Paramount-WBD-Übernahme: UK-Wettbewerbsbehörde prüft

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA prüft die 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount. Entscheidung bis August 2026. Globale Kartellbedenken.

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UK-Wettbewerbsbehörde leitet formelle Untersuchung der Medien-Megafusion ein

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat eine formelle Untersuchung der geplanten 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance eingeleitet. Die CMA gab am 9. Juni 2026 bekannt, dass sie eine Phase-1-Prüfung durchführt, um festzustellen, ob der Deal den Wettbewerb auf dem britischen Unterhaltungsmarkt erheblich beeinträchtigen könnte. Die Behörde setzte eine gesetzliche Frist bis zum 7. August 2026 für ihre erste Entscheidung.

Die Transaktion, die Hollywood-Studios mit Franchises wie Superman, Batman und Top Gun sowie die Streamingdienste Paramount+ und HBO Max zusammenführen würde, steht weltweit unter intensiver Beobachtung. Die CMA-Prüfung folgt auf ähnliche Untersuchungen der Europäischen Kommission und mehrerer US-Bundesstaaten.

Was ist die Paramount-Warner Bros. Discovery-Fusion?

Die Paramount-WBD-Fusion ist eine 110,9 Milliarden US-Dollar schwere Barübernahme, die am 27. Februar 2026 nach einem Bieterkrieg mit Netflix angekündigt wurde. Paramount Skydance unter CEO David Ellison bietet 31 Dollar pro Aktie für WBD. Das fusionierte Unternehmen würde rund 69 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, über 200 Millionen Streaming-Abonnenten und ein Portfolio linearer TV-Sender wie CNN, CBS, TNT Sports und Channel 5 umfassen. Der Deal verspricht mindestens 6 Milliarden Dollar an Kostensynergien, doch Kritiker warnen vor erheblichen Arbeitsplatzverlusten und geringerem Wettbewerb.

CMA-Untersuchung: Zeitplan und Verfahren

Die Phase-1-Prüfung der CMA bewertet, ob die Fusion eine 'realistische Aussicht auf eine erhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigung' auf britischen Märkten schafft. Die Behörde hat interessierte Parteien zur Stellungnahme aufgefordert; die Entscheidung soll bis zum 7. August 2026 fallen.

Wichtige Schritte der CMA-Prüfung

  • Phase 1 (40 Tage): Erste Bewertung zur Identifizierung von Wettbewerbsbedenken. Frist: 7. August 2026.
  • Abhilfemaßnahmen: Bei Bedenken kann Paramount Abhilfemaßnahmen vorschlagen.
  • Phase 2 (24 Wochen): Falls Phase 1 ungelöste Probleme aufzeigt, folgt eine tiefere Untersuchung, die den Abschluss des Deals über das angepeilte dritte Quartal 2026 hinaus verzögern könnte.

Die CMA-Untersuchung umfasst den britischen Kommunikationsmarkt mit Schwerpunkt auf Rundfunk, Streaming, Sportrechten und Filmproduktion.

Globale Regulierungsprüfung intensiviert sich

Die CMA-Prüfung ist nur eine Front in einem multinationalen Kampf um regulatorische Genehmigungen. Die Europäische Kommission führt eine eigene Phase-1-Untersuchung mit Frist zum 7. Juli 2026 durch. Berichten zufolge hat Paramount angeboten, einige Kinderfernseh-Anlagen zu veräußern, um die EU-Zustimmung zu sichern. Ähnlich wie bei der