auf Grenzüberwachungsoperationen entlang der abgelegenen Grenze zwischen Indonesien und Papua-Neuguinea vor, einer Region, die für ihr herausforderndes Gelände und Sicherheitsprobleme bekannt ist.

Verteidigungsminister Prabowo Subianto hat eine vollständige Untersuchung der Umstände rund um die Trainingsübung angeordnet. 'Wir trauern um den Verlust dieser mutigen Marines, die sich darauf vorbereiteten, ihrem Land zu dienen,' erklärte er. 'Wir müssen verstehen, was passiert ist, und sicherstellen, dass solche Tragödien in Zukunft verhindert werden.'

Die indonesische Regierung hat Entschädigungen für die Familien der verstorbenen Marines und Zivilisten angekündigt, während internationale Beileidsbekundungen von Nachbarländern und militärischen Verbündeten eingegangen sind.

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