US-Zoll stoppt illegale Zölle nach Supreme-Court-Urteil

US-Zollbehörde CBP stellt Einzug illegaler Trump-Zölle nach Supreme-Court-Urteil ein. Stopp der IEEPA-basierten Abgaben ab 24.02.2026, während Trump neue 15% globale Zölle ankündigt. Komplette Analyse der Handelsauswirkungen.

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Was ist das US-Zolltarif-Urteil?

Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) kündigte an, die Einfuhrzölle einzustellen, die vom Supreme Court für illegal erklärt wurden, ab Dienstag, 24. Februar 2026, 12:01 Uhr EST. Diese dramatische Politikänderung folgt einem wegweisenden 6-3-Urteil des Supreme Court, das die Zölle von Ex-Präsident Donald Trump unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) als verfassungswidrig aufhob. Importeure haben schätzungsweise 133 Milliarden US-Dollar an umstrittenen Abgaben gezahlt.

Hintergrund: Die historische Entscheidung des Obersten Gerichtshofs

Am Freitag, 20. Februar 2026, urteilte der Supreme Court in Learning Resources, Inc. v. Trump, dass der IEEPA dem Präsidenten keine Befugnis zur Erhebung von Zöllen gibt. Das Gericht entschied, dass Zölle Steuern sind, die explizite Kongressgenehmigung erfordern. Dies invalidierte Zölle auf Importe aus Ländern wie China, Brasilien und Russland. Ähnlich wie bei den EU-Kohlenstoffgrenzsteuer-Debatten ging es um das Gleichgewicht zwischen Exekutive und Legislative.

Reaktion des US-Zolls und der Grenzschutzbehörde

Trotz des Urteils am Freitag setzte CBP die Zolleinzüge über das Wochenende fort, was zu Verwirrung führte. Die Behörde kündigte schließlich am Montag an, die Einziehung ab 12:01 Uhr EST am 24. Februar einzustellen. CBP gab keinen Grund für die Verzögerung an und bot keine Informationen zu Rückerstattungen.

Wichtige Details zur Zollaussetzung

  • Gültig ab: 24. Februar 2026, 12:01 Uhr EST
  • Betroffene Zölle: Nur unter IEEPA-Befugnis verhängt
  • Ausgenommene Zölle: Abgaben nach den Abschnitten 232, 201 und 301 (Stahl, Aluminium, Kupfer, Halbleiter)
  • Einziehungsstatus: CBP stoppt an allen Grenzübergängen
  • Rückerstattungsprozess: Keine automatischen Rückerstattungen; Importeure müssen Ansprüche geltend machen

Trumps Reaktion und Ankündigung neuer 15% Zölle

Als Reaktion kündigte Präsident Donald Trump sofortige globale Zölle von 10% auf 15% an, basierend auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974. Diese können 150 Tage ohne Kongressgenehmigung in Kraft bleiben. Trump nannte das Urteil 'lächerlich und anti-amerikanisch'.

Auswirkungen auf Importeure und internationalen Handel

Das Urteil schafft Unsicherheit für Importeure bezüglich Rückerstattungen. Über tausend Klagen wurden eingereicht. Internationale Handelspartner reagierten gemischt, mit Auswirkungen auf die globale Handelspolitik. Finanzmärkte zeigten Volatilität, und die Debatte über präsidiale Notstandsbefugnisse wird fortgesetzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Zölle sind vom Supreme-Court-Urteil betroffen?

Das Urteil betrifft Zölle unter dem IEEPA, einschließlich solcher gegen Drogenhandel und 'reziproke' Handelsmaßnahmen.

Erhalten Importeure Rückerstattungen für bereits gezahlte Zölle?

Keine automatischen Rückerstattungen. Importeure müssen administrative Ansprüche oder Klagen vor dem Court of International Trade einreichen.

Was ist mit anderen Zöllen wie denen auf Stahl und Aluminium?

Zölle nach den Abschnitten 232, 201 und 301 bleiben bestehen, darunter spezifische Abgaben auf Stahl, Aluminium, Kupfer und Halbleiter.

Wann hat der Zoll die illegalen Zölle eingestellt?

CBP stellte die Einziehung am 24. Februar 2026, 12:01 Uhr EST ein, mehr als drei Tage nach dem Urteil.

Was ist Trumps neuer 15% Zoll?

Trump kündigte einen 15% globalen Zoll an, der sofort in Kraft tritt und 150 Tage ohne Kongressgenehmigung gelten kann.

Quellen

Reuters: US-Zollbehörde stellt Zolleinzug ein
The Hill: SCOTUS lehnt Trump-Notstandszölle ab
Al Jazeera: Trump erhöht Zölle auf 15%
National Law Review: Supreme Court invalidiert IEEPA-Zölle

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