Verheerendes Feuer in Einkaufszentrum fordert Leben in pakistanischer Metropole
Ein verheerendes Feuer im Gul Plaza Einkaufszentrum in Karachi, Pakistan, hat mindestens 11 Menschen das Leben gekostet, während Dutzende weitere noch vermisst werden. Das Feuer, das am Samstagabend ausbrach, dauerte etwa 36 Stunden, bis es unter Kontrolle gebracht werden konnte, was Rettungskräften den Zugang zu dem schwer beschädigten Gebäude erschwerte.
Rettungsarbeiten durch instabile Struktur behindert
Feuerwehrleute und Rettungsteams sahen sich erheblichen Herausforderungen gegenüber, da Teile des Komplexes während des Brandes einstürzten. 'Der Komplex ist schwer beschädigt und unsicher,' erklärte Feuerwehrchef Humayun Ahmed gegenüber pakistanischen Medien. Die Instabilität des Gebäudes birgt weiterhin Risiken für das Rettungspersonal und erschwert die Suche nach mehr als 70 noch vermissten Personen.
Das Gul Plaza Einkaufszentrum beherbergte etwa 1.200 Geschäfte, die hauptsächlich Kosmetik, Kleidung und Plastikartikel verkauften. Das Ausmaß der kommerziellen Aktivität bedeutete, dass Hunderte von Ladenbesitzern und Kunden anwesend gewesen sein könnten, als das Feuer gegen 22:15 Uhr Ortszeit ausbrach.
Fragen zu Notfallhilfe und Brandschutz
Dawn, Pakistans größte englischsprachige Zeitung, berichtete, dass die Behörden mit 'begrenzten Mitteln' langsam reagierten, um das Feuer zu bekämpfen. Laut ihrer Untersuchung brannte das Feuer 'stundenlang unkontrolliert', bevor angemessene Feuerlöschausrüstung vor Ort eintraf.
Der Gouverneur der Provinz Sindh, in der Karachi liegt, bezeichnete den Vorfall als eine 'nationale Tragödie.' Diese Aussage spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich der Brandschutzstandards in der größten Stadt Pakistans wider, die als Finanzzentrum des Landes mit mehr als 20 Millionen Einwohnern dient.
Strukturelle Probleme mit Brandschutz in Karachi
Diese Tragödie ereignet sich vor dem Hintergrund anhaltender Brandschutzprobleme in Karachi. Laut der Fire Protection Association fehlen etwa 70% der Gebäude in Karachi an angemessenen Brandschutzsystemen. Die Stadt hat allein im Jahr 2024 mehr als 3.000 Brandvorfälle erlebt, was auf systemische Infrastrukturprobleme hindeutet.
Experten weisen auf mehrere Faktoren hin, darunter veraltete elektrische Systeme, überfüllte Gewerberäume, unzureichende Notausgänge und schlechte Durchsetzung der Bauordnung von Pakistan - Brandschutzbestimmungen 2016. Die rasche Verstädterung Karachis, das laut Wikipedia-Daten die 12. größte Stadt der Welt ist, hat die Entwicklung der Sicherheitsinfrastruktur überholt.
Untersuchung und Rettungsarbeiten dauern an
Die genaue Ursache des Brandes wird noch untersucht, obwohl vorläufige Berichte darauf hindeuten, dass ein elektrischer Kurzschluss das Feuer verursacht haben könnte. Die Rettungsarbeiten werden mit Wärmebildkameras fortgesetzt, um mögliche Überlebende in den Trümmern zu lokalisieren.
Während Familien auf Nachrichten über vermisste Angehörige warten und die Stadt um die Opfer trauert, hat dieser Vorfall erneut Forderungen nach umfassenden Brandschutzreformen in den kommerziellen Zentren Pakistans laut werden lassen. Die Tragödie in Gul Plaza dient als schmerzhafte Erinnerung an die menschlichen Kosten, wenn Sicherheitsvorschriften in schnell wachsenden städtischen Umgebungen unzureichend durchgesetzt werden.
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