Tödlicher Erdrutsch trifft Dorf in West-Java
Ein verheerender Erdrutsch in West-Java, Indonesien, hat mindestens 17 Menschen das Leben gekostet, während Dutzende weitere noch vermisst werden. Die Rettungsarbeiten gehen unter schwierigen Bedingungen weiter. Die Katastrophe traf das Dorf Pasir Langu, etwa 50 Kilometer westlich von Bandung, am frühen Samstagmorgen, nachdem starker Regen einen massiven Schlammlawine auslöste, die mehr als 30 Häuser unter Schlamm, Felsen und entwurzelten Bäumen begrub.
Rettungsarbeiten durch Wetter behindert
Indonesische Katastrophenschützer berichten, dass 73 Menschen nach der Katastrophe noch immer vermisst werden. Der Nationale Katastrophenschutzdienst (BNPB) hat Hunderte von Rettungskräften, Militärangehörige und Freiwillige eingesetzt, um nach Überlebenden zu suchen, aber ihre Bemühungen werden durch anhaltenden starken Regenfall und instabiles Gelände erheblich behindert. 'Die Bedingungen sind extrem schwierig. Der Boden bleibt instabil und für die kommenden Tage wird weiterer Regen vorhergesagt,' sagte ein BNPB-Sprecher in einer Erklärung gegenüber AP News.
Satellitenbilder zeigen deutlich die dramatische Veränderung der Landschaft vor und nach dem Erdrutsch, wobei ganze Teile des Dorfes vollständig unter Trümmern begraben sind. Rettungsteams verwenden manuelle Ausgrabungsmethoden, Drohnen und Spürhunde, da schwere Geräte aufgrund der gefährlichen Bedingungen nicht eingesetzt werden können.
Indonesiens saisonales Katastrophenmuster
Diese Tragödie ereignet sich während der Regenzeit in Indonesien, die typischerweise von Oktober bis April dauert und regelmäßig tödliche Erdrutsche in den Inselstaat bringt. Erst im letzten Monat kosteten katastrophale Überschwemmungen und Erdrutsche auf der Insel Sumatra etwa 1.200 Menschen das Leben und verletzten mehr als 7.000, was eine der tödlichsten Naturkatastrophen Indonesiens in den letzten Jahren markiert.
'Wir sehen ein Muster von zunehmend schwereren Wetterbedingungen in Südostasien,' bemerkte ein Klimaforscher der Universität Indonesien. 'Entwaldung, Bodenerosion und sich verändernde Niederschlagsmuster schaffen perfekte Bedingungen für diese Katastrophen.'
Regionale Auswirkungen und Reaktion
West-Java-Gouverneur Ridwan Kamil hat den Notstand im betroffenen Gebiet ausgerufen und Evakuierungen für Familien angeordnet, die innerhalb von 100 Metern von der Erdrutschzone leben. Die indonesische Regierung hat Notfallfonds für die Nothilfe bereitgestellt und koordiniert mit internationalen Hilfsorganisationen.
Diese jüngste Katastrophe folgt auf eine Reihe von schweren Wetterereignissen in ganz Indonesien in den letzten Wochen. In der letzten Woche zwangen Überschwemmungen in West-Java und Jakarta Tausende von Menschen zur Evakuierung in höher gelegene Gebiete, während Anfang dieses Monats ein weiterer Erdrutsch in der Region acht Todesopfer forderte und Dutzende vermisst wurden.
Während die Rettungsarbeiten weitergehen, warnen die Behörden, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Das lokale Wetterinstitut hat gewarnt, dass starker Regen noch eine Woche anhalten könnte, was das Risiko für zusätzliche Erdrutsche in der Region erhöht.
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