Indien deportiert 5.000 nach Bangladesch: BJP-Kampagne in Westbengalen

Indien hat seit dem BJP-Wahlsieg im Mai 2026 fast 5.000 Bangladescher abgeschoben. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Aktion als rechtswidrig. Die Spannungen mit Bangladesch wachsen. Erfahren Sie mehr über Operation Sindoor.

Indien deportiert 5.000 nach Bangladesch: BJP-Kampagne in Westbengalen
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Indiens Massenabschiebung von Bangladeschern nach BJP-Wahlsieg

Indien hat seit dem Sieg der hindu-nationalistischen BJP bei den Wahlen in Westbengalen im Mai 2026 fast 5.000 Menschen nach Bangladesch abgeschoben – eine der größten koordinierten Ausweisungsaktionen der letzten Jahre. Chief Minister Suvendu Adhikari gab am 7. Juni bekannt, dass 4.800 bangladeschische Staatsbürger aus Haftzentren abgeschoben wurden, weitere 836 warten. Die neue BJP-Regierung richtete Internierungslager für undokumentierte Bangladescher und Rohingya ein; derzeit werden über 830 Personen festgehalten.

Kontext: BJP-Wahlsieg und Einwanderungskampagne

Die BJP gewann im April 2026 die Wahlen unter dem Versprechen, illegale Einwanderer zu 'erkennen, entfernen und deportieren', insbesondere bengalischsprachige Muslime. Westbengalen teilt eine 2.200 km lange Grenze mit Bangladesch; ein Drittel der Bevölkerung ist muslimisch. Seit dem 7. Mai 2025 läuft die landesweite Operation Sindoor, bei der über 2.000 mutmaßliche undokumentierte Bangladescher heimlich ohne Gerichtsverfahren abgeschoben wurden – nach dem Pahalgam-Anschlag mit 26 Toten. Die Indien-Bangladesch Grenzspannungen haben sich verschärft.

Menschenrechtsbedenken

Human Rights Watch dokumentierte im Juli 2025 die rechtswidrige Ausweisung von mindestens 1.500 bengalischsprachigen Muslimen, darunter indische Staatsbürger. Ausgewiesene berichteten von Schlägen und Vernichtung von Ausweisen. Elaine Pearson, HRW-Asiendirektorin, sagte: 'Indiens BJP schürt Diskriminierung gegen Muslime.' Die Kontroverse um Indiens Staatsbürgerschaftsgesetz liefert Kontext.

Bangladeschs Reaktion

Dhaka sandte 12-13 diplomatische Noten. Die Grenzschutzbehörde BGB wehrte rund 30 Einschübe der indischen BSF ab. Laut BGB wurden von Mai 2025 bis Januar 2026 2.479 Menschen nach Bangladesch gedrängt, mindestens 120 identifizierte Inder.

Auswirkungen

Die Aktion trifft bengalischsprachige muslimische Gemeinschaften hart. Viele Abgeschobene waren Binnenmigranten. In Westbengalen ordnete die Regierung auch Gebäudeabrisse an. Menschenrechtsorganisationen warnen vor rechtswidrigen Ausweisungen und Staatenlosigkeit.

FAQ

Wie viele Menschen wurden abgeschoben?

Fast 5.000 seit Mai 2026, plus über 2.000 unter Operation Sindoor seit Mai 2025.

Warum?

Die BJP-Regierung behauptet, es seien illegale Einwanderer. Die Partei versprach 'detect, delete and deport'.

Sind alle Abgeschobenen Bangladescher?

Nein. HRW dokumentierte Fälle von indischen Bürgern, die unrechtmäßig ausgewiesen wurden.

Was ist Operation Sindoor?

Eine landesweite Aktion ab Mai 2025 mit heimlichen Abschiebungen ohne Gerichtsverfahren, ausgelöst durch den Pahalgam-Anschlag.

Wie reagierte Bangladesch?

Mehrere diplomatische Noten, Grenzschutz wehrte Einschübe ab. Dhaka verlangt rechtsstaatliche Verfahren.

Quellen

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