119 Verletzte bei Brand in Crans-Montana mit Opfern aus neun Ländern. Champagnerflasche mit Feuerwerk als wahrscheinliche Ursache. Mehrheit der Verletzten in kritischem Zustand, internationale medizinische Verlegungen erforderlich.
Internationale Tragödie erschüttert Schweizer Skiort
Ein verheerender Neujahrsbrand in der Bar "Le Constellation" im exklusiven Schweizer Skiort Crans-Montana hat 119 Verletzte verursacht, wobei die Opfer aus mindestens neun verschiedenen Ländern stammen. Die Tragödie, die sich in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026 ereignete, hat die internationale Gemeinschaft schockiert und ernste Fragen zur Brandsicherheit in Alpenresorts aufgeworfen.
Multinationale Opferliste wird bekannt
Schweizer Behörden haben bestätigt, dass die 119 verletzten Opfer eine wahrhaft internationale Tragödie darstellen. Die meisten stammen aus der Schweiz, Frankreich, Italien und Serbien, aber die Opferliste umfasst auch Bürger aus Belgien, Bosnien und Herzegowina, Luxemburg, Polen und Portugal. Die Nationalität von vierzehn Opfern bleibt unbekannt, während die Identifizierungsversuche weitergehen.
Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud erklärte auf einer Pressekonferenz: 'Weitere Ermittlungen müssen klären, ob Personen strafrechtlich haftbar gemacht werden können. Unser aktueller Fokus liegt auf der Identifizierung der Opfer.' Der Identifizierungsprozess erweist sich als besonders schwierig, da viele Opfer schwere Verbrennungen erlitten haben, die persönliche Dokumente und Ausweise zerstört haben.
Champagnerflasche mit Feuerwerk als wahrscheinliche Ursache
Ermittler haben enthüllt, dass das Feuer wahrscheinlich entstand, als "Sternenfontänen" oder Partykerzen auf Champagnerflaschen zu nah an der Decke gehalten wurden. Nach Angaben der Schweizer Staatsanwaltschaft deuten Videoaufnahmen und Zeugenaussagen darauf hin, dass diese brennenden Feuerwerkskörper die hölzerne Decke entzündeten, wodurch sich das Feuer schnell in der Bar ausbreitete.
Zeugen beschrieben, wie Serviererinnen mit Champagnerflaschen mit brennendem Feuerwerk als Teil der Neujahrsfeier eintrafen. Ein Bericht erwähnte einen Barkeeper, der einen anderen Barkeeper auf seinen Schultern trug, während er eine brennende Kerze in einer Flasche hielt. Das Feuer soll die Diskothek innerhalb von Sekunden erfasst haben, wobei Feiernde feststeckten und Schwierigkeiten hatten, durch enge Ausgänge zu entkommen.
Kritischer Zustand bei Mehrheit der Verletzten
Die Situation bleibt für die meisten verletzten Opfer ernst. Die Behörden haben bestätigt, dass die überwiegende Mehrheit der 119 Verletzten in Lebensgefahr schwebt, wobei viele schwere Verbrennungen erlitten haben. In den kommenden Tagen werden fünfzig Opfer in spezialisierte Verbrennungszentren in Nachbarländern zur Behandlung verlegt, da Schweizer Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.
Schweizer Präsident Guy Parmelin nannte die Tragödie 'eine Katastrophe von beispiellosen, erschreckenden Ausmaßen' und ordnete an, dass Flaggen fünf Tage lang auf halbmast gesetzt werden. Der Vorfall stellt eine der schlimmsten Tragödien in der modernen Geschichte der Schweiz dar, vergleichbar nur mit großen Naturkatastrophen.
Internationale Reaktionen und Ermittlungen
Europäische Länder haben sich mobilisiert, um in der Krise zu helfen. Frankreich, Italien und Polen haben medizinische Hilfe und Unterstützung angeboten, während Luftambulanzen Opfer zu spezialisierten Einrichtungen in der gesamten Schweiz und in Nachbarländern transportiert haben. Die Bar hatte eine Kapazität von etwa 340 Personen, obwohl die genaue Anzahl der Anwesenden während des Brandes möglicherweise nie festgestellt werden wird.
Die Ermittlungen prüfen weiterhin, ob die richtigen Sicherheitsstandards eingehalten wurden, einschließlich baulicher Anpassungen, Notausgängen und Belegungsniveaus. Die Behörden haben eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung nicht ausgeschlossen, obwohl erste Erkenntnisse darauf hindeuten, dass der Brand ein Unfall und kein Anschlag war.
Während die Gemeinde von Crans-Montana trauert, ist für den 9. Januar eine öffentliche Gedenkzeremonie für die Opfer geplant. Die Tragödie hat neue Diskussionen über Brandschutzvorschriften in Vergnügungsstätten in ganz Europa ausgelöst, insbesondere in Alpenresorts, wo Holzkonstruktionen und überfüllte Bedingungen gefährliche Situationen schaffen können.
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